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30. März 2026

 

Um 16:15 Uhr stehen wir  am Schalter des deutschen Zolls. Die Beamtin? Null Interesse an unserem T1 🙈👉 „Gehen Sie mal rüber zur Schweiz.“ Also brav rüber zum CH-Zoll 🇨🇭. Dort hebt man die Arme 🤷‍♂️: „Ohne Stempel? Ohne Laufzettel? Geht gar nix!“

 

Also zurück zum deutschen Zoll. Dort bekommen wir immerhin den Laufzettel 📄 – aber das T1 abstempeln? Nööö.

Was folgt: ein Zoll-Pingpong 🏓

→ Deutschland

→ Schweiz

→ Deutschland

→ Schweiz

… insgesamt vier Runden, und ein persönliches Gespräch zwischen den beiden Beamt:in.

 

Irgendwann meint die deutsche Beamtin: „Gehen Sie doch mal ins Zollhaus gegenüber, gleich dort bei der Schranke,"

Wir düsen rüber.  Wieder ein freundliches, aber bestimmtes NEIN von der deutschen Seite.  Sie zeigt auf ihren CH-Kollegen im Büro gegenüber 🇨🇭. Und siehe da: ein verständnisvoller Zöllner 🙏 Er scannt den QR-Code 📱und knallt endlich den erlösenden Stempel aufs T1-Formular.  Uff… geschafft! 🥴

Daniella in Zeebrugge wird aufatmen, müsste sie doch sonst die 9400 € bezahlen.🤣

 

Wir gehen zurück  zur CH-Einfuhr. Inzwischen hat sich eine schöne Warteschlange gebildet 🐌🐌🐌

 

Während Bruno wartet, spurte ich los zur LSVA-Zahlung. Natürlich… nächstes Problem. Paraguay? Existiert in der App nicht. Ich frage einen Zöllner. Wir tüfteln gemeinsam. Mein (Brunos) Vorschlag: „Nehmen wir doch einfach ein anderes Land, Hauptsache wir haben bezahlt.“ Er denkt das Gleiche. Also… kreative Zoll-Lösung.

Gesagt, getan – ich löse die  LSVA für 7 Tage, das ist das Minimum das zu lösen ist. Meiner KK werden 25 CHF abgezogen.

 

Zurück zu Bruno…Hier sind die Türen inzwischen geschlossen – es ist nach 17 Uhr. Feierabend 😅

 

Ich warte im PeMo 🚐… Gegen halb sechs kommt mein lieber Mann zurück ❤️

Sein Fazit: „Nicht nur in Chile gibt es Hohlpfosten!“ Aber hey – Ende gut, alles gut: Unser Pepamobil ist wieder offiziell auf Schweizer Strassen unterwegs 🇨🇭🚐✨

 

Das Ganze - nur für dieses eine Blatt Papier, bez. für den Stempel!

 

 

Zeebrugge/Belgien, 25. März 2026 

 

🚛 Zollabfertigung unseres Pepamobils

Unser Pepamobil nach 13 Jahren wieder nach Europa einzuführen, bedurfte vorab einiger Abklärungen 📄. Zumal es nicht vorgesehen ist, dass ein LKW mit paraguayischer Autonummer hier herumfährt. Normalerweise erledigen wir den Zoll in Europa immer selbst – meist interessiert sich ohnehin niemand für uns. Diesmal haben wir jedoch auf einen Zollagenten zurückgegriffen, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausstellte ✅.

Das Fahrzeug war 29 Tage unterwegs ⛴️ und – oh Wunder – eine Woche früher im Hafen von Zeebrügge, da das Schiff von England kommend nicht wie geplant nach Bremerhaven, sondern zuerst nach Zeebrügge anlief.

Da die nötigen Papiere aus Veracruz, insbesondere das Bill of Lading (BL), noch nicht beim Agenten waren, entstand zunächst etwas Hektik 📞. Die Nachfrage beim Agenten in Mexiko ergab, dass die Rechnung der Reederei verspätet ausgestellt worden war. Diese traf an einem Freitag in Veracruz ein, war aber zu spät zum Bezahlen. Montag und Dienstag war ein Feiertag, sodass die Rechnung erst am Mittwoch beglichen werden konnte.

