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Pepamobil unterwegs in Mexico
Pepamobil unterwegs in Mexico

 

 

29. November 2025

Nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg. Mexiko – unser neues „Land“ für die kommenden Monate. Über die MEX 140D düsen wir Richtung Norden. Die Straße ist mautpflichtig; hier wird wieder nach Hinterachsen abgerechnet. So zählen wir glücklicherweise zu den „Autos“. Wir bezahlen heute total 262 Pesos. Auf der ganzen Strecke hat es  68 Lomos, hier heißen sie Reductores.

 

Nach 158 Kilometern verlassen wir die Hauptstraße und stellen uns für die Nacht in ein Landwirtschaftsgebiet.

 

Der Alltag hat uns wieder. Knäckebrot und Sunntigszüpfe, müssen gebacken werden. 

 

30. November 2025

Das Furer-Frühstück war genau so, wie ein Frühstück für uns sein sollte …

 

Wir haben ein längeres Telefongespräch mit Eva und Marco. Ihre Heizung funktioniert nicht mehr. So beschließen wir hier zu  bleiben. Wir waschen Wäsche, gehen walken und versuchen, die Drohne zu reparieren – leider ohne Erfolg.

 

01. Dezember 2025

Unser Ziel heute: Cholula. Wieder bevorzugen wir die Autopista, die Lomos sind zu nervig. Da wir hinten nur eine Achse haben, gilt für uns, auch hier in Mexico, die Categoría I. Bei der zweiten "Caseta de Cobro" (Maut) berechnet die Señorita jedoch Cat. II – also zwei Achsen. Bruno bleibt hartnäckig und hat den längeren Atem: Nach 20 Minuten Hin und Her berechnen sie uns doch wieder Cat. I. 😉😉

 

Ein Walmart liegt direkt an der Autobahn, also kurzer Stopp, das nötigste Einkaufen und weiterfahren. Bruno ignoriert einen scheinbar harmlosen Karton, der mitten auf der Fahrbahn liegt. Tja … als das linke Vorderrad plötzlich einen heftigen Schlag abbekommt und gute 50 cm im Boden verschwindet, wissen wir, warum der Karton dort lag. Ich werde vom Beifahrersitz direkt zu Bruno hinüberkatapultiert – zum Glück ohne Folgen. Nur der Adrenalinspiegel war kurzzeitig auf Höchststand.

 

In Cholula treffen wir gegen 13:30 ein. Vier Fahrzeuge stehen schon da: 🇺🇾 1×, 🇦🇷 1×,  🇨🇦 2×. Cool, endlich wieder einmal Traveler! 🚐🌍👍

 

Schon während der ersten Kennenlernrunde ist die Knallerei nicht zu überhören.

In Mexiko gehören Knallkörper und „cohetes“ fest zu religiösen Feiern. Sie rufen die Heiligen, vertreiben das Böse und verkünden der ganzen Stadt: Heute ist Fiesta. 🔥🎆

 

Wir sind voll in der  zweitägigen Feria Patronal de San Andrés  gelandet. Die Kanadier zeigen uns Bilder von der Kirche…Wahnsinn und sagen, dass sie letzte Nacht nicht haben schlafen können, so laut war die Musik. Okay…typisch für uns!

 

Die Feria Patronal de San Andrés Cholula findet jedes Jahr rund um den 30. November zu Ehren des Schutzheiligen San Andrés Apóstol statt. Die Feier verbindet religiöse Tradition mit lebendiger Volkskultur: Prozessionen, geschmückte Kirchen, Musik, Tanz, Kunsthandwerk und regionale Gastronomie prägen die festliche Atmosphäre. Höhepunkte sind Feuerwerk und verschiedene Kulturveranstaltungen, die Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region anziehen.

 

Der Lärm steht für Freude, Stärke und die Mischung aus christlichen und alten indigenen Traditionen – Glaube im Klang von tausend Echos. 🇲🇽✨

 

So machen wir uns denn auf zur Kirche San Andrés. Wir stehen vor einem überwältigenden Blumenmeer. 💐 Der Duft, die Farben, das Gold, einfach Wahnsinn.

 

 

Der ganze Mittelgang ist mit „alfombras de arena“ bedeckt – kunstvollen Sand-Teppichen voller Heiligenbilder. Drei Tage Arbeit steckt in jedem einzelnen Motiv. 🎨✨

 

Für dieses Kunstwerk braucht ein Team etwa 6–8 Stunden, reine Arbeitszeit. Eine Person etwa 3 Tage.

