Einreise Panama – 17. Juli 2015
Grenzort: Paso Canoas / Pazifikküste

Migration / Pass
Man hat persönlich am Schalter zu erscheinen, da ein Foto gemacht wird.
Der Stempel enthält keine Angabe zur Aufenthaltsdauer, was wir erst später bemerkten.
Wir wussten also nicht, wie lange wir offiziell bleiben durften.

Als Nächstes muss eine Versicherung in einem der beiden Büros abgeschlossen werden.
Kosten: 15 USD für 1 Monat.
Diese Versicherung ist obligatorisch und erfolgt vor dem Zoll.

Wichtig:
Der Schalter der Aduana (Zoll – Fahrzeugdokumente) ist zwischen
14:00 und 15:00 Uhr geschlossen.

Panama hat eine Stunde Zeitverschiebung zu Costa Rica (eine Stunde mehr).
Ebenfalls beachten.

Aduana / Zoll
Für die Einfuhr des Fahrzeugs benötigt man:

  • Kopie der Versicherung

  • Kopie des Passes

  • Kopie des Fahrzeugausweises

Unbedingt erwähnen, dass man mit dem Schiff wieder ausreist.

 

Wir erhalten eine temporäre Bewilligung für 1 Monat:

 

 

REPÚBLICA DE PANAMÁ

AUTORIDAD NACIONAL DE ADUANAS

FORMULARIO DE CONTROL VEHICULAR

VEHÍCULO EXTRANJERO - ENTRADA / SALIDA

 

 

 

 

 

 

Anschließend erfolgt eine Kontrolle des Fahrzeugs durch einen Zollbeamten, der die Dokumente abstempelt.

Senasa kam wegen Lola (Hund).
Sie wollten die Einfuhrbewilligung sehen, die wir nicht hatten.
Wir gaben Impfausweis und Veterinärdokumente aus Costa Rica ab.
Keine Gebühren. Kühlschrank / Alkohol interessierte ebenfalls nicht.

Weiter geht es zu MIDA direkt an der Zollschranke.
Kosten 8 USD.
Man erhält ein Dokument mit vier Stempeln und drei Unterschriften.
Bei der Durchfahrt durch die Schleuse kommt lediglich etwas blaue Luft – keine echte Desinfektion.

Etwa 1 km danach eine erste Polizeikontrolle, jedoch rein aus Neugier; die Papiere waren zweitrangig.

Gesamtdauer: ca. 3 Stunden, da die Mitarbeiterin der Aduana erst nach 15 Uhr erschien.
Nach weiteren 40 Minuten vermeldete sie zudem einen Computerabsturz.

Trotzdem war dies der einfachste Zoll in ganz Zentralamerika.
Wenn alle Beteiligten anwesend sind, läuft alles sehr unkompliziert.
Der Zoll ist klein, alle Schalter innerhalb von 50 m erreichbar und gut beschriftet.

Lediglich laut durch LKW-Verkehr, plus aufdringliche “Helfer”. 


 

 

Ausreise Panama

Um Panama mit dem Schiff verlassen zu können, braucht es eine Bewilligung: das D.I.J.

Dieses Dokument wird von der Policía Nacional ausgestellt.
Dazu muss der Fahrzeughalter mit Kopien von Pass und Fahrzeugausweis sowie dem Fahrzeug selbst zwischen 8 Uhr und spätestens 9 Uhr auf dem Hof der Policía Nacional zur Kontrolle erscheinen.
Wer zu spät erscheint, muss bis zum nächsten Tag warten.

Hier werden die Papiere mit dem Fahrzeug abgeglichen, insbesondere Chassisnummer und Motornummer.
Dauer: normalerweise nur wenige Minuten.

 

GPS: N08.57995 W079.32701

 

 

Policia Nacional, hinter dem Gebäude wo die Autos stehen in den Hof fahren, auch wenn es mehr wie ein Autofriedhof aussieht.

 

 

Das D.I.J. wird erst nach 14 Uhr bei einer anderen Behörde ausgestellt. Diese befindet sich gegenüber der Policía Nacional.

GPS: N08.57947 W079.32719

Am Empfang muss ein Ausweis hinterlegt werden, danach bei der Information anmelden. Alles Weitere läuft automatisch.

Wichtig: Alle Dokumente des Fahrzeugs und des Halters müssen in Kopie vorliegen; die Originale werden nur zur Kontrolle benötigt.

Anschließend wird das D.I.J. ausgestellt.
Dauer: ca. 1,5 bis 2 Stunden.

Dieses Dokument ist 8 Tage gültig, und ohne dieses Papier ist eine Ausreise per Schiff nicht möglich.

 

Eingang zur Behörde wo ab 14 Uhr das D.I.J. abgeholt werden kann 

 

 

Ausreise mit Frachtschiff <Bruno & Pepamobil>
und Flug <Renate & Lola>

Durch die Annullierung unserer gebuchten San-Blas-Fähre verlief alles etwas chaotisch und musste innerhalb eines Tages organisiert werden.

Wir befanden uns bereits in Colón, da die Fähre am nächsten Tag auslaufen sollte.