Danach wurde das BL wieder nach Mexiko und nicht zum Agenten in Zeebrügge geschickt. Mit der mir zugestellten Kopie konnte der Agent jedoch nichts anfangen. Also mussten am Montagmorgen mehrere Telefonate zwischen Mexiko und Belgien geführt werden 📲, bis – oh Wunder – das Dokument am Dienstag gegen Mittag eintraf.

Gut für uns: Wir waren bereits am Montagabend in Brüssel und wollten am Dienstag unser Auto abholen 🚗. Noch am Dienstag teilte uns der Agent jedoch mit, dass das Fahrzeug ohne BL nicht freigegeben werden könne, und wir sollten uns daher nicht beeilen, sondern noch etwas die Gegend erkunden – was wir mit einem ausgiebigen Stadtrundgang in Brügge erledigten 🏘️.

Mit dem Zug von Brügge nach Zeebrügge dauert es nur knapp 30 Minuten 🚆, doch vom Bahnhof zum Agenten benötigten wir über 1½ Stunden. Abgelegen, kein Bus, kein Taxi oder Uber – wir standen in der belgischen Pampa 🌬️. Ein eisiger Wind wehte, und wir trugen Kleidung, die für mindestens 20 °C Wärme ausgelegt war 🥶.

Wir liefen zur nächsten Tankstelle ⛽, und die freundliche Bedienung rief uns ein Taxi. Es gibt tatsächlich nur ein einziges Taxi in Zeebrügge – schon die Fahrt damit allein lohnt einen Besuch 🚕. Renate wird sicher mehr dazu schreiben; bei mir würde das zu lange ausufern 😉.

Wir wurden zum Agenten gebracht, der sich als Agentin herausstellte und krank zu Hause im Bett lag 🤒. Kein Problem, ich hatte ja eine eSIM-Karte und konnte daher problemlos mit Daniella (2 l sind korrekt) die ganze Geschichte klären. Das BL war soweit klar, die Agenturkosten bezahlt 💸, jetzt musste ich nur noch 9.400 € einzahlen, und wir konnten mit unserem Auto wegfahren.

Der deutsche Zoll stellte sich jedoch quer und verlangte eine Kaution ⚠️, damit wir bei der Durchfahrt in Deutschland das Fahrzeug nicht verkaufen könnten. Das Problem entstand, weil ich die Einfuhr in die Schweiz ohne Agenten durchführen wollte. Normalerweise übernimmt der Agent die Kaution – kein Agent, keine Kaution, kein Auto.

Daniella hätte mich dies zuvor informieren können, nicht erst, nachdem wir bereits vor Ort standen 😅. Da mir nicht klar war, wo das Problem lag, versuchte ich nochmals alles durchzusprechen. Vielleicht hatte sie aufgrund ihrer schweren Krankheit etwas falsch verstanden. Zwar hatte sie die Information schriftlich von mir erhalten, aber eine Grippe kann ja auch die Wahrnehmung trüben 🤧.

Wie sich herausstellte, hatte sie einfach die Hälfte weggelassen: dass wir in Paraguay gelebt haben und das Fahrzeug dort auf unseren Namen zugelassen war usw. Vorsorglich hatte ich die nötigen Papiere vom Schweizer Zoll im Internet ausgedruckt und ausgefüllt 📝, die ich ihr nun vorlegen konnte. Der nette Büroangestellte kopierte diese und sendete sie an die schwerkranke Daniella. Sie wiederum leitete das Formular an den deutschen Zoll weiter, der zustimmte und auf die Kaution verzichtete. Wir erhielten die Freigabe 🎉 und konnten unser Auto noch am selben Tag aus dem Hafen holen.

Natürlich brauchten wir wieder unser Taxi, da der Hafen sehr groß ist. Die gleiche freundliche Martina wie beim ersten Mal holte uns ab 🚖.

