30. März 2026
Um 16:15 Uhr stehen wir am Schalter des deutschen Zolls. Die Beamtin? Null Interesse an unserem T1 🙈👉 „Gehen Sie mal rüber zur Schweiz.“ Also brav rüber zum CH-Zoll 🇨🇭. Dort hebt man die Arme 🤷♂️: „Ohne Stempel? Ohne Laufzettel? Geht gar nix!“
Also zurück zum deutschen Zoll. Dort bekommen wir immerhin den Laufzettel 📄 – aber das T1 abstempeln? Nööö.
Was folgt: ein Zoll-Pingpong 🏓
→ Deutschland
→ Schweiz
→ Deutschland
→ Schweiz
… insgesamt vier Runden, und ein persönliches Gespräch zwischen den beiden Beamt:in.
Irgendwann meint die deutsche Beamtin: „Gehen Sie doch mal ins Zollhaus gegenüber, gleich dort bei der Schranke,"
Wir düsen rüber. Wieder ein freundliches, aber bestimmtes NEIN von der deutschen Seite. Sie zeigt auf ihren CH-Kollegen im Büro gegenüber 🇨🇭. Und siehe da: ein verständnisvoller Zöllner 🙏 Er scannt den QR-Code 📱und knallt endlich den erlösenden Stempel aufs T1-Formular. Uff… geschafft! 🥴
Daniella in Zeebrugge wird aufatmen, müsste sie doch sonst die 9400 € bezahlen.🤣
Wir gehen zurück zur CH-Einfuhr. Inzwischen hat sich eine schöne Warteschlange gebildet 🐌🐌🐌
Während Bruno wartet, spurte ich los zur LSVA-Zahlung. Natürlich… nächstes Problem. Paraguay? Existiert in der App nicht. Ich frage einen Zöllner. Wir tüfteln gemeinsam. Mein (Brunos) Vorschlag: „Nehmen wir doch einfach ein anderes Land, Hauptsache wir haben bezahlt.“ Er denkt das Gleiche. Also… kreative Zoll-Lösung.
Gesagt, getan – ich löse die LSVA für 7 Tage, das ist das Minimum das zu lösen ist. Meiner KK werden 25 CHF abgezogen.
Zurück zu Bruno…Hier sind die Türen inzwischen geschlossen – es ist nach 17 Uhr. Feierabend 😅
Ich warte im PeMo 🚐… Gegen halb sechs kommt mein lieber Mann zurück ❤️
Sein Fazit: „Nicht nur in Chile gibt es Hohlpfosten!“ Aber hey – Ende gut, alles gut: Unser Pepamobil ist wieder offiziell auf Schweizer Strassen unterwegs 🇨🇭🚐✨
Das Ganze - nur für dieses eine Blatt Papier, bez. für den Stempel!
Zeebrugge/Belgien, 25. März 2026
🚛 Zollabfertigung unseres Pepamobils
Unser Pepamobil nach 13 Jahren wieder nach Europa einzuführen, bedurfte vorab einiger Abklärungen 📄. Zumal es nicht vorgesehen ist, dass ein LKW mit paraguayischer Autonummer hier herumfährt. Normalerweise erledigen wir den Zoll in Europa immer selbst – meist interessiert sich ohnehin niemand für uns. Diesmal haben wir jedoch auf einen Zollagenten zurückgegriffen, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausstellte ✅.
Das Fahrzeug war 29 Tage unterwegs ⛴️ und – oh Wunder – eine Woche früher im Hafen von Zeebrügge, da das Schiff von England kommend nicht wie geplant nach Bremerhaven, sondern zuerst nach Zeebrügge anlief.
Da die nötigen Papiere aus Veracruz, insbesondere das Bill of Lading (BL), noch nicht beim Agenten waren, entstand zunächst etwas Hektik 📞. Die Nachfrage beim Agenten in Mexiko ergab, dass die Rechnung der Reederei verspätet ausgestellt worden war. Diese traf an einem Freitag in Veracruz ein, war aber zu spät zum Bezahlen. Montag und Dienstag war ein Feiertag, sodass die Rechnung erst am Mittwoch beglichen werden konnte.
Danach wurde das BL wieder nach Mexiko und nicht zum Agenten in Zeebrügge geschickt. Mit der mir zugestellten Kopie konnte der Agent jedoch nichts anfangen. Also mussten am Montagmorgen mehrere Telefonate zwischen Mexiko und Belgien geführt werden 📲, bis – oh Wunder – das Dokument am Dienstag gegen Mittag eintraf.
