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Pepamobil unterwegs in Europa
Pepamobil unterwegs in Europa

 

24. März 2026

Der Zug bringt uns ins Zentrum, zu Fuss geht’s weiter ins Hotel. Kurz einchecken – und dann gleich wieder zurück zum Bahnhof, um das Ticket für morgen zu kaufen. Doch dort: Menschenmassen! Der Eingang ist komplett verstopft.

Der Grund: Der Bahnhof Brüssel-Süd (Gare du Midi) wurde evakuiert – zwei herrenlose Pakete sorgten für Aufregung. Nichts geht mehr!

 

Unser Ticket nach Zeebrugge-Dorp kostet uns gerade mal 22,30 € – für gemütliche 2,5 Stunden Zugfahrt. Zum Vergleich: Von Sion nach Genf, also 2 Stunden, durften wir stolze 56 CHF hinblättern. Tja… in der Schweiz fährt nicht nur der Zug schnell, sondern auch gleich das Geld fliest schnell davon. 😄

 

Wir machen uns auf zur Grand-Place. Einer der schönsten Plätze Europas, wie immer – beeindruckend.

Natürlich dürfen die berühmten Belgische Fritten nicht fehlen. Dazu ein Caesar Salat und ein typisch belgisches Bier – perfekt! 

15.000 Schritte kommen auf den Zähler, die Füsse angeschwollen, die Geister müde, so sinken wir müde ins Bett.🎏

 

25. März 2026

Da wir erst heute Nachmittag zur Agentin können, die Papiere sind erst jetzt von Mexico gemailt worden 🥴🥴

benutzen wir die Möglichkeit, Brügge einen weiteren Besuch abzustatten. 

 

Brügge gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Europas. Kopfsteinpflaster, Glockentürme und spiegelnde Kanäle erzählen noch immer von einer Zeit, in der hier das Herz des europäischen Handels schlug.

 

Alles begann im frühen Mittelalter mit einer kleinen, durch Wasser geschützten Siedlung. Der Name „Brügge“ kommt vermutlich von „bryggja“ – Anlegestelle oder Hafen.

Im 12. und 13. Jahrhundert blühte die Stadt auf: Dank der Nähe zur Nordsee wurde sie zu einem wichtigen Handelszentrum Europas. Kaufleute aus vielen Ländern handelten hier mit Tuch, Gewürzen und Luxuswaren. Reichtum brachte prächtige Gebäude und machte Brügge auch zu einem Zentrum der Kunst.

Ab dem 15. Jahrhundert begann der Niedergang, weil der Zugang zum Meer versandete und sich der Handel verlagerte. Die Stadt verfiel in einen „Dornröschenschlaf“.

 

Im 19. Jahrhundert wurde Brügge wiederentdeckt und liebevoll restauriert – und genau deshalb wirkt die Stadt bis heute so ursprünglich.

Marktplatz Brugge
Marktplatz Brugge

 

Die alten, reich verzierten Häuser von Brügge sind echte Schmuckstücke vergangener Zeiten. Mit ihren kunstvollen Giebeln, bunten Fassaden und liebevollen Details erzählen sie vom einstigen Reichtum der Handelsstadt. Besonders rund um den Marktplatz wirken sie wie aus einem Märchen – jedes Haus ein kleines Kunstwerk mit eigener Geschichte.

 

Brügge wird wegen seiner vielen Kanäle oft „Venedig des Nordens“ genannt.

 

Der Jan van Eyckplatz:

Handel im Mittelalter, Kunst und Denkmalpflege in der Neuzeit

Dieser Stadtteil entwickelt sich ab dem Jahr 1200. Rund um die Brügger Grachten entsteht ein blühender Hafen. Der heutige Platz wird erst Jahrhunderte später angelegt als man im 18. Jahrhundert einen Teil der Grachten überwölbt. Unter unseren Füßen fließt hier auch heute noch Wasser. Im 19. Jahrhundert werden mehrere Häuser auf und um dem Platz restauriert. Im Jahre 1877 wird das mittelalterliche Haus Der Rote Stein 1 als erstes Gebäude in Brügge mit Zuschüssen der Stadt repariert.