Am Hafen musste zuerst der Pass eingelesen werden, um eine Nummer zu erhalten 🪪. Mit dieser Nummer gingen wir ins Gebäude zu einem anderen Schalter, der uns den benötigten Schalter nannte – bei uns Schalter 6. Sobald wir aufgerufen wurden, reichte ich alle Papiere vom Agenten ein, erhielt ein weiteres Dokument zum Ausfüllen und danach ging es zur Sicherheitskontrolle, wo ich mit Warnweste ausgestattet wurde 🦺. Danach zurück zu Schalter 6, wo ich meine Papiere, den Zugangscode für die Schranken und einen Plan erhielt, wo mein Auto stand. Auf meine Frage, ob ich dorthin laufen dürfe, wurde mir ein Hafentaxi gerufen, das mich zum LKW brachte.

Im Pepamobil fuhr ich zurück zum Hauptgebäude, stellte den Wagen auf dem Parkplatz ab, ging wieder durch die Kontrollschranke und das Gebäude, zu Schalter 6, gab die Papiere ab, zur Security, gab die Warnweste ab, zurück zu Schalter 6, erhielt den Code für die Parkplatzschranke und durfte schließlich den Hafen verlassen 🚛💨. Alles ganz einfach und für jeden nachvollziehbar 😉.

Kurz zusammengefasst:

  • Versicherung über Tourinsur Hamburg 📄
  • T1-Formular beim Zoll beantragen
  • Antrag „Zollanmeldung Umzugsgut“ für die Schweiz
  • Nachweis der Einwohnergemeinde erforderlich
  • Zollfreie Einfuhr mit paraguayischer Zulassung 🇵🇾
  • 3 Monate Zeit für MFK und Umschreibung 🇨🇭

 

Alles einfach – ob es auch so reibungslos klappt, werden wir in einigen Tagen sehen 🤞.

 

 

 

 

🚢 Verschiffung Cartagena – Veracruz 🇨🇴➡️🇲🇽

 

Wer von Kolumbien nach Veracruz verschiffen will, kann’s locker angehen 😎.

Drei Möglichkeiten bieten sich an:
👉 Ein lokaler Agent in Cartagena,
👉 Seabridge oder ein gleichwertiger Anbieter aus Deutschland (da gibt’s einige im Netz),
👉 oder man organisiert alles selbst.

 

Wir entscheiden uns für Ana Rodriguez 🇨🇴 und kontaktieren sie per WhatsApp 💬.
Schon nach kurzer Zeit haben wir eine Offerte  4.700 $ - und schicken ihr die nötigen Dokumente.
Ab jetzt läuft alles super – Ana organisiert alles perfekt .
Die Unterlagen werden per WhatsApp zur Unterschrift geschickt ✍️, der Agent in Veracruz 🇲🇽 wird informiert – für uns heißt es nur noch: warten auf den Termin ⏳.

 

🏗️ Abgabe im Hafen von Cartagena

Die Abgabe verschiebt sich um ein paar Tage, das Schiff ⛴️ hat Verspätung.
Aber am Montag, 11.11.2025, darf ich das Fahrzeug in den Hafen fahren, um die Zollkontrolle durchzuführen.

Hier merkt man: Ein Agent ist wirklich hilfreich 🙌 – man muss mehrere Büros aufsuchen, Papiere abstempeln lassen, vieles ist für uns kaum nachvollziehbar. Das Fahrzeug wird gewogen ⚖️, dann geht’s durch den Scanner – erste Drogenkontrolle.

Danach darf ich es auf den Parkplatz fahren, wo es zwei Tage bleibt.
Zündschlüssel bleibt im Schloss 🔑, alles andere ist verschlossen. Keine Schlüssel für die Kabine.

Wir warten 30 Minuten auf den Zollbeamten, der das Fahrzeug innen kontrollieren soll – aber er taucht nicht auf. Also können wir gehen.

 

 

Wer dieses Prozedere gerne alleine, ohne Agenten, machen will, um etwas Geld zu sparen – kein Problem. Aber bei der Hitze und Feuchtigkeit hier stundenlang zwischen den Büros herumzulatschen – darauf habe ich keinen Bock mehr.

