Costa Rica

 

20. Juni bis 16. Juli 2015

 

Detaillierte Infos zur Grenzabfertigung findest du hier

 

und für Hunde hier

 

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Nach der doch etwas mühseligen Einreise, fahren wir nur kurze 16 km bis zu den

Schweizer Agi und Guido, welche auf 67 ha das "kleine" Paradies

 

- Finca Cabañas Castilla -

 

erschaffen haben.

 

Wir bleiben zwei Tage auf der Finca, sehen ein Krokodil, Spider Monkeys

und ein junges Faultier, welches Agi aufzieht, da es anscheinend seine Mami

verloren hat und machen kurze Wanderungen.

 

 

Es regnet wieder die ganze Nacht und so ziehen wir weiter in den

 

- Parque National Rincon de la Vieja -

 

 

Lola darf nicht mit auf die kurze Wanderung, wir lassen sie im Wagen.

Sie muss sowieso endlich lernen alleine zu bleiben. Sie macht immer noch einen 

Höllenterror wenn sie alleine bleiben muss.

 

Die Wanderung geht 3 km durch den Dschungel, durch einen Fluss, über eine Hängebrücke, vorbei an riesigen Wurzelstöcken, einem Wasserfall,

 Rauchlöchern (Fumarolas), Vulcancito (kleiner Vulkan) und Schlammlöcher.

 

Nach gut 1 ½ Stunden sind wir zurück und unsere Hütte steht noch.

Erstens: auf dem Parkplatz wegen dem Wind, welcher wirklich heftig weht,

und zweitens: Innen muss nicht neu restauriert werden, Lola schien brav gewesen zu sein.

 

 

Wir sitzen im Wagen und werden so richtig durchgeschüttelt. Es ist sehr lange her,

dass wir so heftigen Wind hatten und... Black Fliese, draussen sitzen unmöglich!

 

Nachts um 1:30 h dislozieren wir hinter das Restaurant, viel bringt es nicht.

Wir schlafen keine zwei Stunden.

 

Übermüdet starten wir Richtung Pazifik-Küste.

Unterwegs halten wir bei einem Deutschen Bäcker, kaufen: Gipfeli, (Croissent)

Schwarzwäldertorte (nicht wirklich empfehlenswert auch wenn man Entzugserscheinungen hat)

und gutes Sauerteig-Toastbrot.

 

 

In Villareal halten wir bei einem Veterinaria und fragen nach,

für einer Sterilisation bei

Lola. Kostenvoranschlag:  90 USD !!!!!! Montag kommt sie unters Messer.

 

So suchen wir also einen Platz wo wir bis Montag stehen können. Die Tierärztin schlägt die

Playa Langosta vor. Wir erreichen die Beach und finden, einen noch öffentlichen

Strandabschnitt, stellen uns hin und fangen an zu schwitzen. 36 Grad

 am Schatten. Im Wagen 34°C.

 

- Playa Langosta -

 

Nach drei sehr heissen Nächten werfe ich das Handbuch und möchte nur noch weg.

Wir hinterlassen dem Tierarzt eine Nachricht und düsen an die Laguna de Arenal,welche eigentlich ein Stausee ist.

In Nuevo Arenal stellen wir uns ans Ufer und schauen dem Regen zu welcher hier aus Kübeln gegossen wird.

Die Temperaturen sind bei 27 Grad. 

 

 

Montag geht es weiter. Die heftigen Regenfälle der letzten Tage hinterlassen überall ihre Spuren.

 Muren-Niedergänge, Bäume über den Strassen und gesperrte Strassen.

 

Bei der 

 

- Pequeña Helvecia -

 

stellen wir uns auf den Parkplatz und werden tatsächlich auf Schweizerdeutsch empfangen.

Leider ist Franz, der Gründer der "kleinen Schweiz" letzten Oktober an einem Herzinfarkt gestorben.

Seine Frau und sein Sohn führen aber das Hotel und die "Schmalspurbahn" zum Drehrestaurant hoch,

weiter. Wir müssen zu Fuss hoch laufen, da die Bahn heute nicht fährt. Das Wetter ist weiterhin

regnerisch und von der schönen Umgebung sieht man nicht viel. Abends gönnen wir uns ein

leckeres "Cordon bleu" und trinken feinen "Kirsch".

 

 

Die kleine Kapelle hat es uns speziell angetan. Das Glockenspiel kommt aus der Schweiz.

Jede Viertelstunden läutet die Glocke und um sieben Uhr gibt es ein Glockenspiel.