 

Bis elf Uhr schlendern nur wenige Touristen durch Brügge. Dann strömen die Massen herein – für uns das Zeichen, zurück zum Bahnhof zu fahren. Wir nehmen den Bus und stellen überrascht fest: Die Fahrt ist kostenlos, von der Kreditkarte wurde nichts abgebucht.👍👍👍

 

Gegen dreizehn Uhr erreichen wir die Endstation Zeebrugge-Dorp. Weit und breit kein Taxi oder Uber. Wir fragen im Restaurant – nur Kopfschütteln. Auch auf iOverlander keine Einträge.

 

Also marschieren wir zur Hauptstraße. Eine Tankstelle – gut. Drinnen fragen wir nach: Bus? Tram? Fehlanzeige. Taxi? Ja, Sie rufen für uns an. Erste Nummer besetzt, zweite positiv – aber erst in 30 Minuten. Wir setzten uns draussen hin, es ist kalt und windig, und warten. Nach 30 Minuten kommt die Chica raus und teilt uns mit, das Taxi hat 15 Minuten Verspätung. 

 

Martina, die Taxichauffeuse, ist ein echtes Unikum: blondierte Haare, hinten igelmäßig hochgekämmt, ein knallgelb gestreifter Pullover, dazu passend lackierte Fingernägel. An jeder Hand ein Ring – fast so groß wie die Finger selbst. Eine Ulknudel wie aus dem Bilderbuch! Sie fährt das einzige Taxi in Zeebrugge wie sie uns erklärt. 

 

Sie weiss sofort bescheid wohin sie fahren muss. Die 15 minütigen Fahrt verläuft mit viel Lachen und angeregtem Plaudern über das Leben in einem Reisemobil.

 

Bei der Spedition Herfurth Zeebrugge verabschieden wir uns und gehen ins Büro hoch.

 

Daniella, unsere Agentin, arbeitet heute von zu Hause aus. Wir staunen...👀👀👀👀

 

Ein Kollege ist informiert. Wir müssten Daniella anrufen. Auf einmal stehen 9.400 Euro im Raum, welche wir als "Kaution" bezahlen müssen. Bruno diskutiert, erklärt. Das Formular, welches sie schon von Bruno erhalten hat, muss erneut geschickt werden.

Das sind alle Formulare, die wir brauchen, damit unser Zuhause als Umzugsgut steuerfrei in die Schweiz einziehen darf.

 

Wir sind gespannt!

 

Nun müssen wir zum Hafen. Können wir zu Fuss gehen? nein zu weit. Wie kommen wir hin? bringt uns einer ? Nein, mit Taxi. Sie rufen an, wir verabschieden uns. Für 405 € finden wir, hätte ein Bringen drin liegen sollen.

 

Fünf Minuten später steht Martina wieder vor der Türe. Lachend bringt sie uns zum Zollgebäude. 

Draussen am Apparat muss man ein Ticket ziehen...

Man geht rein, zum nächsten Apparat wo der Pass eingescannt werden muss, und bekommt eine Ticket für einen Schalter.

Am Schalter sechs heisst es erneut: Formulare ausfüllen. Wir leihen uns Warnwesten und ziehen sie über. 

Draußen wartet schon ein Wagen. „Only one person“, heißt es. Na gut, dann warte ich eben wieder – bin ich ja gewohnt!

Keine zehn Minuten später ist Bruno schon zurück. Noch einmal geht es zu Schalter 6, wo er einen Code bekommt, um die Schranke zu öffnen. Dann werden die Warnwesten zurückgegeben, und Bruno kann los, unser Pepamobil holen.

Nach 13 Jahren sind wir wieder auf europäischem Boden 🌍 – bereit für grosse Veränderungen 🚗💨

 

Wer es genauer wissen möchte, findet hier alle Informationen rund um die Einfuhr.🚚📖

 

Der Motor läuft, das leise Heulen vom Getriebe, schon fast vertraut, wir fahren los.