Zwei Stunden später sind wir schon wieder unterwegs nach Cartagena.
Wir haben Renate an der Tankstelle aufgegabelt, da ja nur der Halter des Fahrzeuges ins Hafengelände darf, sie musste dort warten.

 

Bei Ana Rodriguez bekommen wir den abgestempelten TIP 🧾, machen noch ein paar Fotos 📸 und fahren mit dem Taxi zurück ins Hotel 🏨.
Jetzt heißt es: Warten, bis das Schiff ankommt.

 

Wir werden dann – wieder per WhatsApp – zur Drogenkontrolle aufgeboten. Diese findet jeweils kurz vor dem Verladen des Fahrzeugs statt.

 

Zwei Tage später kommt die Nachricht 📱: Drogenkontrolle steht an!
Morgens um 7 Uhr werde ich von der Agentur abgeholt 🚐. Die Fahrt zum Hafen dauert fast eine Stunde.

 

Dort beginnt wieder das Prozedere, um überhaupt reinzukommen:
⚠️ Warnweste, lange Hose, feste Schuhe, langärmliges Hemd, Helm... das hilft zwar bei den Temperaturen wenig, ist aber Vorschrift. Bei der Hitze kein Vergnügen 🥵.

Zwei Kontrollen wie am Flughafen ✈️ – nichts darf rein oder raus. Wer also Angst hat, dass etwas gestohlen wird: im Hafen selbst ist das unmöglich 🔒Nach den Kontrollen werden wir mit dem Bus 🚍 weitergefahren (laufen ist verboten 🚫).
Schließlich erreichen wir den LKW, und ich beginne gleich, alle Staufächer auszuräumen.
Alles muss raus, normalerweise auch der Innenraum, aber der Agent meint: „Lass es drin, ich rede erst mit der Drogenkontrolle.“ 

 

Nach etwa 30 Minuten kommt der Beamte 👮‍♂️ und steigt direkt ins Fahrzeug – natürlich mit Schuhen 🥾. Zwei weitere Leute filmen alles mit dem Handy, sogar die Schmutzflecken auf dem Bettlaken 😬.
Ich darf draußen warten.

 

Die Boxen aus dem Stauraum werden geöffnet und kontrolliert. Dann will er noch, dass ich die Kabine kippe – er will den Motor sehen 🔧. Okay, damit ist er zufrieden und geht zum nächsten Fahrzeug.

 

Kurz darauf kommt der Drogenhund. Der feiert im Schlafzimmer etwas Party,🎉 kommt dann raus, kackt💩 neben das Fahrzeug – und weiter geht’s mit der Kontrolle. Auch nach mehrmaligem guten Zureden findet er nichts, und ich darf alles wieder einräumen.

 

30 Minuten später ist alles grob verstaut – in Veracruz muss ich sowieso wieder alles ausräumen, also mache ich kein Drama. Bei 35 °C und 90 % Luftfeuchtigkeit bin ich danach leicht geschafft 🥵🥵🥵 – ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. 😉

 

Alles wird verschlossen, und jede Tür oder Stauklappe bekommt ein Siegel. Nur die Fahrertür bleibt offen, und der Zündschlüssel bleibt im Schloss.
Wir gehen ins Büro der Drogenkontrolle. Dort werden die letzten Dokumente ausgestellt, die Schlüssel abgegeben, und wir können das Hafengelände verlassen.

Eine Stunde später sind wir wieder bei Ana, bezahlen Fracht und Agentin – alles wie vereinbart.
Wieder im Hotel müssen wir noch abwarten, ob das Schiff pünktlich in Cartagena eintrifft, bevor wir unseren Flug ✈️nach Mexiko antreten können.

 

 

 

14. November 2025

Wir landen in Mexico City. Wir brauchen das FMM Formular. 

🇲🇽 Das FMM (Forma Migratoria Múltiple) ist ein Einreise- und Aufenthaltsdokument

Dieses muss laut Agent online ausgefüllt werden. Also brauchen wir eine Internetverbindung. Starbucks ist dafür immer eine gute Anlaufstelle. Nach mehrmaligem, vergeblichem Eingeben aller Daten wird Bruno hässig. Ich versuche es – gleiches Ergebnis: Error!

