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Mittwoch 01. September 2021

Heute ziehen wir uns etwas Kultur rein und besuchen das Heimatmuseum und das Naturhistorische Museum.

Wie die Mennoniten im Chaco landeten. Ihr Glaube hat seine Wurzeln in der Wiedertäuferbewegung des 16. Jahrhunderts in Europa. Die Trennung von der damals allein gültigen Kirche zog eine grausame Verfolgung nach sich, welche die Mennoniten dazu bewog nach Preußen und später nach Russland auszuwandern. In Russland war es die bolschewistische Revolution, die die Religionsfreiheit und das Privateigentum untersagte und die Mennoniten zur Auswanderung bewegte. Auf der Suche nach einer neuen Heimat wählten sie Paraguay, wo sie im Jahre 1930, in dem noch unberührten, heissen Chaco, die Kolonie Fernheim gründeten. Viele sprechen Plattdeutsch und sind oft schwer zu verstehen.

 

Gegen Mittag fahren wir zur Laguna Capitán. Im Chaco überwintern viele Zugvögel darunter Flamingos. Schon unterwegs hat es einige kleinere Lagunen und Wasserstellen. Wir sehen sogar zwei Kaimane. Doch sowohl Kaimane wie Vögel tauchen, oder fliegen weg sobald wir anhalten und fotografieren wollen.

 

Sogar eine Herde Nandus rennt vor uns davon.

 

Bei sengender Hitze erreichen wir das Campamiento. Das erste was wir sehen ein "Hundeverbot"! Das ist für uns neu. Noch nie sahen wir das hier in Paraguay. Dann ist das Eingangstor abgeschlossen, keiner da. Wegen zu geschlossen, oder so. Wir essen eine Kleinigkeit, als bei Jan ein Pickup anhält. Wir erfahren, dass wir uns hätten anmelden müssen und Hunde ein no-go sei. Okay, dann eben nicht, also zurück ins Florida.

 

Laguna Capitan

 

Wir verbringen eine zweite tropische Nacht auf dem Parkplatz vom Florida, das Quecksilber fällt nicht unter 31 Grad. Dank Klimaanlage ist es für uns aber kein Problem. Marita hingegen erlebte ihre erste wirklich, unangenehme, heisse Nacht. 

 

Für uns ist der Chaco definitiv viel zu heiss, 42 Grad sind nichts für uns. Nach 9 Tagen verabschieden wir uns von Marita und Jan und nehmen die Rückfahrt nach Asunción unter die Räder. Es rollt gut und pünktlich zum Sonnenuntergang überqueren wir die Brücke über den Rio Paraguay.

 

In Asunción wie immer ein Chaos im Feierabendverkehr. Bruno nimmt's locker "ich fahre einfach mit", so seine Devise, und Lola beobachtet das Geschehen von meinem Schoss aus. 

 

Genau richtig zum Feierabend-Bier trudeln wir im Westfalenhaus ein. Gönnen uns ein Chopp-Bier und einen grossen Salatteller, dann gehts auf einen Spaziergang mit Lola, dann ab ins Bett.

 

Wenn wir schon in Asunción  sind ist für mich das Fitnesscenter Pflicht. Gleich um die nächste Ecke befindet sich ein erstklassiges.

 

Tja, dann geht's wieder zurück nach La Colmena, wo wir auf den Sammelcontainer, und das öffnen der Grenzen warten. Vom Container wissen wir, dass zwei in Independencia angekommen sind (ob Ware von uns darin ist wissen wir nicht) und dass einer immer noch in Buenos Aires feststeckt. Zu Tausende stehen die Container in der Warteschlange im Hafen von Buenos Aires und warten auf einen Platz auf einem Frachtschiff. Der extrem tiefe Pegelstand der Flüsse erlaubt nur noch Eindrittel Fracht, was auch die Frachtkosten in die Höhe schnellen ließ, was sich wiederum auf die Konsumgüter auswirkt. Alles wird teurer in Paraguay. Aber natürlich immer noch viel billiger als in der Schweiz. Von den Deutschen hört man aber schon die ersten Klagen; dies ist billiger, das ist günstiger in Deutschland! 

 

Von den Grenzen verhalten gute News, die leisen Töne werden immer lauter. Falls Argentinien wirklich am 1. Oktober seine Grenzen öffnen sollte, würde das für uns endlich die Ausreise aus Paraguay bedeuten. (wenn denn bis dahin unsere Ware angekommen ist) Flucht von der Hitze und den ...