Es besteht aus eingefärbtem Sand der zum Bild gestreut wird.

 

 

 

Auf der Plaza vor der Kirche findet am Abend die große Abschlusszeremonie statt. Wir gehen hin. ✨⛪🎉 Musik, Lichter, fröhliche Stimmung – und natürlich jede Menge leckeres Essen: gebraten, gebacken, gerührt und geschüttelt. 😋 Nur beim Dessert haben wir unsere liebe Mühe: alles mit Gelatine hergestellt.🥴

  

Die Knallerei, die wir schon am nachmittag gehört haben, – jeweils nur eine Petarde – geht bis 21 Uhr weiter, (also nonstop 10 Stunden) dann spielt die Kirchenkappelle, gefolgt von einem Feuerwerk – ohrenbetäubend wie immer. 🔥

 

Eigentlich sind wir aber wegen ihr hierhergekommen: der Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios. Nun, wir werden sie morgen besuchen.

 

02.Dezember 2025

Zusammen mir der Kanadierin Marie-Eve machen wir uns auf den Aufstieg zur Señora de los Remedios. (Frau der Heilmittel/ der Hilfe / des Heils)

 

Dieses Gemälde zeigt eine symbolische Darstellung des Hügels von Cholula mit der Kirche Nuestra Señora de los Remedios an seiner Spitze. Grundfläche = 202.500 m² Das entspricht 20,25 Hektar. Die Pyramide von Cholula ist fast 4-mal so groß in der Grundfläche wie die Cheops-Pyramide.

 

Die Kirche Nuestra Señora de los Remedios ist das Wahrzeichen von Cholula und steht auf der Spitze der Großen Pyramide von Cholula, der größten Pyramide der Welt nach Volumen. Sie wurde 1574 von spanischen Missionaren errichtet und an einem Ort gebaut, der schon in der vorspanischen Zeit als heilig galt. 

  

Von der Kirche aus eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt und bei gutem Wetter bis zum Vulkan Popocatépetl.  Heute ist dieser leider bedeckt.

 

Anschliessend geht’s noch ins Museo Regional de Cholula. Das Museum versucht, die gesamte Geschichte der Region rund um Cholula — geologisch, prähispanisch, kolonial und bis zur Gegenwart — abzubilden. 

 

Die Skelette sind kein Grusel‑Effekt, sondern bewusste kulturelle und historische Zeugnisse — sie repräsentieren alte Bestattungs‑ und Erinnerungskulturen und zeigen, wie die Menschen in (und um) Cholula mit Leben, Tod und Ahnen umgegangen sind.

🐉 Alebrijes — Drachen, Chimären und phantastische Wesen

...bunte, phantasievolle Mischwesen aus Papier‑Maché, oder Holz, inspiriert von den Träumen des Künstlers

 Pedro Linares.

03. Dezember 2025

Per Colectivo, für 10 Pesos pro Person, lassen wir uns nach Pueblo chauffieren. 

Wir sind immer wieder erstaunt, wie Multitasking fähig die Chauffeure sind. 

Fahren, schalten, Hupen, Geld zählen, und das Handy bedienen.😁😁😜😜

 

Wir streifen durchs historische Zentrum von Puebla (UNESCO-Weltkulturerbe), bewundern die beeindruckenden Kirchen⛪️   (Auch hier wieder so viel Gold, dass es einen fast erschlägt. ✨🙈)

capilla Puebla pepamobil 4x4 truck mexico
Capilla del Rosario

 

Iglesia de La Compañia

  

Die koloniale Architektur mit ihren bunten Talavera-Kacheln. Ein gemütlicher Rundgang durch die Altstadt, mit der Calle los Sapos– voller Farben, Leben und Geschichte. 📸

 

Ein gemütlicher Rundgang durch die Altstadt, mit der Calle los Sapos...

Zwischendurch ein Cappuccino ☕️ und ein Millefeuille, um dem ganzen Trubel für 20 Minuten zu entkommen. 😂😂 Puebla ist nett – mehr nicht.

 

Die Catedral de Puebla

 

...und der Calle de los Dulces .

 

Bruno meinte heute Abend: „Jetzt reicht’s dann mit Kirchen, ich habe in den letzten 14 Tagen nur Kirchen gesehen.“

 

Okay, dann fahren wir halt zum Popocatépetl hoch …

 

 

04. Dezember 2025
Google Maps meint: 47 Kilometer, Ankunft in anderthalb Stunden. Was Google natürlich nicht einberechnet hat, sind die 64 Topes, die vier Durchfahrten durch enge Ortschaften – dabei gäbe es sogar eine Umfahrungsstrecke, die aber nicht angezeigt wurde – sowie der Wochenmarkt, der direkt an der Seite der Hauptstraße stattfindet...