 

Gestresst geht Bruno zum nächsten Polizisten; dieser verweist ihn zur Migration. Dort beruhigt man Bruno sofort: Es ist leider ein Fehler im System, man wisse Bescheid. Bruno händigt ihm die erforderlichen Informationen aus, und fünf Minuten später bekommt er das ausgedruckte Formular in die Hand gedrückt und kommt zurück.

 

18. November 2025

Um 15:50 müssen wir zu Karina, der mexikanischen Agentin, die für die Zollformalitäten im Hafen verantwortlich ist. Sie informiert uns, dass der Frachter wegen zu hohen Wellengangs schon in Cartagena lange warten musste und dass hier wohl dasselbe passieren würde, da ab Windstärken 40 km/h der Betrieb, also be-entladen der Containerschiffe eingestellt wird. (Unfallgefahr)

Wenn alles optimal läuft, wird unser Pepamobil am Freitag ausgeladen – Drogenkontrolle. Am Samstag, eventuell am Montag, folgt die Kontrolle der Lebensmittel. Die Papiere gehen an die Behörde. Wir müssen auf die Freigabe warten, die mit Glück am Freitagmorgen erfolgt, mit Pech erst am nächsten Montag.

 

Da wir stündlich abrufbereit sein müssen, fallen Ausflüge ins Wasser.

 

Inzwischen  haben wir Montag den 24. November 2025. Von unserem Hotel aus sahen wir die Brasilia Highway, am Freitag,  einlaufen. Seither warten wir auf das Aufgebot zu erscheinen. 

Gestern ist die Brasilia wieder abgedüst.

Gestern wieder ausgelaufen.

Von Adria bekommen wir dieses Foto.  Unsere Fahrzeuge sind „heil“ angekommen!

 24. November 2025

Bruno wird um 13 Uhr von Karina abgeholt 🚗💨. Ab ging’s zu BANJÉRCITO, wo das Permiso de Importación Temporal de Vehículos ausgestellt wird.

 

Bruno hatte etwas Bammel wegen unserer „nicht ganz perfekten“ Abmeldung vor 10 Jahren 😬… aber völlig unbegründet.

 

Karina händigte der Señora am Schalter  einen ganzen Papierstapel aus📑,  Bruno gab Pass & Fahrzeugschein dazu – und nach 10 Minuten kam schon das heiß begehrte 10-Jahres-Banjercito per WhatsApp und E-Mail 🎉📲. Listo!

 

26. November 2025

Es ist soweit...

 

Zollkontrolle in Veracruz

Den LKW in Veracruz aus dem Hafen zu holen ist nicht ganz schnell und vor allem nicht ganz einfach. 🚛⏳
Der Wagen wird am Freitag, vermutlich am Morgen ausgeladen und steht auf dem Hafengelände bereit. Der Zollagent wartet nun auf das Dokument, Bill of Loading, das bestätigt, dass die Fracht bezahlt wurde und von der Reederei freigegeben wurde. 📄✔️

Mit diesem Dokument müssen wir am Montag zur Banjercito (Banco Nacional del Ejército, Fuerza Aérea y Armada, S.N.C.) 🇲🇽💂‍♂️, dies ist die Bank vom Militär hier in Mexiko. Diese gibt uns den TIP für den LKW, dafür müssen alle Dokumente vorgelegt werden, was alles vom Agenten vorbereitet wurde. Ich muss hier nur noch den Pass, die Fahrzeugpapiere und natürlich die Kreditkarte vorlegen. 💳🛂
Das wird alles sorgfältig geprüft, verglichen, unterschrieben und, und, und. Danach erhalte ich ein Dokument, mit dem der Lastwagen 10 Jahre hier in Mexiko bleiben darf. 🎉

Erste Hürde ist überwunden. Alle Dokumente inkl. dieses Banjercito Dokuments werden nun dem Zoll zugestellt, der alles prüft und uns danach einen Termin zur Kontrolle mitteilt. Dies kann schon einmal 3 Tage dauern, bei uns, wir hatten Glück 🍀, kam der Termin schon am nächsten Tag.