 

Nur 7 km vom Hafen entfernt steuern wir einen Carrefour an und stellen uns auf den Parkplatz hinter dem Einkaufsladen. Neugierig öffnen wir die Türe zur Wohnkabine. Toll – alles ist genau so, wie wir es in Mexiko verlassen haben.

 

Erleichtert und überglücklich stehen wir da und können es kaum fassen, dass wir unsere ExMo unversehrt und heil zurückbekommen haben 😊🚛.

 

Ein Druck auf die Fernsteuerung des Studer-Wechselrichters – und unsere Hütte erwacht zum Leben. Kühlschrank, Wasserpumpe, Licht – alles funktioniert. Sofort schalten wir die Heizung ein, denn mit 13,3 Grad ist es im Innern klirrend kalt 🥶.

 

Dann ab ins Carrefour 🛒, denn unsere Lebensmittel sind ja (fast) alle in Mexiko geblieben 🇲🇽 – also heisst es: einkaufen! Wir halten uns tapfer zurück und nehmen nur das Nötigste mit. Aber wow 😳 – der Preisunterschied zur Schweiz 🇨🇭 ist riesig!

      

Das Wetter wird derweil immer ungemütlicher 🌬️🌧️. Ein eisiger Wind pfeift um die Hütte, und die vielen Windgeneratoren drehen fleissig ihre Runden: wusch, wusch, wusch 🌪️🔄

 

Zurück im PeMo mache ich den Vorschlag, gleich hier zu übernachten 😄. Wir räumen alles ein, wechseln die Bettwäsche, putzen kurz durch, werfen das Induktionsfeld an und zaubern etwas Essbares. Und dann wird Gefeiert – mit einem Prosecco – die Rückkehr unseres Pepamobils nach Europa 🥂🚛. Wir sind wieder Zuhause.😁

 

26. März 2026

Unser Ziel: Hauenstein in Rheinland-Pfalz – genauer gesagt Ormocar, unser Kabinenbauer. Also rauf auf die Autobahn, Tempomat bei gemütlichen 73 km/h einklinken 🚛💨 und entspannt dahinrollen.

 

Kim und Susi melden sich – bisher kennen wir die beiden nur über Polarsteps und Telefon 📱. Seit 2024 sind sie mit ihrem

Moby on Tour unterwegs. Ihr „Dicker“ steht aktuell in Durban und wartet brav auf einen Frachter… der – dank Trump – irgendwo in Dubai festhängt 🌍⛴️.

 

Die beiden sind gerade mit ihren zwei Hunden in Luxemburg 🐕🐕 – also quasi direkt auf unserer Route. Für heute wird’s noch nichts mit einem Treffen, wir sind einfach zu weit weg. Aber morgen könnte es klappen 🤞.

 

Unterwegs begleitet uns das komplette Wetterprogramm: Sonne ☀️, Regen 🌧️, Schnee ❄️ – und als Krönung sogar Hagel 🌨️. April macht seinem Ruf wirklich alle Ehre… und das im März! 😂

Mangels eines guten Übernachtungsplatzes steuern wir kurzerhand eine Mall an 🏬🚛. Hintenrum auf den Parkplatz – und siehe da: genug Platz für unsere Hütte 😄👌.

 

 

26. März 2026

Auf der A6, rund um Luxemburg 🇱🇺, herrscht ordentlich Verkehr 🚗🚛🚗 – aber es läuft erstaunlich gut 👍. Wettermässig alles wie gestern: ein bunter Mix 🌦️😅. Hinter Luxemburg freie Fahrt.

 

Aire de Berchem – unsere Ausfahrt 🚛➡️🛣️. 

Man kennt sich kaum – und versteht sich doch sofort 😊. Die drei Stunden vergehen wie im Flug, gefüllt mit Reisegeschichten 🌍🚛, kleinen Abenteuern und echten Horror-Erlebnissen 😱, die man nie wieder erleben möchte… und bei denen man doch genau weiss: Es könnte jederzeit wieder passieren 😅.