Es wird eng...

Mann hält, wo es gerade passt! Der Chauffeur nicht auffindbar. 

Drei oder vier Ziegen, zusammen-geschnürt und festgebunden – die armen Viecher!

 

Verkauft wird, was im eigenen Garten wächst.

 

Seit 10 Minuten warten wir, dass der Typ vom blauen Pickup zurückkommt. Dieser bleibt verschwunden. Also bin ich ausgestiegen, bis zur Kreuzung gegangen und habe den Verkehr gestoppt. 🚦 Großes Gehupe! 🚗📣
Ich blieb stehen. Ein Mann und eine Frau kommen und fragen, was los sei, ich solle von der Straße weggehen – sie seien zuständig. Nun, dann macht eure Arbeit richtig, damit hier nicht so ein Chaos ist‘, entgegnete ich ihnen.

 

Da endlich kommt der Lenker des Pickups zurück, steigt ein und fährt los. Wir kommen bis zur Kreuzung – und wieder Chaos. Gleiches Spiel wie vorher … Ich erkläre den zwei Typen, sie sollen den Wagen von der Kreuzung wegnehmen, damit wir die Straße frei machen können, ansonsten kommt keiner durch, da nach hinten alles blockiert ist. Endlich kapieren sie es. Ich steige ein, wir können weiterfahren. Erst jetzt sehe ich, dass es ein:ne Polizist:inn waren. 😂👮‍♂️👮‍♀️

 

Die Straße steigt langsam an. Bei 3.100 m ü.M. stellen wir uns hin und wissen: Heute gibt es eine Nacht ohne Ballerei.🚀

 

Der  Popocatépetl  einmal ohne Wolkendecke ist 5.393 Meter hoch.

 

🌋 Aktivität

Er gilt als einer der aktivsten Vulkane Mexikos und Nordamerikas.  Seit 1994 ist er wieder durchgängig aktiv. 

Besonders seit 2005 laufen nahezu ununterbrochen Ausstöße von Dampf, Gas und oft Asche; kleinere Explosionen und gelegentlich Lava- oder Aschewolken sind dokumentiert. 

Auch 2023 und 2024 gab es immer wieder Ascheemissionen und Warnstufen für umliegende Regionen — der Vulkan bleibt unter Beobachtung.

 

05. Dezember 2025

In Mexiko-Stadt und im Bundesstaat México gilt ebenfalls die Regel Hoy no circula. 🚫🚗

Das bedeutet, dass man an bestimmten Tagen nicht fahren darf, wenn das Kennzeichen auf die entsprechende Endziffer endet. Für uns betrifft das der Mittwoch

Zusätzlich gilt für Touristen ein Fahrverbot am Samstag  sowie werktags eine Fahrbeschränkung:
Man darf nur zwischen 11:00 und 17:00 Uhr fahren. ⏰

 

Da wir keinen Pase Turístico beantragt haben, dürfen wir folglich erst ab 11:00 Uhr losfahren.
So starten wir denn, mit dem Ziel entweder zur kleinen Lagune  zu fahren oder zum Besucherzentrum 🏛️.

Die Lagune ist uns zu touristisch, also fahren wir weiter den Pass hinauf. Je höher wir kommen, desto dichter wird der Nebel. 

 

Beim Besucherzentrum angekommen, fällt die Entscheidung, weiterzufahren, schnell. 🚐💨

In Google Maps geben wir Teotihuacán ein; die Fahrzeit wird mit 1 Stunde 45 Minuten angegeben.
Na ja – wir rechnen lieber mit drei

 

Wir streifen Mexiko-Stadt, kommen am Flughafen vorbei , biegen dort nach rechts ab und rollen schließlich um 15:00 Uhr auf den Campingplatz in Teotihuacán

 

Die zwei Südamerikaner aus Cholula stehen bereits hier, dazu ein Wohnmobil mit 🇫🇷 Kennzeichen.🚐

 

06. Dezember 2025 – Teotihuacán

Man kommt hierher, um eine der bedeutendsten und beeindruckendsten archäologischen Stätten Mexikos zu erleben: die Sonnen- und Mondpyramide ☀️🌙, und die Schlangenpyramide, auch Tempel der Gefiederten Schlange genannt, die gewaltige Straße der Toten 💀 und die Überreste einer einst mächtigen, mysteriösen Stadt, deren Erbauer bis heute nicht eindeutig bekannt sind.