Also mit dem nötigen Dokument, meine Daten wieso ich in den Hafen will usw., es wird ein QR Code ausgestellt 📱, werde ich am Dienstag um 10 Uhr 30 vor dem Hotel abgeholt und auf geht es in den Hafen. Am Eingang müssen wir aussteigen, das Auto wird kontrolliert, es muss leer sein, wir werden kontrolliert, der QR Code gescannt, mit dem Pass verglichen, ich muss Hut und Brille absetzen 🤠🕶️➡️🙂 und alles wird nochmals durchkontrolliert ob ich auch wirklich so aussehe wie auf dem Bild, danach dürfen wir in den Hafen fahren.

Auf dem Parkplatz angekommen, wo das Pepamobil auf die Kontrolle wartet, muss ich mich nochmals ausweisen, alles wird nochmals in ein Buch notiert 📚 und wir dürfen zum LKW laufen. Auto und Rucksack oder Taschen dürfen nicht mit rein. 🎒🚫

Am Auto muss ich warten, bis eine Zöllnerin, sie kontrolliert gerade ein anderes Auto, fertig ist. Vorher darf ich meinen Wagen nicht anfassen oder irgendwelche Türen öffnen. 🚫🚚

Als die Beamtin bei mir anfängt mit der Kontrolle, muss ich zuerst mit ihr den Wagen ablaufen und alle Siegel, die in Cartagena angebracht wurden, kontrollieren, ob alles noch okay ist. Alles wird per Handy aufgenommen. 📹 Danach erst muss ich alles öffnen und alles muss raus aus den Staukästen. Im Wagen selber darf ich bei der Kontrolle nicht dabei sein. Die Beamtin öffnet alle, aber auch alle Schränke und Schubladen und alles wird herausgenommen und untersucht. 🔍

Inzwischen räume ich draußen alles raus und muss alle Kisten öffnen. Gute 30 Minuten wird im Wagen alles untersucht, danach kommt sie raus und untersucht jede einzelne Kiste. Alles wird auch hier herausgenommen und natürlich nicht mehr fachlich korrekt wieder verstaut. 😅

Als ich dies machen will, werde ich angeschnauzt: „lass das so sein“, der Hund kommt gleich noch vorbei. 🐕‍🦺
Das ist jetzt einmal eine gute Nachricht, normalerweise dauert es mindestens einen Tag zwischen Zoll und Drogenkontrolle. Dafür nehme ich dieses Puff gerne in Kauf.

Der Hund wird herumgeführt, muss überall schnüffeln, findet aber nichts, da sind wir aber froh. 😮‍💨

Als ich einräumen will, werde ich wieder daran gehindert, der Hund muss noch belohnt werden. Also versteckt der Fahnder Drogen im Staukasten, was der Hund erschnüffeln soll. 💼🧪
Ich frage noch nach, wie viele kg es braucht, bis er anschlägt. „Wenn sie Hasch geraucht haben vor einigen Wochen, wird der Hund dies anzeigen“, lautet die Antwort. 😳

Da weder der Hund noch ich selber darüber informiert wurden, wo genau die Drogen platziert wurden, sind wir einmal gespannt. 👀

Der Hund wird wieder aus dem Fahnderfahrzeug geholt und um das Fahrzeug geführt.
Nichts, hab ich doch schon vorher, muss sich der gedacht haben und will wieder weg. 🐶🙄

Der Beamte macht nochmals einen Versuch, wieder nichts. Danach führt er ihn an die Kiste, wo die Drogen platziert wurden, der Hund reagiert nicht. Die Kiste wird geöffnet, der Hund reagiert nicht. Der Beamte nimmt einen Ball, jetzt reagiert der Hund und springt auf den Ball. 🎾😂
Ich erkundige mich ganz höflich, ob ich die Drogen behalten dürfe, was aber nicht gestattet wurde, und die Kontrolle ist vorbei und wir dürfen gehen.

