Paraguay zum Vierten

 

Teil I

 

09. bis 30. September 2017

 

Wieder gibt es seitens der Argentinier lange Wartezeiten.

Von elektronischen Lesegeräten hat man hier noch nichts gehört.

 

In Paraguay werden wir mit einem Lächeln und einem "buen venido" empfangen.

90 Tage werden in den Pass gestempelt.

Fälschlicherweise betrete ich das Büro der Polizei, um die Papiere für die "Temporäre Einfuhr" 

zu holen. Hier verlangt man aber nur die Versicherungspapiere. Tja, diese ist wohl bezahlt, aber noch nicht neu ausgedruckt. Ja, dies gehe gar nicht, wir müssten zurück nach Argentinien und mit einem

gültigen Ausdruck wieder kommen.  Okay, machen wir. Wir spazieren hinaus, gehen diesmal

ins richtige Büro, wo uns der Señor von der Aduana das Formular für die Temporäre Einfuhr  von

Hand ausfüllt, Bruno unterschreibt...und tschüss. In Asuncion bemerken wir erst, dass wir doch

glatt vergessen haben, nochmals nach Argentinien zu fahren, um die Versicherung auszudrucken!

 

Nach nur einem Monat sind wir wieder "zuhause". 😉😉😉

 

Ohne großen Umweg fahren wir zu Hasta la Pasta.

Wir stellen den Truck etwas vorher ab und wollen "inkognito" hinein spazieren.

Keine Chance, René hat das Dach des Wagens gesehen und kommt das Tor öffnen.

Seine Überraschung ist riesig. Seine vier Hunde bellen um uns herum, nur Lola fehlt.

Diese kommt nach einer Minute nach...schaut uns an, schaut noch einmal, macht (wirklich)

große Augen, als sie realisiert, wer da ist, danach kann sie nichts mehr halten.

Wie eine Wilde rennt sie zwischen Bruno und mir hin und her. 

Springt rauf, will lecken und sich in den Beinen verkriechen!!!

Die Freude ist groß!

 

Bei einem "Willkommensbier" wird erzählt und ausgetauscht.

Es ist schön, wieder hier zu sein. Zwei Stunden später fahren Marita & Jan auf den Platz.

Schon hier sind die Schweizer Fabian und Conny und die Deutschen Hilo und Sigo,

welche wir aus Pardelas kennen.

 

Natürlich wird gegrillt!

 

Am 12. September marschieren wir nach Altos, wir brauchen die Zulassung für den Pickup.

Um elf Uhr dreißig sind wir da, zwanzig Minuten später ist die "Habilitación de Rodado" bezahlt und in der Tasche!

 

 

 

Ansonsten warten wir hier in Altos auf die Dokumente, welche uns unser

Notar aus der Schweiz mit DHL zustellen wird. 

 

Unser Tiburón ist abholbereit.  

 

Wieder im Hasta la Pasta machen wir mit Lola eine Testfahrt!

 

Wir machen einen Sonntagsausflug. Zuerst auf den Markt von

 

- Atyra -

 

bekannt für seine Lederwaren.

 

Anschliessend besuchen wir

 

- Marianela-Atyra -

 

Der Grundstein zu diesem Begegnungszentrum wurde 2003 gelegt.

 Gott hat NIE zweimal das Gleiche erschaffen, dies der Grundgedanke dieser Stätte.

 

Bruno war schon hier und macht die Führung...

 

Von Aussen sieht es noch ganz normal aus...

 

...doch dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

 

Keine Wand, keine Fliese, keine Türe, keine Türfalle, kein Zimmer, keine Blume

kein Bild, kein Tisch, nichts, aber auch gar nichts, gibt es zweimal.

 

Der Innenhof, einfach, aber wunderschön.

 

Jede Türe ein Unikat.

 

Der kleine Speisesaal...unglaublich.

 

Ums nächste Eck, eine neue Augenweide.