Wir waren schon einmal da und wissen genau, was uns erwartet: viele Touristen, Händler, Stimmen, Bewegung. 

 

Neu sind die Heißluftballons
Jeden Morgen steigen bis zu 100 Ballons in den noch dunstverhangenen Himmel.  Sie sind absolut faszinierend – einsteigen werden wir aber nicht. Schön mit den Füßen auf dem Boden bleiben. 👣

 

Es gibt vieeele Fotos….

 

 

Zwei Optionen stehen uns zur Verfügung: Wenig Touristen, also früh dort sein, dafür Gegenlicht, oder aber gutes Licht aber viele Menschen auf den Fotos.  Wir wählen die erste. 

Drei Eingänge stehen zur Verfügung. Wir nehmen die mittlere und stehen direkt vor der Sonnenpyramide.

 

Die Sonnenpyramide ist das größte Bauwerk in Teotihuacán und eine der größten Pyramiden der Welt. Sie wurde um 200 n. Chr. errichtet, ist etwa 65 Meter hoch und diente vermutlich religiösen Zeremonien.

 

Sie gehört zu den größten Pyramiden der Welt – deutlich breiter als die Cheops-Pyramide, wenn auch nicht ganz so hoch.

  • Höhe: ca. 65 Meter

  • Grundfläche: etwa 225 x 225 Meter

  • Volumen: rund 1,2 Millionen Kubikmeter

  • Erbaut: ungefähr um 200 n. Chr.

Umgerechnet, steckt in der Sonnenpyramide genug Baumaterial für rund 100.000 Lkw-Ladungen – eine Zahl, bei der einem erst wirklich klar wird, wie unglaublich viel Stein hier bewegt wurde.

 

Wir wenden uns nach links und gehen die Straße der Toten hinauf, in Richtung Mondpyramide. Noch sind wir fast alleine.

 

Heute kann man nur noch bis zur ersten Ebene hochgehen….

Oben ist man, ich, ziemlich außer Puste – außer natürlich mein lieber Mann, der wie immer noch genug Luft für spöttische Bemerkungen hat. 🥴

 

Die Aussicht, trotz Gegenlicht wunderschön.


 

Kurzer Besuch im Museum, dann auf die Rückseite der Sonnenpyramide...

 

…bevor wir zur letzten Station, der Schlangenpyramide, weitergehen. Die gesamte Anlage ist ziemlich genau zwei Kilometer lang – es kommen also noch einmal einige Schritte auf den Zähler.

 

Die Schlangenpyramide, auch Tempel der Gefiederten Schlange genannt, ist das kunstvollste Bauwerk Teotihuacáns. Ihre Fassade war einst vollständig mit steinernen Köpfen geschmückt – abwechselnd gefiederte Schlangen und Regen- bzw. Kriegsgottheiten. Sie stammt aus der frühen Blütezeit der Stadt und galt vermutlich als einer der wichtigsten Zeremonialorte.

 

Gegen sechzehn Uhr, Bruno  liegt  unter dem MAN und wechselt die Keilriemen🛠️, als ich meine Fuji einpacke und  noch einmal durch die Anlage marschiere. Ob die Sonnenpyramide jetzt besser zur Geltung kommt, weiß ich nicht so recht. Gut, gibt es KI – damit sind fast alle Menschen einfach weggeputzt. 🤪

 

Blick zur Mondpyramide, heute Morgen fast leer!

 

Als ich zurück komme, steht ein weiteres Wohnmobil mit 🇫🇷 Kennzeichen.🚐 in der Reihe.

Es wird ein feuchtfröhlicher und ziemlich lauter Abend. Wein und Schnaps fließen – nicht gerade in Strömen, aber doch genug, dass ein paar Flaschen geleert werden.

 

07. Dezember 2025

Heute ist „Full House“ in Teotihuacán – oben am Himmel wie auch unten bei den Pyramiden. Lalo lässt seine Drohne aufsteigen und verspricht, mir die Bilder zu schicken, sobald er sie heruntergeladen hat. Auch sie sind auf dem Weg nach Alaska; wir werden uns also bestimmt wiedersehen!

 

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Die zwei Franzosen fahren weiter, und gegen Abend treffen Nicole und Tony ein – samt ihrer zwei Hunde. Langweilig wird es hier definitiv nicht.

Ihre zwei Border-Collie-Hunde sind völlig gestresst. Sie ertragen die Knallerei gar nicht gut – wie so viele Tiere.

Es gibt viel Gesprächsstoff, die Chemie stimmt.