Alles wird wieder verschlossen, nochmals gefilmt 📹🔒 und wir dürfen das Hafengelände wieder verlassen.
Natürlich wird am Ausgang wieder kontrolliert. Dokument, Pass, Hut und Brille ab – alles wie gehabt.

Etwas Action kam noch auf, als die anwesende Zollbeamtin wissen wollte, was ich im Hafengelände verloren hätte, ich dürfte da nicht rein. ⚡
Zollagent und die zwei anwesenden Hafenbeamten haben dann mehrere Minuten gebraucht, um sie zu überzeugen, dass ohne mich das Auto gar nicht hätte kontrolliert werden können. Nicht ganz überzeugt hat sie mich dann aber trotzdem aus dem Hafen gelassen.

Jetzt heißt es wieder warten, bis der Zoll das Fahrzeug freigibt, was wiederum ein bis zwei Tage dauern kann, danach nochmals mit dem Agenten in den Hafen und das Fahrzeug auslösen. ⏳

Wir hoffen jetzt natürlich auf Donnerstag, aber spätestens am Freitag dürften wir definitiv mit der Freigabe rechnen. Vom Abladen bis zur Freigabe wären dies dann 6 Tage. 🙏🚛

 

 

30. März 2026

 

Um 16:15 Uhr stehen wir  am Schalter des deutschen Zolls. Die Beamtin? Null Interesse an unserem T1 🙈👉 „Gehen Sie mal rüber zur Schweiz.“ Also brav rüber zum CH-Zoll 🇨🇭. Dort hebt man die Arme 🤷‍♂️: „Ohne Stempel? Ohne Laufzettel? Geht gar nix!“

 

Also zurück zum deutschen Zoll. Dort bekommen wir immerhin den Laufzettel 📄 – aber das T1 abstempeln? Nööö.

Was folgt: ein Zoll-Pingpong 🏓

→ Deutschland

→ Schweiz

→ Deutschland

→ Schweiz

… insgesamt vier Runden, und ein persönliches Gespräch zwischen den beiden Beamt:in.

 

Irgendwann meint die deutsche Beamtin: „Gehen Sie doch mal ins Zollhaus gegenüber, gleich dort bei der Schranke,"

Wir düsen rüber.  Wieder ein freundliches, aber bestimmtes NEIN von der deutschen Seite.  Sie zeigt auf ihren CH-Kollegen im Büro gegenüber 🇨🇭. Und siehe da: ein verständnisvoller Zöllner 🙏 Er scannt den QR-Code 📱und knallt endlich den erlösenden Stempel aufs T1-Formular.  Uff… geschafft! 🥴

Daniella in Zeebrugge wird aufatmen, müsste sie doch sonst die 9400 € bezahlen.🤣

 

Wir gehen zurück  zur CH-Einfuhr. Inzwischen hat sich eine schöne Warteschlange gebildet 🐌🐌🐌

 

Während Bruno wartet, spurte ich los zur LSVA-Zahlung. Natürlich… nächstes Problem. Paraguay? Existiert in der App nicht. Ich frage einen Zöllner. Wir tüfteln gemeinsam. Mein (Brunos) Vorschlag: „Nehmen wir doch einfach ein anderes Land, Hauptsache wir haben bezahlt.“ Er denkt das Gleiche. Also… kreative Zoll-Lösung.

Gesagt, getan – ich löse die  LSVA für 7 Tage, das ist das Minimum das zu lösen ist. Meiner KK werden 25 CHF abgezogen.

 

Zurück zu Bruno…Hier sind die Türen inzwischen geschlossen – es ist nach 17 Uhr. Feierabend 😅

 

Ich warte im PeMo 🚐… Gegen halb sechs kommt mein lieber Mann zurück ❤️

Sein Fazit: „Nicht nur in Chile gibt es Hohlpfosten!“ Aber hey – Ende gut, alles gut: Unser Pepamobil ist wieder offiziell auf Schweizer Strassen unterwegs 🇨🇭🚐✨