 

 

...bescheuerten Typen die hier wohnen. Dieses Foto geht gerade durch die Medien Paraguays!

 

06. September 2021

Ab heute gilt wieder der Präsenzunterricht in den Schulen. Hier weiss wirklich nicht was einer sagt und der andere tut. Dafür wollen jetzt die Lehrer streiken, sie wollen mehr Lohn.  

 

07. September 2021

Was tut Mann wenn er Zeit hat und nicht weiss was machen? Jawohl, er kümmert sich um das Fahrzeug. Gestern wurde es abgekärchert und einer Kontrolle unterzogen. Meistens findet man natürlich etwas. So auch gestern. Die hinteren Federlager sind auf einer Seite abgenützt. Sofort wird "Speedy" kontaktiert ob welche für den MAN an Lager seien. Nein, nur für Mercedes. Okay, dann in Asunción nachfragen. Von dort noch keine Antwort. Was tut Mann, wenn's ihn unter den Fingernägeln juckt? jawohl er kriecht unter den Lkw und fängt an zu schrauben. Das Thermometer zeigt 35 Grad an! (steigend) Wieso kann Mann nicht zwei Tage warten, denn da sinkt die Temperatur auf 20 Grad? Weil es mit  dem Wind gerade angenehm ist und Mann es einfach durchziehen muss. Bruno will die Federlager einfach nur mal schnell umdrehen. Wer schon einmal die Federlager bei einem Lkw selber ausgebaut hat, weiss was für eine Arbeit das ist. 

 

Na ja, was soll's Lola und ich bleiben drin, denn dank Klimaanlage ist es hier gerade richtig angenehm.

 

Nachmittags große Aufregung im Tranquilo. Desma ist weg. Weder im Wald noch auf dem Grundstück ist das Pferd zu sehen. Schnell wird klar, sie ist ausgebüxt. Jemand hat  das Haupttor offen gelassen, was für die clevere Desma natürlich eine Einladung ist, gibt es doch ausserhalb abwechslungsreicheres Futter als hier auf der Weide. Per Auto ging's auf die Suche. Die Distanz wird immer größer. Endlich eine positive Antwort; ja hier sei vor einiger Zeit ein Pferd alleine durchgelaufen. Ab jetzt kann die Spur verfolgt werden, irgendjemand hat sie immer gesehen. Nach 20 km wird man fündig. Desma frisst gemütlich auf einer eingezäunter Weide. Etwas irritierend war, dass sie kein Halfter um hatte. Charles geht den Hausherrn fragen; ja, das Pferde hätte ihm seine Nachbarin gebracht er wüsste von nichts! Aha, und das Halfter? Ja, da hätte er auch keine Ahnung die Nachbarin hätte ja das Pferd gebracht. Nun denn, ein Arbeiter von Charles sattelt Desma und reitet sie die 20 km zurück. Bei notabene 36 Grad im Schatten. Im Tranquilo wird sie abgeduscht bekommt einen Eimer voll Hafer und wird auf ihre Koppel gebracht. Ende gut, alles gut. 

 

08. September 2021

Ein Temperatursturz von18 Grad erfasst ganz Paraguay begleitet von Regen und diesigem Wetter. Chillen ist angesagt.

 

Aus Independencia kommt die Meldung, dass ein Teil unserer Ware in den Containern welche in Independencia angekommen sind abholbereit ist.  Wir sind etwas verwirrt, dachten wir doch der Container mit unserer Ware stehe noch in Buenos Aires. Nun, auch gut, dann geht's nächste Woche nach Independencia.

 

Corona-Pandemie in der Schweiz.

In vielen Länder fehlt der Impfstoff, nicht so in der Schweiz, doch sie nutzen ihn nicht. Die Intensivstationen  sind wieder überlastet. Der Bundesrat verschärft die Ausweitung der Zertifikatspflicht. Die Schweiz leistet sich eine Wohlstandspandemie. Man geht lieber ins Spital, denn die Krankenkasse bezahlt ja, anstatt sich impfen zu lassen.

Während; Dänemark, Großbritannien und die Niederlande die Corona-Beschränkungen aufheben.