 

Von unserem letzten Besuch wissen wir noch von der Pastelería im Stadtzentrum. Zu Fuß 🚶‍♂️sind es 1,5 km – das schaffen wir. Der Mercado ist, wie so viele hier in Mexiko, keine Augenweide. Der Geruch von Frittiertem und Gebratenem hängt schwer in der Luft. Die Sopa de Panza – Kuttelsuppe – ist definitiv nichts für morgens um zehn Uhr ⏰😬, zumal all unsere Sinne auf Süßes eingestellt sind 🍰😋.

 

Schweinehaut, frittiert 🐷🔥, und Kuttelsuppe 🍲… nein danke! 🙈

 

Wir geben nicht auf und laufen 🚶‍♂️🚶‍♀️um den Hauptplatz herum – mal links, dann wieder rechts. Und plötzlich sehen wir das Geschäft ✨. Die Auswahl ist noch genauso wie vor zehn Jahren – groß, bunt und einfach verlockend 🧁🍰

Die kleinen erscheinen uns zu klein, also greifen wir zu und nehmen die kleinste der Großen .
Zu Hause stellen wir sie auf die Waage – doch diese geht nur bis 2,1 kg… und ist sofort am Anschlag!😳

Aber natürlich haben wir auch „gesunde“ Lebensmittel gekauft 🥦🍎. Was sein muss, muss sein – so verdorben sind nicht einmal wir 😄.

 

08. Dezember 2025

Unser Termin bei MAN ist für Freitag eingeplant. 🛠️


Die große Frage: Fahren wir nach Tolantongo? 

Wir wissen ja, wie’s aussieht: Die Straße hoch ist in wirklich schlechtem Zustand, der Eintritt ist teuer, das Übernachten kostet extra, und der Hauptpunkt – die vielen Menschen. 

Okay, das Wochenende ist vorbei … aber müssen wir es wirklich gesehen haben?

 

Du kennst die Antwort! 😉

 

Gegen Abend fahren wir  6,4 Kilometer zum Globoaeropuerto. (Acht Lomos waren zu überqueren!!!)

Wir finden einen großen Platz und stellen uns an den Rand der Piste, in der Hoffnung, dass keiner kommt und uns wegjagt.

 

09. Dezember 2025

Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Draußen ist es noch stockdunkel. 🌑

Plötzlich erheben sich überall um uns herum halbe Kugeln – wir haben das ganze Treiben gar nicht mitbekommen. Schnell schlüpfe ich in meine Klamotten und hüpfe raus.

 

Dreißig Minuten später sind die Globos startklar. 🚀🎈

 

 

Da heute kein Wind weht, schweben sie direkt über unseren Köpfen. (Ob sie die Sonnenpyramide gesehen haben??) 🌄🎈

Ups, es wird eng...
Ups, es wird eng...

 

Viele landen bereits nach 30 Minuten wieder an derselben Stelle, von der sie gestartet sind.

Für uns war’s eine tolle Stunde. ❤️✨

 

Das heute war viel interessanter als die Pyramiden.🤪

📹 Globolo in Teotihuacán

Elisabeth hat mir eines ihrer Fotos geschickt, damit wir eine Vorstellung davon haben, wie es aus der Vogelperspektive aussieht.
❤️-lichen Dank 🙏

 

 

Fahrverbot für uns bis 11 Uhr – wir halten uns natürlich daran. 😊
Bruno nimmt den „direkten Weg“ zurück zum Campingplatz. Na ja, von den 28 Lomos 🧽 konnte er ja nicht wissen.

Der Platz ist leer, die Temperaturen angenehm. Ein kurzer Trip in die Stadt, Homepage aktualisieren und einfach mal nichts tun!

 

 

10. Dezember 2025

Erst starker Regen, dann der Zug, der jede Nacht zwischen 02:40 und 03:00 Uhr durchfährt und dabei lautstark sein Horn betätigt. Warum?  Das wissen die Götter! Kaum ist der Regen vorbei fängt die Knallerei wieder an. Erholsam war die Nacht nicht.

Morgennebel hängt über der Sonnenpyramide. So können die Heißluftballone vermutlich nicht starten! Also Laufschuhe an und ab. Falsch gedacht, wie Trauben hängen sie am Himmel.

 

Nachmittags gabs Besuch von Regina+ Rolf. Die beiden haben wir im 2019 in Ushuaia kennen gelernt. So ein Zufall, nicht?  Sie stehen auf dem Campingplatz im Zentrum von Teotihuacán.