Wir sehen uns -hoffentlich- in Mexiko.🇮🇷

 

Moby on Tour zu finden in Facebook, Insta und Polarsteps.

 

Bis Hauenstein sind es noch knappe drei Stunden 🚛⏳. Wieder begleiten uns Regen 🌧️ und Schneefall ❄️ – doch gegen Ende des Nachmittags zeigt sich tatsächlich noch etwas blauer Himmel 🌤️. Ein kleiner Lichtblick zum Schluss 😊.

 

27. März 2026

Stefan steht schon um acht Uhr vor unserer Hütte. Ein herzliches ❤️ Willkommen, festes Drücken – wir gehören zur Ormocar-Familie! 👫👫👫

Später muss Stefan leider gehen, und Peter kommt vorbei. Auch hier ein herzliches Wiedersehen. Er berichtet uns und bringt uns auf den neuesten Stand: Unsere Batterien und der Kühlschrank sind noch nicht geliefert worden. Was? 🙄🙄

Also gehen wir in die Firma, um zu besprechen, wer was wann erledigt.

 

Der Eingangsbereich begrüßt uns mit meinen Fotos aus der Nikon von 2008 – ein Retro-Flashback, der sofort Stimmung macht! 📸😄

 

Die Halle wurde vergrössert und strahlt jetzt richtig – sauberer geht’s kaum! 💯✨ Peter schneidet uns auch sofort die nötigen Teile zu. Vielen Dank dir. 

 

Sonntag, 29. März 2026

Das Wetter zeigt sich unfreundlich 🌧️💨, die Temperaturen liegen im tiefen einstelligen Bereich 🌡️. Regen und Wind wechseln sich mit lichten Momenten ab 🌥️.

Beste Bedingungen, um einen Blick ins 👞 Deutsche Schuhmuseum Hauenstein zu werfen.

Es entstand aus dem Wunsch, eine ganze Epoche zu bewahren 🕰️. Zum 100-jährigen Jubiläum der Schuhindustrie im Jahr 1986 wurde die Idee geboren, die beeindruckende Entwicklung dieses kleinen Ortes zu dokumentieren – vom Bauerndorf 🌾 zum bedeutenden Zentrum der Schuhproduktion 🏭.


 

Nach rund zehn Jahren Planung und viel Engagement wurde das Museum 1996 eröffnet – passenderweise in einer ehemaligen Schuhfabrik 🧱. Heute erzählt es nicht nur von Schuhen 👞, sondern vor allem von den Menschen dahinter: von harter Arbeit 💪, Handwerk 🛠️, Innovation 💡 und einem Stück gelebter Geschichte.

Wir staunen 👀, wie viele Schritte notwendig sind, um ein Paar Schuhe herzustellen 👣.

 

Von der Bestellung...

 

... bis zur Fertigstellung je nach Machart und Anspruch braucht es zwischen etwa 150 und 300 einzelne Arbeitsschritte.

 

1. Maßnehmen & Leistenbau (ca. 10–30 Schritte)

  • Fuß exakt vermessen
  • Individuellen Leisten (Holzform) anpassen oder neu herstellen

2. Design & Schnittmuster (ca. 20–40 Schritte)

  • Modell entwerfen
  • Schnitt auf Papier und Leder übertragen

3. Zuschnitt des Leders (ca. 20–30 Schritte)

  • Oberleder, Futterleder und Verstärkungen exakt ausschneiden

4. Schaft fertigen (ca. 30–60 Schritte)

  • Einzelteile nähen
  • Futter einsetzen
  • Formen und vorbereiten

5. Zwicken (Leistenziehen) (ca. 20–40 Schritte)

  • Schaft über den Leisten spannen und fixieren

6. Bodenaufbau (ca. 30–60 Schritte)

  • Brandsohle, Keder, Laufsohle anbringen
  • Alles meist von Hand genäht (z. B. Rahmennaht)

7. Absatz & Finish (ca. 20–40 Schritte)

 

  • Absatz aufbauen
  • Schleifen, färben, polieren
  • Letzte Anpassungen 

 

Wie viele Maschinen erfunden wurden, um Sohlen zu kleben, zu nähen und zu schneiden ⚙️. Wie viele spezielle Handwerkzeuge es brauchte, um einen Schuh passend an die Füße von Angela Merkel, Helmut Kohl oder Sophia Loren zu fertigen – Füße ganz normaler Größe. 