 

 

Auf kurviger Strecke geht unsere Fahrt dem Lago entlang weiter . Es regnet immer noch,

die Sicht ist gleich null, die Strasse durch das Gebirge gesperrt. Wir müssen über die

Hauptverbindung. Im Regen fahren wir in San José bis zur Shopping Mall Multiplaza

wo wir den Apple Store aufsuchen. Mein Rechner wird getestet: Grafikkarte defekt,

auf Garantie wird diese ausgetauscht, in 10 Tagen sollte er fertig sein! Wir sind gespannt.

 

Was machen wir in den 10, vermutlich eher 14 Tagen?

 

Wir beschließen die beiden  Vulkane Poas und Irazu zu besuchen.

"Der Krater Poas, liegt im Nebel" erklärt uns der "Tico", so nennen sich die

Costa-Ricaner, "es hat keinen Sinn, dass sie die 30 $ Eintritt bezahlen." 

Wir bedanken uns und fahren wieder hinunter nach Sarchi,

berühmt durch seine bemalten Ochsenkarren. Wir hatten eigentlich gehofft,

den Leuten bei der Arbeit zuzuschauen, doch ausser einigen Ausstellungsstücken

war weit und breit keine Fabrik mehr zu sehen.

 


Weiter geht es zum Vulkan Irazu

 

Wir müssen durch die Hauptstadt Costa Ricas

 

- San José -

 

wann sind wir da? genau, um die Mittagszeit.

 

 

Wir erreichen den Eingang, des

 

- Vulkan Irazu -

 

auf stolzen 3300 m.ü.M. gegen 15 Uhr. Der Park schliesst um 15:30 Uhr.

So verbringen wir die Nacht gleich unterhalb an der Lagune.

Die Nacht wird mit 11 Grad eine richtige Erfrischung.

Jede einzelne Körperzelle hat dies genossen. 

 

 

Der Morgennebel lichtet sich erst gegen neun Uhr. 

Wieder schmuggeln wir Lola in einen Nationalpark.

Sie bleibt im Wagen während wir uns den Vulkankrater anschauen.

 

 

Der Vulkan Irazu ist bekannt wegen seinem giftgrünen See. Ist jedoch sein Nachbar, der Vulkan Turrialba aktiv, entzieht dieser dem Irazu sein Wasser und der Krater bleibt trocken.

 

 

Keine 3/4 Stunde war der Himmel offen, dann fing es wieder an zu regnen. Wir verziehen uns in unsere

Hütte und warten ab. Erst kurz nach halb zwei Uhr wieder einige Sonnenstrahlen.

Im 2 Gang kriechen wir hoch zum höchsten Punkt auf 3432 m, was sich nicht wirklich gelohnt hat,

da alles verhangen ist.  Nach zehn Minuten ziehen wieder Wolken über den Krater und

wieder setzt Regen ein.

 

 

Ich habe schon den ganzen Tag leichte Kopfschmerzen, so beschliessen wir 

in tieferen Lagen die Nacht zu verbringen. Kurvig geht es die 30 km Kilometer wieder

hinunter und hätten fast dieses Prachtexemplar überfahren...

 

 

...durchqueren typisch costa-ricanische Städte und Dörfer ...

 


 

Ob er wohl die vielen Leitungen beschützt?

 

zu unserem nächstes Ziel:


 -Valle de Orosi -

 

 

Per email haben wir uns bei Franziska und Fredy angemeldet.

Die beiden Schweizer leben seit 9 Jahren in Costa Rica und seit

5 Jahren haben sie sich ihren Traum, ein eigenes Haus, mit einigen

Unterkünften plus Stellplatz für Reisende verwirklicht. 

Franziska betreibt zudem eine Bäckerei und Fredy bietet

Motorrad-Touren an.

 



 

Bruno hat Zeit und entfernt wieder einmal die Kratzer

und bringt die Hütte zum glänzen!

 


 

8. Juli 2015

 

Jeden Tag öffnet der Himmel seine Schleusen und giesst Wasserfälle vom Himmel.

Dabei sagt man uns immer wieder: "Die Regenzeit fängt erst in zwei Wochen an."

Wie das dann hier wohl aussehen wird? 

 

10. Juli 2015

 

Mein Mac ist abholbereit. Wir verabschieden uns von Fränzi, Fredy und Beat.

Bruno geht das Tor öffnen und beim zurückkommen sieht er, das etwas mit dem 

 Stossdämpfer hinten nicht stimmt. Er schaut nach und findet eine gebrochene Schraube.

