PERU 

 

TEIL II

 

24. bis 31. Dezember 2015

 

 

 Wir wollen in den Huascán Nationalpark. Laut GPS 32 km, also easy!

 Denkste, die Gravelroad war so etwas von löchrig und

 holprig wir schafften nur 18 Kilometer.

 Da heute ja Heiligabend ist, und ich die Nase voll von dem Gerüttel habe,

beschließen wir uns auf einen Fußballplatz zu stellen.

 Heute wird wohl keiner Fußballspielen wollen, zumal es wieder anfängt zu regnen.

So machen wir es uns gemütlich und feiern nach Furer-Art diesen Abend!

 

 

Wieder die ganze Nacht Regen. Wieder Sonne am Morgen!

 

Die letzten 14 km bis zum Parkeingang schaffen wir in etwas mehr als einer Stunde!

Eintrittspreise: Tageskarte 20 Sol, ab da gibt es eine Karte welche

21 Tage, dafür für die ganze Region gilt.

Preis: 65 Soles pro Person. Wir nehmen die für 65 Soles und fahren in den Park.

 

Wir staunen nicht schlecht als sich die "Bergkulisse" durch den Nebel

vor uns hoch in den Himmel richtet.

 


 

Im Rückspiegel diese tolle Landschaft!

 


 

An der Laguna Okonocha schlagen wir unsere Zelte auf!

Regen fast den ganzen Tag.

 


 

25. Dezember 2015

 

Draußen Temperaturen um 11 Grad, drinnen 22 Grad.

Ein "klumpen" Fondue aus Ecuador

dies unser Weihnachtsmenü, nicht gerade das was sich ein

Schweizer unter einem "moitier-moitier" vorstellt. 😞😞

 

       Dafür schmeckt unser Frühstück super lecker.


 

 

Erst am Sonntag den 27.12. sehen wir wieder blauen Himmel.

Lola weckt uns vor sechs Uhr früh.

 Sofort stehen wir auf, frühstücken ziehen die Wanderschuhe an

und machen uns auf den Weg zur Laguna 69.

 Unser Navi zeigt 8 km, ein Weg!

 

 

Nach zweieinhalb Stunden stehen wir vor dem letzten, steilen Anstieg. Ich beschließe mit Lola

hier zu warten und Bruno geht alleine hoch.

 Der Aufstieg hat es "In sich". Brunos Waden müssen leiden! Zu allem Pech

sind dann die Berge auch noch alle im Nebel.

 

 

Um vierzehn Uhr sind wir wieder zu Hause und da Bruno seine

Waden spürt, bekommt er, nach der Dusche, eine feine Massage!

 

Gegen sechzehn Uhr kommen die Peruaner!

Natürlich weckt unser Wagen immer wieder die Neugierde.

Fragen werden gestellt und viele Fotos gemacht.

 


 

Nach vier Tagen – im (fast) Dauerregen packen wir zusammen

und fahren die 30 km -übelste Piste- in drei Stunden hinunter.

 

 

In Yungaran, welches 1970 von einem Erdbeben verschüttet wurde und

unter einer Lawine - von gigantischem Ausmass- welche durch das Erdbeben

ausgelöst wurde, besuchen wir den Friedhof.

Oben auf einem Hügel sind die Gräber übereinander in einem grossen Kreis terrassenförmig angeordnet. 

 Eine Beerdigung ist in vollem Gang. Diskret mache ich einige Bilder.

 

 

In Huaraz, eine Stadt ebenfalls durch das Erdbeben dem Boden gleichgemacht, versuchen wir einzukaufen.

Auf dem Mercado Central, finden wir etwas Gemüse und Salat, auf das Fleisch oder

Fisch welches ungekühlt verkauft wird (und meine Geschmacksnerven doch reichlich beanspruchen)

verzichte ich, es wird eben ein Silvestermenü ohne dies.

 

20 km außerhalb finden wir auf einer großen Kiesbank im Fluß  Rio Santa einen Platz für die Nacht.

 


 

 

- Chavin de Huantar -

 

ein weiters MUSS, laut Reiseführer,

 Nun denn...   

 Von den 70 km sind die ersten 39 geteert, in der Ferne zeigen

sich Regenwolken am Himmel.

 

 

Wir überholen zwei Radfahrer, halten und quatschen.

Polen, seit zwei Jahren im Sattel rund um die Welt!

 

 

Nach dem Tunnel regnet es und die Straße ist in einem erbärmlichen Zustand.

 

 


 

Wieso er hier steht, wissen wir nach 10 Minuten!

 

 

- Chavin de Huantar -

 

Der Ruinenkomplex in Form einer Tempelburg gilt als ältestes Steinbauwerk Perus.

Der Name Chavin bedeutet „Zentrum“ so liegen denn die Ruinen

in der Mitte zwischen Amazonas und Küste!

 


 

Tello-Obelisk

 

Nach den Ruinen gehen wir die 2,6 km zu Fuß zum Museum,

doch dieses ist wegen „Umbau“ geschlossen.

 

 Wir fahren (leider) die gleiche Strecke zurück, da uns eine Weiterfahrt,

nach dem vielen Regen, nicht als sicher erscheint.

 Wieder auf der PE-3N biegen wir nach einigen Kilometer wieder ab in den

 - Huascarán Nationalpark -

 

 Hier, in dieser Punalandschaft wachsen die einmaligen

 

    -  Puya raimondii -

 

 das größte Ananasgewächs = Bromeliaceae

 Die Puyas fangen erst ab dem 40 Altersjahr an zu blühen.

Sie blühen nur einmal in ihrem bis zu 100 jährigem Leben.

Einzigartig ihr Blütenstiel mit 6’000 bis 10'000 Blüten,

welche zwischen Mai und Oktober blühen.

Samen 6 bis 12 Millionen von 4 mm Durchmesser.

Nur eine kleine Anzahl dieser Samen erfüllt alle Bedingungen

um sich zu reproduzieren.

Die Bestäubung übernimmt der Grünkopf-Andenkolobrie.

 

Links eine blühende Puya, rechts eine bereits verwelkte.
Links eine blühende Puya, rechts eine bereits verwelkte.

Nicht sehr hoch?

 

                    Oh doch, 10 bis 15 Meter!

 


 

Und absolut faszinierend!

 

Wir haben großes Glück denn es stehen einige Exemplare in der Blühte!

Ich frage den Ranger  wieso um diese Jahreszeit Puyas blühen.

 Wir werden aufgeklärt! Vor drei Jahren gab es ein großes „Buschfeuer“

 zusammen mit der Erderwärmung gäbe es - seit diesem Jahr - das Phänomen,

dass die Pflanzen ganzjährlich blühen.

 

Puya's blühe nach erst 40 Jahren und nur einmal in ihrem Leben. 

 

Und so sieht der "Puya-Friedhof" aus!

 


 

 

31. Dezember 2015

 

 Weil es hier im Park so schön ruhig ist und wir uns in angenehmer

 einzigartiger Gesellschaft befinden, hängen wir einen Tag an

 (auch wenn es wieder regnet) und verbringen Silvesterhier im Nationalpark.

 

 Es hat fast keine anderen Menschen und wir geniessen den

Tag mit wandern und fotografieren.

 Einsam und ruhig lassen wir das ereignisvolle 2015 ausklingen.

 

 

 

Greyerzer Käse

Gesponsert von
Schwester Rita


 

Prost Neujahr!

Wir feiern nach Schweizer-Zeit

so kommen wir früher ins Bett!

 

 

 

 In diesem Sinne:

 Ein gutes und gesundes neues Jahr.

 

 

Weiter geht es im...

 

 2016