Also:

Noch von Colón aus schickten wir eine Mail an Jessica mit der Anfrage, wann das nächste RoRo-Frachtschiff nach Cartagena fährt.
Fünf Minuten später kam die Antwort: am 6. August. Passt. Anschließend fahren wir zurück nach Panama City, direkt zum Internationalen Flughafen Tocumen, um für mich und Lola einen Platz im Flugzeug für Mittwoch zu buchen. (Für große Fahrzeuge gibt es dort keine Parkmöglichkeiten. Wir stellten uns einfach beim Eingang hin.)

Geschlagene drei Stunden stand ich am Schalter, da niemand wusste, wie das mit einem Hund funktioniert. Erst als eine Lady (in Rot), alle anderen waren in Blau, zufällig vorbeikam und nachfragte, kam Bewegung in die Sache. Nach zehn Minuten hatte ich einen Platz und Lola eine Reservation.

 

Bruno erhielt in der Zwischenzeit die Meldung, dass ein Platz für unseren Truck reserviert sei. Das passte, und wir mussten das D.I.J. nicht erneut machen. Auch Lolas Ausfuhrbewilligung war noch gültig.

 

Auf der Webseite von Paws on Tour ist genau beschrieben, wie die Ausfuhr eines Hundes von Panama nach Cartagena abläuft. Also fuhren wir am nächsten Morgen direkt zu Copa Cargo, da wir noch keine Ausreisepapiere für den Luftweg hatten.

Der junge Mann am Schalter hatte keine Ahnung, aber erneut rettete eine freundliche Lady die Situation.

Nach drei Stunden waren alle Dokumente, Fotos, Kopien, E-Mails und geschätzte 100 Unterschriften erledigt. Die Rechnung war bezahlt, die Transportbox gekauft, gemessen und gewogen. Lola wurde mit und ohne Box fotografiert und die Bilder an die DIAN geschickt. So sollte ich morgen nur noch zurückkommen und Lola abgeben können.

Problem Renate und Lola: gelöst.

Bleibt das Problem: Bruno und das Pepamobil.

Wir fuhren nun ins Büro der SC-Line im Finanzquartier Panamas. Unterwegs kamen wir an einer Banco General vorbei, wo wir die 2.650 USD für die Verschiffung einbezahlen mussten. Keine fünf Minuten und das Geld war überwiesen. Jetzt staunte ich wirklich. Danach musste Bruno nur noch das „Bill of Lading“ bei Jessica abholen. Auch das klappte.

Um 13 Uhr saßen wir im Pepamobil und konnten es kaum glauben: Alles war erledigt.


 

Abgabe des Pepamobils im Hafen von Colón (Manzanillo)

Hier die Schritte zur Abgabe des Fahrzeugs:

Bei der Buchung muss eine Inventarliste des Fahrzeugs erstellt werden. Diese ist auf dem Bill of Lading vermerkt. Wer ohne Inventarliste erscheint, wird zurückgeschickt. Da das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt im Hafen steht, bedeutet das einen Fußmarsch von ca. 3 km in voller Sonne. Nicht zu empfehlen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Bill of Lading zu erhalten:

  1. Bill of Lading per Mail von SC-Line:
    Dieses muss beim Agenten am Manzanillo International Terminal abgestempelt und unterschrieben werden. Am besten gleich 3 Kopien ausdrucken lassen.
    Adresse: Manzanillo International Terminal, Local B-4 Nivel 200, Building C
    GPS: N09.36373° W079.88045°

  2. Bill of Lading bereits in Panama City abgeholt:
    Dann direkt zum Zoll fahren.
    GPS: N09.34654° W079.87907°
    Wagen rechts der Straße parken, nicht durchs Tor fahren.

Beim Zoll 3 Sätze aller Dokumente abgeben: Fahrzeugschein, Pass, Ausfuhrgenehmigung, temporäre Einfuhr und Bill of Lading. Originale ggf. vorzeigen. Dokumente werden abgestempelt, unterschrieben und das Fahrzeug aus dem Pass ausgetragen.

Danach zurück zum Internationalen Terminal (gleicher Parkplatz).
Bei den Schaltern für Fahrzeugexport Papiere abgeben → weitere Stempel erhalten.

Dann zu den Hafengebühren:
Hafengebühr: 70 USD
Es werden zwei Quittungen ausgestellt (MIT).

Fahrzeugabgabe:
GPS: N09.36687° W079.87892°
Nicht zum Terminal fahren. Fahrzeug rechts parken, zu Fuß durch die kleine Öffnung im Zaun, beim Security Ausweis hinterlegen (nicht den Pass). Danach weiter zum blau-weißen Container und Dokumente abgeben. Bewilligung zur Einfahrt in den Hafen erhalten.

Alle weiteren Personen müssen jetzt aussteigen und bei Security warten.
Das Fahrzeug wird in den Hafen gefahren und geparkt.

Es folgt die Kontrolle: außen, innen, Staufächer, Schubladen, Kühlschrank und ggf. Dachboxen. Alles wird dokumentiert. Anschließend Drogenhund-Kontrolle.

Am Ende erhält man den Kontrollbericht in zweifacher Ausführung.
Zeitaufwand insgesamt ca. 4 Stunden.


Als Passagier auf demselben Schiff meldet man sich später wieder beim Agenten, der den Einschiffungstermin vorgibt. Einige Stunden vor Abfahrt erfolgt die Migration (Ausreisestempel) und die Kontrolle des Handgepäcks. Danach geht es mit dem Hafenbus zum Schiff und in die Kabine.

 

 

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