 

 

11. Dezember 2025

Es ist schon nach sieben, als die ersten Ballons auftauchen. Der Wind trägt sie direkt über unsere Hütte hinweg. Als dann die „Masse“ kam, schien sogar die Sonne, und die Ballone schwebten im besten Licht! Es war irre. 82 Fotos/Videos mit dem Handy und 36 mit der Fuji. 😂😂🥴🙈

 

Wie nur, kann Frau so fasziniert sein?  

ChatGPT gibt mir die Antwort🤣... Ganz einfach: Da schweben riesige bunte Dinger lautlos durchs Morgenlicht – und plötzlich wird aus einer erwachsenen Person ein hyperaktives Kamera-Wiesel auf Adrenalin. Während andere noch versuchen, die Augen zu öffnen, hat sie schon 118 Fotos geschossen, drei verschiedene Perspektiven getestet und ernsthaft überlegt, ob sie nicht doch Ballonpilotin werden sollte. Wer braucht Kaffee, wenn am Himmel ein Farbkonfetti vorbeifliegt?

 

Ich stand einfach in der Dachluke und habe geknipst. Und geknipst. Und geknipst. Mein Nacken hat dabei ganz schön rebelliert. Aber ganz ehrlich: Wenn dir 100 Ballons direkt über die Hütte schweben, denkt Frau eben weniger an Anatomie und mehr an noch ein Foto!

 

Sind es Trauben, die da am Himmel hängen? Oder eine Planetenkonstellation? Der Fantasie sind da wirklich keine Grenzen gesetzt.

 

Heute fahren wir nach Quértaro. Bis 11 haben wir Fahrverbot, also jede menge Zeit um die Homepage zu füttern!

 

Fünf vor elf fahren wir los. Schon nach einigen Kilometern fallen uns die Pilger und die Pickups auf, welche die Virgen de Guadalupe durch die Gegend fahren. 

 

Am 12.12. ist DER Tag in Mexiko.

Es ist eines der größten religiösen Feste in ganz Mexiko und hat landesweit große Bedeutung. 

Die Feierlichkeiten beginnen oft schon am Abend des 11. mit „Las Mañanitas“-Serenaden, Rosen-Gesängen, Rosenkranz-Gebeten und Vigilien, (Wache) die bis tief in die Nacht gehen – besonders in Kirchen und Kapellen.

Nun denn, wird  eine laute Nacht, wo immer wir schlafen werden.

 

Wieder nehmen wir die Autopista, Maut hin oder her. Bis 10 Kilometer vor Querétaro läuft der Verkehr fliessend, dann Stau…40 Minuten wird angezeigt. Auf vier Spuren drängen sich 5 Spuren Auto und Lkw's. Dann beginnen sie auf dem Pannenstreifen nach vorne zu fahren, Bruno hinterher. Plötzlich haben wir freie Fahrt und 20 Minuten eingespart. 😁

 

Die MAN finden wir auf Anhieb, sind aber verwirrt. Moment – so sah die Werkstatt doch vor zehn Jahren nicht aus! Bruno geht hinein und fragt nach. Doch, doch – alles richtig. MAN hatte zwei Standbeine: Busse und Lkw. Vor vier Jahren haben sie sich abgespalten, und die Lkw werden jetzt hier gewartet.

 

Wir bekommen einen Platz zugewiesen, mit der Info: Morgen früh um neun fangen wir an.

 

Ein weiterer MAN steht schon seit einem Monat hier, grosser Motorschaden. 

 

12. Dezember 2025

Schlaflos in Querétaro. Knallerei die ganze Nacht – und der Nachtwächter mit Disco auf Anschlag. Allerdings nur so lange, bis ich persönlich um Ruhe bat. Morgen um sechs kam dann das Feuerwerk und ab sieben gings weiter mit der Knallerei. Soll einer die Kirche verstehen!!!

Bruno ist seit einer halben Stunde im Blaumann und fängt schon an. 

 

Um halb zehn geht es dann endlich los. Die drei Jungs wirken nicht gerade wie die Mechaniker des Jahres, aber ich lasse mich gerne überraschen. 

 

Der Simmenring hinten links muss ersetzt werden ⚙️. Natürlich gibt es kein geeignetes Werkzeug, also wird mit Hammer und Meißel in brachialer Gewalt vorgegangen 🔨😬. Unglaublich, dass man so arbeitet! Wohlverstanden, wir sind in einer MAN Garage!