  

Misst ein Mensch aber 2,16 Meter und braucht Schuhgröße 61 📏, dann sind das ganz andere Dimensionen 😲.

US-amerikanischer Basketballspieler und Rapper geb. 1972

Shaquille O'Neal, der von seinen Fans „Shaq Attack" genannt wird, war 1994 Weltmeister im Basketball,

1996 Olympiasieger sowie 2000, 2001, 2002 und 2006 NBA-Champion (National Basketball Association).

Durch seine Körpergröße von 2,16 m, einer Schuhgröße von 61 und seinem Gewicht von 145 kg zeichnete sich seine Spielweise durch außergewöhnliche Kraft, aber auch Beweglichkeit aus. Außerdem konnte er sich als Rapper einen Namen machen.

Schuhhersteller/Marke: Reebok

Schuhgröße: 61

 

 

Oder der Blick nach China 🇨🇳:

Mädchen wurden früher die Füße sehr eng gebunden, damit sie künstlich klein bleiben (ideal waren etwa 7–10 cm – sogenannte „Goldene Lotosfüße“). Die Schuhe waren deshalb extrem klein 👡 und kunstvoll bestickt . Kleine Füße galten als Schönheitsideal und Statussymbol ✨ – bis zum Verbot im Jahr 1912. In ländlichen Regionen hielt sich die Tradition noch bis in die 1920er–30er Jahre.

 

Auch das Thema Reptilienleder 🐊🐍 wird gezeigt:

Zwischen 2008 und 2016 wurden mehr als 10 Millionen Eidechsen, Krokodile und Schlangenhäute verarbeitet – darunter auch Jungtiere. Babys!! Schon eindrücklich und nachdenklich stimmend 🤔.

 

Dann gibt es die ganz normalen, die richtig verrückten – und die Schuhe mit politischer Vergangenheit.“ 👞

Alle Schuhe sind in Glasvitrinen, daher gibt es oft Spiegelungen.

 



 

 

Ein Besuch ist wie eine Reise durch die Zeit 🕰️ – faszinierend, spannend und toll präsentiert 🌟.

Nach rund 20 Jahren wurde das Museum modernisiert. 2022 eröffnete eine komplett neu gestaltete Dauerausstellung, die Geschichte heute moderner und interaktiver vermittelt 🎧📺. Ein Besuch absolut empfehlenswert. 

 

30. März 2026

Heute steht die Importierung unseres Pepamobils auf dem Programm. 245 Kilometer bis zum Zollamt Rheinfelden liegen vor uns. Regen und graue Wolken begleiten uns bis zur Grenze. Auch der Verkehr auf der A1 kann sich sehen lassen.

 

Um 16:15 Uhr stehen wir  am Schalter des deutschen Zolls. Die Beamtin? Null Interesse an unserem T1 🙈👉 „Gehen Sie mal rüber zur Schweiz.“ Also brav rüber zum CH-Zoll 🇨🇭. Dort hebt man die Arme 🤷‍♂️: „Ohne Stempel? Ohne Laufzettel? Geht gar nix!“

 

Also zurück zum deutschen Zoll. Dort bekommen wir immerhin den sagenumwobenen Laufzettel 📄 – aber das T1 abstempeln? Nööö.

Was folgt: unser persönliches Zoll-Pingpong 🏓

→ Deutschland

→ Schweiz

→ Deutschland

→ Schweiz

… insgesamt vier Runden, und ein persönliches Gespräch zwischen den beiden Beamt:in.