Gut für uns: Wir waren bereits am Montagabend in Brüssel und wollten am Dienstag unser Auto abholen 🚗. Noch am Dienstag teilte uns der Agent jedoch mit, dass das Fahrzeug ohne BL nicht freigegeben werden könne, und wir sollten uns daher nicht beeilen, sondern noch etwas die Gegend erkunden – was wir mit einem ausgiebigen Stadtrundgang in Brügge erledigten 🏘️.
Mit dem Zug von Brügge nach Zeebrügge dauert es nur knapp 30 Minuten 🚆, doch vom Bahnhof zum Agenten benötigten wir über 1½ Stunden. Abgelegen, kein Bus, kein Taxi oder Uber – wir standen in der belgischen Pampa 🌬️. Ein eisiger Wind wehte, und wir trugen Kleidung, die für mindestens 20 °C Wärme ausgelegt war 🥶.
Wir liefen zur nächsten Tankstelle ⛽, und die freundliche Bedienung rief uns ein Taxi. Es gibt tatsächlich nur ein einziges Taxi in Zeebrügge – schon die Fahrt damit allein lohnt einen Besuch 🚕. Renate wird sicher mehr dazu schreiben; bei mir würde das zu lange ausufern 😉.
Wir wurden zum Agenten gebracht, der sich als Agentin herausstellte und krank zu Hause im Bett lag 🤒. Kein Problem, ich hatte ja eine eSIM-Karte und konnte daher problemlos mit Daniella (2 l sind korrekt) die ganze Geschichte klären. Das BL war soweit klar, die Agenturkosten bezahlt 💸, jetzt musste ich nur noch 9.400 € einzahlen, und wir konnten mit unserem Auto wegfahren.
Der deutsche Zoll stellte sich jedoch quer und verlangte eine Kaution ⚠️, damit wir bei der Durchfahrt in Deutschland das Fahrzeug nicht verkaufen könnten. Das Problem entstand, weil ich die Einfuhr in die Schweiz ohne Agenten durchführen wollte. Normalerweise übernimmt der Agent die Kaution – kein Agent, keine Kaution, kein Auto.
Daniella hätte mich dies zuvor informieren können, nicht erst, nachdem wir bereits vor Ort standen 😅. Da mir nicht klar war, wo das Problem lag, versuchte ich nochmals alles durchzusprechen. Vielleicht hatte sie aufgrund ihrer schweren Krankheit etwas falsch verstanden. Zwar hatte sie die Information schriftlich von mir erhalten, aber eine Grippe kann ja auch die Wahrnehmung trüben 🤧.
Wie sich herausstellte, hatte sie einfach die Hälfte weggelassen: dass wir in Paraguay gelebt haben und das Fahrzeug dort auf unseren Namen zugelassen war usw. Vorsorglich hatte ich die nötigen Papiere vom Schweizer Zoll im Internet ausgedruckt und ausgefüllt 📝, die ich ihr nun vorlegen konnte. Der nette Büroangestellte kopierte diese und sendete sie an die schwerkranke Daniella. Sie wiederum leitete das Formular an den deutschen Zoll weiter, der zustimmte und auf die Kaution verzichtete. Wir erhielten die Freigabe 🎉 und konnten unser Auto noch am selben Tag aus dem Hafen holen.
Natürlich brauchten wir wieder unser Taxi, da der Hafen sehr groß ist. Die gleiche freundliche Martina wie beim ersten Mal holte uns ab 🚖.
Am Hafen musste zuerst der Pass eingelesen werden, um eine Nummer zu erhalten 🪪. Mit dieser Nummer gingen wir ins Gebäude zu einem anderen Schalter, der uns den benötigten Schalter nannte – bei uns Schalter 6. Sobald wir aufgerufen wurden, reichte ich alle Papiere vom Agenten ein, erhielt ein weiteres Dokument zum Ausfüllen und danach ging es zur Sicherheitskontrolle, wo ich mit Warnweste ausgestattet wurde 🦺. Danach zurück zu Schalter 6, wo ich meine Papiere, den Zugangscode für die Schranken und einen Plan erhielt, wo mein Auto stand. Auf meine Frage, ob ich dorthin laufen dürfe, wurde mir ein Hafentaxi gerufen, das mich zum LKW brachte.
Im Pepamobil fuhr ich zurück zum Hauptgebäude, stellte den Wagen auf dem Parkplatz ab, ging wieder durch die Kontrollschranke und das Gebäude, zu Schalter 6, gab die Papiere ab, zur Security, gab die Warnweste ab, zurück zu Schalter 6, erhielt den Code für die Parkplatzschranke und durfte schließlich den Hafen verlassen 🚛💨. Alles ganz einfach und für jeden nachvollziehbar 😉.
Kurz zusammengefasst:
Alles einfach – ob es auch so reibungslos klappt, werden wir in einigen Tagen sehen 🤞.