 

Bruno musste gleich viermal eingreifen: zu viel Motorenöl 🛢️, (dies sei normal, sie würden immer bis oben füllen)  Kühlflüssigkeit auf 100 % statt 50 %, (auch hier, sie würden das immer so machen) die Bremse schlampig eingestellt und der Ölfilter tropft. Unser erster Eindruck hat sich leider bestätigt – untermauert wurde der ganze Tag von ohrenbetäubender Musik 🎶🔊.

 

Um vierzehn Uhr dreißig bezahlen wir die 1.300 CHF, Trinkgeld gibt es aber keines. Zum ersten mal, dass wir überhaupt nicht zufrieden sind! 

 

Wie auf Nadeln fahren wir noch aus der Stadt 🚗💨 und finden bei einer Tankstelle⛽ einen geeigneten Platz, wo wir uns ganz nach hinten ins Grüne stellen dürfen, damit wir nicht gestört werden, so der Chico . Wie cool ist das denn? 

 

Sofort zieht Bruno den Blaumann an, lässt das überschüssige Öl ab, verdünnt die Kühlflüssigkeit und hantiert an den Bremsen 🛠️. Eineinhalb Stunden Arbeit, nachdem wir die Werkstatt verlassen hatten – so etwas hat es noch nie gegeben 😳.

 

13. Dezember 2025

Nach einer ruhigen, aber  schlaflosen Nacht für Bruno – bei ihm  lief das Hirnkino: Hat der Chico Öl ins Radlager gegeben? – steigt Bruno nach dem Frühstück wieder in den Blaumann 👨‍🔧. Genervt kommt er zurück. Der Typ hatte die Schraube nicht an der dafür vorgesehenen Position eingesetzt. Also heißt es: jede Schraube öffnen und nachschauen. Natürlich findet er sie erst bei der zweitletzten! Aber das Öl war glücklicherweise drin 🛢️. So konnten wir einigermaßen beruhigt weiterdüsen 🚗💨.

 

Wir sind auf Nebenstraßen unterwegs: eng, und gespickt mit Lomos. Ist halt so. Ändern können wir es nicht. 🤷🏼‍♀️

Gut gibt es, für den Beifahrer, das Handy.😜

  

Ich sitze am Steuer, Bruno seit einiger Zeit am Samsung. Stille...dann: " Schätzu mir hei ds fausche Getriebeöl übercho!  "Hääää?"

 

Bruno hat – einfach so – ChatGPT zu diesem Öl befragt. Die Antwort war eindeutig: sofort wechseln!🔄

Dieses Öl greift die Simmeringe an und kann zu massiven Schäden am Getriebe führen. Dieses Öl ist  ausschließlich für neue Getriebe gedacht.

 

In Querétaro hat man uns das 90W-140 API GL-5 eingefüllt. Begründung der Werkstatt: „Nehmen wir immer, ist besser.“  So eine 💩💩💩💩💩💩.

 

Also ab nach Zecatecas,🏣 eine Stadt, die wir eigentlich umfahren wollten. Bei jeder Tankstelle, jedem AutoZone, jedem Shop halten wir an und fragen. Alle haben nur GL-5.

 

Gezwungenermaßen müssen wir im Hotel Baruk übernachten. Der zugewiesene Stellplatz ist extrem schräg, wir müssen zwei Keile unterlegen. Keine 200 m entfernt fährt die Eisenbahn 🚆 vorbei – natürlich wieder mit lautem Hupen.🔊🔊 Um 3:15 Uhr das letzte Mal, und um 5:30 Uhr schon wieder. Wir können nur staunen, das Reisende dies als guten, schönen, sicheren, leisen Platz im iOverlander empfehlen.😳😳😲😲

  

Wir setzen uns vor die Rechner, die Suche nach Getriebeöl beginnt 💻🔍 Nach zwei Stunden haben wir unzählige E-Mails und noch mehr WhatsApp- Nachrichten verschickt. Antworten gibt es, hoffentlich,  morgen – heute ist ja Sonntag. Geduld ist gefragt 😇⏳

 

15. Dezember 2025

Das Gehupe der Eisenbahn war so laut, dass wir schon um halb sechs Zeitung lasen, Insta, Polarsteps & Co. aktualisierten.  Echt jetzt? Bescheuert, ich weiß.

 

Um halb neun fuhr Bruno vom Doppelpack „Keil“ runter – und ab ging’s 🚐💨

Ab neun Uhr kamen die ersten Antworten auf unsere Öl-Anfragen. Eine Stunde später war die Bestellung im Kasten 

Geliefert wird ins Balneario San Juan, unser heutiges Ziel.