Also wieder Blaumann anziehen und ausbauen. Das Teil erweist sich als sehr  hartnäckig 

und Bruno braucht über eine Stunde um die Schraube auszubohren!

Sollte in Cartago problemlos zu finden sein, meint Beat.

 

Bruno baut ein -Provisorium- und wir fahren bis Cartago.

Er findet Schrauben, aber alles in amerikanischen Zoll, also nicht perfekt.

Er improvisiert so dass wir fahren können. In der Zwischenzeit marschiere ich zu Dr. Garro wo ich

für happige 70 $ das Senasa-Dokument, welches Lola für die Einreise nach Panama

benötigt abhole, anschliessend geht's im Feierabendverkehr und

strömendem Regen nach San José zur Multiplaza Mall.

Der Techniker bei Apple überreicht mir mein "Baby" ich unterschreibe einen Wisch

und ab geht es nach Hause die Kiste muss jetzt getestet werden!

 

 

Sicht in San José gleich null!

 

Am Strassenrad in Cartago wechselt Bruno die

defekte Schraube!

 

Mein Computer scheint wieder so zu laufen wie ein Mac es tun sollte. 

Aber mal nicht zu laut verschreien. Abwarten und weiterfahren!

 

Die Fahrt geht über den -Paso de la Muerte-, mit 3320 m.ü.M. der höchste Pass

der Panamericana! Wir halten aber 10 km vor der Passhöhe beim

 

- Mirador de los Quetzales -

 

Laut dem Chico von der Rezeption kommen die Vögel am früh Morgen 

aber bei dem Wetter würde man sie eher nicht sehen. Wir beschliessen dennoch

hier zu übernachten, man weiss ja nie! 

Um sechs Uhr am nächsten Morgen, schauen wir durch das Fenster und warten

und warten und warten... kein Quetzal. Regen und Nebel ist alles was wir

zu sehen bekommen und später ein Plakat wie der -Nationalvogel Guatemalas-

aussehen würde. 

 

 

Über den Paso de la Muerte durch den sogenannten -kalten Regenwald-

welcher seinem Namen alle Ehre macht.

 


 

Tolle Leistung der beiden Radfahrer, Regen, Kälte,

Wind nichts kann sie abhalten...

 


 

...und das auf 3300 Meter über Meer

 

Es ist Regenzeit okay, aber hört der den NIE auf? Seit wir die Küste in Langosta

verlassen haben, vor genau 14 Tage, sehen wir heute, wieder an der Küste aber

-Luftline 250 km südlicher- und mit etwas tieferen Temperaturen zum ersten Mal etwas Sonne.

Aber jeder sagt uns: "Ab 16 Uhr regnet es wieder."

 

Der Regen hatte Verspätung erst um 16:45 Uhr öffnete der Himmel seine Schleusen!

 


 

Der Küste entlang geht es weiter. Palmöl-Plantagen begleiten uns

wieder über viele Kilometer. Die 

 

- Halbinsel Osa -

 

unser nächstes Ziel. Bei Einheimischen fragen wir, welches den die schönste Playa sei.

Unisono: Playa Blanca, welche wir denn auch ansteuern. Und wirklich

ein schönes Fleckchen Erde.

 

 

Und Bruno geniesst 35 Grad warmes, ekelhaftes Wasser!!!!!

 

 

Nachts werden wir von Motorenlärm geweckt. Kein gutes Zeichen,

wenn Räder durchdrehen, Gas gegeben wird, wieder durchdrehen, weiter Gas gegeben wird! 

Werden wir aus den Betten geholt? uff...Nein!

Am Morgen sieht das dann so aus.

 

 

 

Und endlich, die ersten Aras

 

Eigentlich wollten wir bis zum Nationalpark Corcovado. Da die Strasse

aber immer wie Löcheriger wurde,

drehen wir nach 7 km wieder um und verbringen die Nacht an der Playa Canaza.

 

 

Schlafplatz an der

Playa Canaza.

Hinter uns im Baum:

Aras!

 

Einen letzten Halt legen wir bei der österreichischen Tropenstation ein, wo wir

eine kurze Wanderung durch den Regenwald machen.

 



 

 

Von der Mutter verlassen worden.

Jetzt vier Monate alter Papagei.

 

Langsam müssen wir uns um die Verschiffung nach Kolumbien kümmern.

San Blas Ferry hat ein Datum am 4. August. Würde uns passen.

Grosser Vorteil: Wir -und Lola- können mitfahren!

 

So heisst dann unsere allgemeine Richtung: Grenze Panama!