 

Paraguay

Temperatur heute Morgen 11 Grad! Lief gestern unsere Klimaanlage voll durch, nehmen wir heute unsere Heizung in Betrieb. 

 

 So düsen wir denn am Donnerstag kurz nach acht los, Richtung Osten. Die Liste ist lang. Villarrica: Lkw-Versicherung erneuern, Neopren-Stoff suchen. Independencia: Konten bei Carlos Pfannl annullieren, Geld von Pfanndl auf die Bank bringen (ein überweisen ist nicht möglich)  Respuesto, Federlager kaufen, Ware aus Deutschland abholen, Gemüse/Früchte (Marktfrau) Almacen 50. Geplant waren zwei Tage, aber hallo, schon um fünfzehn Uhr sind wir wieder in La Colmena. 

 

10. September 2021

Wenn Material aus der Heimat kommt, ist das immer wie Weihnachten, auch wenn's mitten im Jahr ist. Denn, wir wissen nicht welcher Karton geliefert wurde. Auch Jan hat Material bestellt. Nirgends sonst in Südamerika kann man so einfach und Zoll-günstig importieren wie in Paraguay.  Jan sass wie auf Nadeln und regte sich dann tierisch auf, weil nur ein Teil seiner Bestellung angekommen ist. Das wichtigste, das Getriebe für seinen Sprinter ist im Container, welcher noch in B. A. steht.

Für uns gab's neue Pfannen und Bettwäsche

 

Für Jan die Ersatzfenster und Stoff für die Sitzbank.

 

Wie wir gestern beim Lunch sassen, geht auf einmal die Wasserpumpe an. Lange Gesichter! Wo läuft Wasser? Kurzer Check, alles abgestellt. Komisch! Einige Minuten später lädt die Druckpumpe erneut Wasser. Hoppla, das ist gar nicht gut. Zusammen schauen wir ob es irgendwo Wasser hat. Wir finden nichts. So stellen wir denn den Hauptschalter aus, Bruno wird zuhause nachschauen. Was er dann auch tat. Jetzt wird er fündig. Durch das Fahren wurde das Wasser hin und her gerollt. Beim Hauswasserwerk tropft es. Mist! Er stellt eine Tupperware darunter, "ich repariere es morgen", meinte er. Doch aus dem kleinen Loch fließt zuviel Wasser, er muss sich ans Ausbauen machen. Die Gardenapumpe haben wir im 2006 eingebaut und sie hat über 350'000 km auf dem Buckel und damals 98 Euro gekostet. Wir finden das eine starke Leistung. Fündig wird Bruno schnell. Der "Druckbeutel" har drei kleine Löcher, vermutlich von den Vibrationen beim Pisten fahren, dadurch ist das Wasser in die äussere Wanne gelaufen und hat dort bei der Naht gerostet. Bruno verklebt die Löchlein mit Velo-Flickzeug, lässt es über Nacht trocknen, schmiert den Drucktank mit Silikon ein und baut die Pumpe wieder zusammen. Um zehn hatten wir wieder Wasser! Hoffen wir, dass sie hält bis die  Ersatzpumpe da ist. Im Internet ist diese schnell gefunden, wir müssen sie aber in Asunción abholen.

Ein weiterer Vorteil von 220V. Eine Pumpe in 24 Volt wäre nicht so leicht zu ersetzen.

 

Die Pflaumensaison hat wieder begonnen. Also ist Kuchen backen angesagt und wenn der Backofen schon heiss ist, die wöchentliche Brotration gleich mit.

 

Da ja das Ganze auf die Hüfte schlägt wird täglich gefitet. Im Wechsel; Walking oder Krafttraining.

 

Sonntag, wie immer La Grande Bouffe im Tranquilo. Heute gibt's Tartare à la mode de Charles.

 

Schlechtes Wetter, ich versuche mal Senf selber zu machen. Gar nicht mal so schlecht.

 

15. September 2021

 

Zwölf Grad auf dem Thermometer und ein kalter Wind, 

heute definitiv Mütze und Handschuh-Wetter.

 

Seit Bruno die Wasserpumpe repariert hat, hat das Wasser, welches nicht durch den Filter fließt, einen Geschmack. Wir vermuten, dass das Silikon durch die Wand ins Wasser gelangt ist. Der Geruch ist schrecklich, also wieder ausbauen und waschen.