 

Irgendwann meint die deutsche Beamtin: „Gehen Sie doch mal ins Zollhaus gegenüber, gleich dort bei der Schranke,"

Wir düsen rüber.  Wieder ein freundliches, aber bestimmtes NEIN von der deutschen Seite.  Sie zeigt auf ihren CH-Kollegen im Büro gegenüber 🇨🇭. Und siehe da: ein verständnisvoller Zöllner 🙏 Er scannt den QR-Code 📱und knallt endlich den erlösenden Stempel aufs T1-Formular.  Uff… geschafft! 🥴

Daniella in Zeebrugge wird aufatmen, müsste sie doch sonst die 9400 € bezahlen.🤣

 

Wir gehen zurück  zur CH-Einfuhr. Inzwischen hat sich eine schöne Warteschlange gebildet 🐌🐌🐌

 

Während Bruno wartet, spurte ich los zur LSVA-Zahlung. Natürlich… nächstes Problem. Paraguay? Existiert in der App nicht. Ich frage einen Zöllner. Wir tüfteln gemeinsam. Mein (Brunos) Vorschlag: „Nehmen wir doch einfach ein anderes Land, Hauptsache wir haben bezahlt.“ Er denkt das Gleiche. Also… kreative Zoll-Lösung.

Gesagt, getan – ich löse die  LSVA für 7 Tage, das ist das Minimum das zu lösen ist. Meiner KK werden 25 CHF abgezogen.

 

Zurück zu Bruno…Hier sind die Türen inzwischen geschlossen – es ist nach 17 Uhr. Feierabend 😅

 

Ich warte im PeMo 🚐… Gegen halb sechs kommt mein lieber Mann zurück ❤️

Sein Fazit:

„Nicht nur in Chile gibt es Hohlpfosten!“ Aber hey – Ende gut, alles gut:

Unser Pepamobil ist wieder offiziell auf Schweizer Strassen unterwegs 🇨🇭🚐✨

 

Das Ganze - nur für dieses eine Blatt Papier!

 

Willkommen - Pepamobil - zurück in der Schweiz

 

Du hast uns 460'000 Kilometer über Stock und Stein getragen, Staub-Pisten bis ans Ende der Welt. Hast haarsträubende Ereignisse mit uns gemeistert und uns nie im Stich gelassen. Wäre Puerto Alegre nicht geschehen, wer weiss, wie viele Jahre wir noch gemeinsam unterwegs gewesen wären.🚛💔

Pepamobil Bern, Wallis, abenteuer 4x4 MAN 4x4 Schweiz overlander
Pepamobil wieder einmal in der Schweiz


In der Wohnmobilland-App finde ich einen Stellplatz, keine 10 km entfernt – mit dem Namen Egglisgrabe 😂

 

Der Stellplatz ist Gebührenpflichtig, also App runter laden und registrieren. Aber auch das klappt nicht, die Registrierung mit paraguayischer Autonummer funktioniert nicht 🙃

Tja… Dann eben ganz oldschool: einfach hinstellen und abwarten. 

 

 

Wir machen Abendessen, gehen noch eine Runde laufen – inzwischen zeigt sich die Sonne, doch die Temperaturen bleiben kühl, und ein bissiger Wind macht die Sache ziemlich ungemütlich.

 

31. März 2026

 

Im «Grauholz», einer Raststätte bei Bern, haben wir einen Termin mit Erich. Er möchte sich unser PeMo gerne anschauen. Gegen elf Uhr trudeln wir ein. Fast zwei Stunden sitzen wir zusammen, schauen, erzählen und diskutieren.

 

Dann machen wir uns auf den Rückweg ins Wallis. Die Dieselpreise an den Autobahnraststätten sind exorbitant: 1 Liter kostet 2.29. Das wird dann richtig weh tun – beim ersten Befüllen des neuen LKW.

 

Nächsten Monat mache wir uns an die Renovation unserer Hütte. Trockenklo, Heizung, Backofen, Boden im "Schlafzimmer" die grössten Baustellen. 

 

Es wir uns im April bestimmt nicht langweilig werden.