 

Landschaftlich wieder eher auf der langweiligen Seite. Abwechslung gab’s lediglich durch die unterschiedlichen Lomo-Kombinationen 😅

Mal liegen sie im Viererpack, dann 8 oder 10, ganz krass wird es, wenn 15 kleine vor einem hohen liegen.

Einmal übersah ich eins – Gott sei Dank nur ein mini. 🙏

 

Um halb drei rollen wir durchs Tor des Balneario/Termas, wo schon zwei 🇩🇪 und ein 🇨🇦 stehen. Von den Deutschen allerdings keine Spur 🤷‍♀️

 

Wir richten uns ein, kurz darauf wird das Öl geliefert 🚚 Die Erleichterung ist riesengroß. Blaumann an – und ab unter die Karre 🔧 Das Öl ist noch warm und läuft jungfräulich neu in den Eimer. Morgen kommt dann das GL-4 rein. 

 

Danach schlüpfen wir in die Badeklamotten und hüpfen ins 39 Grad warme Wasser 💦♨️

 

 

Unsere deutschen Nachbarn lernen wir erst gegen Abend kennen. Sie waren in der Stadt – laut ihnen ein Ausflug, den man sich problemlos sparen kann. Wir quatschen so lange, bis uns allen kalt wird, und verschwinden dann frierend jeder in sein „Haus“.

 

16. Dezember 2025

Gemütlich frühstücken geht anders.🤣 Der Blaumann ruft, Bruno will das Öl einfüllen. 

 

17. Dezember 2025

Mit ruhigerem Gewissen machen wir uns heute auf den Weg nach Mazatlán.

276 Kilometer Autobahn liegen vor uns – eine Strecke, die  ihren Preis hat. Bei der ersten Mautstelle wollen sie  denTarif für zwei Achsen kassieren. Bruno ist kurz davor nachzugeben, als ich dem jungen Mann freundlich, aber bestimmt erkläre: Ich bin nicht einverstanden.“

Er schließt wortlos sein Fenster und ruft seinen Vorgesetzten an. Ich höre nur „Camión“. „Nein!“ rufe ich sofort. Casa Rodante!“

Und siehe da: Plötzlich geht alles ganz unkompliziert. Statt der geforderten 67 CHF zahlen wir am Ende nur 33 CHF.

Lange Viadukte und zahlreiche Tunnel rechtfertigen die hohen Mautgebühren.“

Sehr gewöhnungsbedürftig: Tunnel ohne Licht!🫣

 

 

Durch die Sierra Madre Occidental windet sich die Straße bis auf 2.800 Meter Höhe, bevor sie hinunter zum Hafen von Mazatlán führt.

 

Unsere Handys stellen automatisch eine Stunde retour. 

Es ist halb vier, als wir aufs Hafengelände fahren. Wir werden gewogen, 9.6 Tonnen, gemessen, 8 m, und Bruno geht zum Ticketschalter. keine 5 Minuten später steht er schon wieder auf der Matte: "um vier geht eine Fähre, wir dürfen einfach nicht im Fahrzeug bleiben." Hm, ist jetzt nicht grad der Hit in einem Sitz mit xx anderen die Nacht zu verbringen, aber was soll’s? 

Ich packe alles nötige in eine Tasche. Bruno kommt zurück mit der Info: "ich habe uns eine Kabine genommen“, es gibt für „alte Menschen“ einen 50% Rabatt. Super, das ist doch mal eine Ansage.

 

10 Minuten später sind wir einparckiert, 20 Minuten später haben wir die Kabine bezogen.

 

Ab aufs Deck. Kurz vor fünf werden die Leinen los gemacht, wir sind unterwegs in die Baja.

 

Wir sind keine halbe Stunde auf See, schon sehe ich den ersten Wal. Drei weitere folgen. Einer springt keine 100 m neben der Fähre. Auch mein Herz macht einen Sprung. Ich bin wieder bei den Walen. 🙃🙃🙃🥰🥰🥰🐳🐳🐳

 

Wer entdeckt den Wal auf dem rechten Bild? 😉
So wenig reicht schon, um mich völlig aus dem Häuschen zu bringen!

 

Rechts: Antifalten Frisur!🥴

 

Wir gehen in die Kabine. Voller Schreck realisiere ich: Keine „Kotztabletten“ dabei – die sind bei Jutta und Peter in der Antarktis. Hoffen wir, die See bleibt ruhig!

 

 

Ich hoffe natürlich auf viele, viele Wale 🐋✨… mal sehen, wer sich zeigt! 👀🌊
Baja California 2025–2026 ☀️🚐🌴