 

Wenn Mann schon die Arbeiterklamotten angezogen hat, kann man ja auch gleich die neuen Federlager einbauen. Obwohl es noch nicht die Originale sind. Diese bekommen wir nur in Deutschland und kommen erst in etwa einem Monat. Rainer wird sie uns mitbringen. Diese hier haben einen etwas kleineren Durchmesser, aber sind immer noch besser als das was Bruno auswechselt. 

 

17. Oktober 2021

 

Kunstlinsen implantieren hat gerade Hochkonjunktur. Auch Jan hat sich von unserer Euphorie anstecken lassen. Auch er kann ab sofort den Piloten-Schein machen. Genial. Einäugig zwar vorerst, aber das zweite kommt auch noch.

 

18. September 2021

Marita und Jan treffen im Tranquillo ein. Morgen gibt's ja was zum Feiern.

 

 

19.  September 2021

 

 

Happy Birthday Bruno

 

Wir staunen nicht schlecht als wir morgens aus dem Fenster schauen. Luftballone! Mitten in der Nacht haben diese Marita und Jan montiert. Tolle Überraschung. Gemütlich frühstücken wir mit einem Berner-Zopf und der Hitparade die aus dem Schweizerradio klingt. 

 

Gegen zehn gibt's eine weitere Überraschung von den beiden. Ein T-Shirt für seine morgendlichen Laufrunden 2 Flaschen Sekt und ein super Gedicht!

 

Es knackt, wenn ich mich bücke,

es knackt wenn ich steh und

was mich dabei wundert:

Mir tut es nirgends weh!

Es knackt, wenn ich mich recke, 

es knackt selbst wenn ich lieg.

Doch darum liebe Leute

ich keinen Trübsinn krieg.

Das kann nur eines heissen,

ganz ohne Hintersinn:

Dass ich in meinem Alter noch richtig knackig bin!

 

Um zehn wird der Grill eingefeuert und gegen Mittag knallt die erste Champus-Flasche. Wir stossen an auf Brunos 68 Jahre und auf unseren siebenunddreißigsten Hochzeitstag an.

 

Dann wir aufgetischt: Asado, Kartoffelsalat, Rosenkohl und ein feines Erdbeerglace zum Nachtisch. Alles bei fast 40 Grad.

 

Unsere Mägen sind voll, also legen wir uns alle eine Runde zur Siesta hin, denn es wartet Arbeit auf Jan und Marita und eine Pavlova-Torte zum Abschluss der Feier.

 

Jan hat ja Ersatzfenster bestellt und diese sollten nun ausgetauscht werden. Bei der Hitze ein Genuss! Geht aber ziemlich zackig und nur beim Ersatzrahmen von der Dachluke im Badezimmer musste angepasst werden. 

 

Zum Abschluss des Tages gibt's eine Pavlova,  eine Torte aus Menringue mit einem Rahmüberzug und frischen Früchten. Mann, ist das lecker!

 

20. September 2021

Wir müssen nach Asunción, Jan und Marita nach Independencia. Ihr Sprinter macht seit Jahren ein Geräusch, welches keiner lokalisieren kann. Wir schicken ihn zu unserem Mechaniker Egon, der wird's schon richten. Wir wollen Reifen wechseln. Seit Monaten sind wir vergebens auf der Suchen nach Kumho Reifen. Weder Chile noch Paraguay hat unsere Grösse. Schade, jetzt müssen wir auf Hankook wechseln. Wenn sie nur halb so gut sind wie die Kumho werden wir damit wohl zurecht kommen. (Wir finden die Kumho schlagen die Michelin um Längen) Obwohl wir einen Termin haben, sind die Reifen nicht da, diese müssen zuerst in der Stadt geholt werden. Der Jefe entschuldigt sich, sie hätten eben keinen Platz für so grosse Teile. Eine Stunde später  werden sie geliefert und die Männer legen los! Einmal mehr, alles Handarbeit!

 

Wir müssen unseren Truck genau so reinfahren, dass er zwischen zwei Solarpaneele zu stehen kommt, ansonsten der Wagen nicht angehoben werden kann, so knapp ist die Einfahrt.