 

In der Mitte eine kleine Kapelle, wo jeden Sonntag eine Messe stattfindet.

 

 

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19.09. 2017

Happy Birthday Bruno

 

Marion lädt zum Geburtstagsfrühstück ein.

 

Chunny und Philippe aus Französisch-Guayana fahren auf den Platz.

Zum letzten Mal haben wir sie in Chile, vor einem Jahr, getroffen. Zur Feier des Tages

laden wir sie zu einem weiteren leckeren Essen "chez Marion" ein.

 

64 Jahre und kein bisschen weise!

 

Nebenbei stoßen wir auch auf 33 Jahre Ehe an!

 

Mittwoch fahren wir nach Asunción. Wir haben einen wichtigen Termin mit Bettina.

Sie hilft uns mit dem Antrag für die Daueraufenthaltsbewilligung.

Nach vier Stunden, bei 42 Grad, ist alles erledigt und ab geht's shoppen.

 

Ein Tag Behördengänge und schon herrscht das

Chaos in der Hütte.

 

23. September 17

 

Wir brechen auf nach Independencia. 

Nach 86 Tagen "Hasta la Pasta" (mit Unterbrüchen) fällt der Abschied schwer.

Es waren tolle Tage bei Marion und René, wir haben neue Freunde gefunden und sind froh,

dass wir nicht all zu weit weg von ihnen wohnen werden.  

 

Bruno im Pepamobil ich im Tiburón, so fahren wir nach 

 

- La Colmena ins Tranquilo -

 

zu den Franzosen. Hier hat sich viel getan. Das Gincho ist fertig,  ein Gästehaus ist fast fertig,

das Restaurant ist im Bau. Es gibt also viele Gründe, um eine Flasche Champagner zu öffnen.

 

 

Hatten wir vor einem Tag noch zweiundvierzig Grad, sind es heute noch gerade einmal achtzehn.

 

Wir bleiben nur eine Nacht, wir wollen endlich nach "Hause"😏 und mit eigenen Augen schauen,

wie weit der Bau unseres Hauses fortgeschritten ist. 

 

 Zum ersten Mal fahren wir auf unser Gelände.

 

Hier wurde in der Zwischenzeit aber hart gearbeitet.

 

Unsere neuen Nachbarn!

 

Unsere Umgebung.

 

Auch Lola hat ihr Wasserloch schon gefunden.

 

Jeden Tag gehen wir auf unserem Gelände spazieren. (Verlaufen kann man sich allerdings nicht)

Im Bosque (Wald) entdecken wir immer wieder neues.

Unsere vierbeinigen Nachbarn sind extrem neugierig und vorwitzig. Ist der Zaun nicht straff gespannt und 

eineinhalb Meter hoch, hüpfen sie problemlos rüber und fressen alles, was die Weide so her gibt.

(auch unsere frisch gepflanzten Bananen) 

Lola hat alle Pfoten voll zu tun, um die Kühe aus ihren Ländereien zu vertreiben.

 

Der Bulle war fleißig, fast jeden Tag kommt ein Kalb zur Welt.

 

Die Temperaturen steigen auf über dreißig Grad. Langsam wird es etwas ungemütlich.

In der Schweiz gibt es große Probleme mit dem Versand unserer Kiste. Keiner will 

die Kiste nach Heidesheim bringen. Zolltechnisch!!!!!

Wir (ich) habe viele schlaflose Nächte. Langsam wird die Zeit knapp. 

Die einfachste Lösung wäre, diese privat hochzufahren, doch niemand hat Zeit.

 

Am Donnerstag seh ich nur noch einen Weg, über unsere ehemalige Firma.

Eine erste Antwort ist schon mal positiv. Wir leiten alles in die Wege, müssen aber bis Montag warten.

 

Es sollten aber noch ganz andere Probleme dazu kommen...

 

Ob wir diese lösen können, erfährst du im Oktober