 

Während wir auf die Reifen warten, nimmt Bruno ein Taxi und düst zum 8 km entfernten Laden, welche Hauswasserwerkpumpen haben sollen. Sie hatten! Gegen dreizehn Uhr sind die Reifen aufgezogen, Auswuchten gibt es nicht, und wir nehmen bei 40 Grad die Rückfahrt unter die neuen Räder. Es rollt gut, ist viel weicher.

 

Die Luft ist wieder geschwängert von Rauch. Das (verbotene) Abbrennen der Felder ist wieder in vollem Gange. Der Himmel hat seine blaue Farbe verloren, die Hügel sieht man nur im Dunst.

 

 

 

21. September 2021

In der Nacht Stromausfall und es setzt ein heftiger Wind ein. Die Temperatur fällt um 22 Grad. Die morgendliche Laufrunde ist dementsprechend angenehm kühl und macht Spaß. "Eigentlich könnten wir doch unseren Windgenerator montieren", sage ich zu Bruno, der bringt bestimmt etwas Strom in unsere Batterien. Gesagt getan! Heftiger Regen setzt ein, schon wieder müssen wir chillen!

 

Nach dem Frühstück montiert Bruno die neue Pumpe. Ein mini Teil, im Vergleich zur Gardena, aber sie funktioniert. Hoffentlich bekommen wir den "Gummi-Gestank" noch aus den Leitungen.

 

Bruno ist nicht glücklich mit der  neuen Pumpe. Der Stromverbrauch beim einschalten schnellt ins Rote, gar nicht gut für die Nerven von Bruno. 

 

Yippiiiiiiii...

 

Argentinien öffnet seine Grenzen!!!!

Ab dem 1. November dürfen Touristen wieder nach Argentinien einreisen!

 

Endlich!!!!

 

"Was wünschst du dir zum Geburtstag?" fragte ich Bruno einige Tage vorher. "Dass die Grenzen wieder offen sind" seine Antwort.

Heute nun diese Meldung in den Medien. Mit Auflagen zwar aber immerhin. 

 

22. September 2021

Immer wie mehr Infos sickern durch die Medien. So soll es möglich sein, dass Touristen aus den angrenzenden Nachbarländern schon ab dem 1. Oktober einreisen dürfen. Würde für uns bedeuten, freie Fahrt ab dem 1. Oktober, wie cool wäre das denn?! Und wir können Reisepläne schmieden. Wohin darf's den als erstes gehen? Eine Einschränkung haben wir. Wir brauchen neue Pässe. Der Schweizerbotschafter kommt aber nicht vor November (wenn er den kommt, denn er sitzt ja in Buenos Aires) nach Asunción. Also müssen wir dorthin. Will heissen, unsere Reise startet dann in Buenos Aires. Da Chile zz. noch kompliziert ist, werden wir vermutlich Richtung Westen fahren und dann südwärts, der Kälte entgegen. 

 

23. September 2021

Aus Independencia kommen sehr gute News. Egon hat den Geräusch-Übeltäter gefunden, bei Huber neu beschichten lassen und wieder eingebaut. Indi ist sein Geräusch los welches ihn seit 2016 begleitet. Paraguay ist wohl ein Drittweltland, aber für einige Dinge sind sie hier, Dank den deutschen Kolonisten, spitze. 

 

Wir sitzen beim Abendessen als sich ein heftiges Gewitter in unsere Richtung vorwärts schiebt. Blitze erhellen den Nachthimmel und lauter Donner hallt durch die Nacht. Ein herrliches Spektakel. 

 

24. September 2021

Der Platzregen hat die Luft gesäubert, strahlend blauer Himmel bei unserer morgendlichen Laufrunde. Aber leider werden in der Ferne schon wieder die ersten Felder abgebrannt. Gegen Mittag ist der Himmel  rauchgeschwängert und die "Berge" fast nicht mehr zu erkennen.

 

 

Asunción: Der Pegelabfall des Rio Paraguay überrascht weiter die Experten. Gestern wies das Gewässer ein Niveau von -0,59 Meter im Bereich des Hafens von Asunción auf, was laut dem Bericht der Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH) einen neuen Rekord darstellt.  

Seit 1904 wird der Flusspegel aufgezeichnet. Dies ist der niedrigste Wert seit 118 Jahren.  Von nun an werden die Werte kritisch, die Schiffbarkeit ist stark beeinträchtigt. Wenn das Wasser sinkt, desto teurer wird der Transport, da die Beladung der Schiffe immer mehr abnimmt“.