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04. Juli 2017

 

Zurück in Paraguay

 

Der Flieger hob pünklich ab und, mit einer kurzen Zwischenlandung in Madrid,

nahm der Airbus Kurs auf Asuncion. 

 

Kurz vor der Landung bekam ich Kopfschmerzen welche zu einer Migräne ausartete.

Der Flieger legte eine Bilderbuchlandung hin, während meine Birne platzen wollte.

Gut hatte ich nicht gefrühstückt, wollte doch alles in die falsche Richtung zurück.

Die Warterei auf die Koffer, die Zollabfertigung wurde zur Tortur.

 

Nach endlos langen 45 Minuten lagen meine drei Koffer, plus zweimal Handgepäck,

auf dem Rollband des Röntgengerätes. Mein "Maleta-Boy" (Kofferträger)

gibt dem Überwachungsbeamten das 👍 Zeichen

und meine Koffer werden -ohne Kontrolle- wieder auf den Gepäckwagen gehievt.

Schnell schiebt der Hombre mein Gepäck Richtung Ausgang, wo

mich ein strahlender Bruno in die Arme schliesst.

 

Ich lege mich aber erstmal zwei Stunden hin, erst dann können wir losfahren.

 

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Im "Hasta la Pasta" hat sich in den fünf Wochen einiges getan.

René liess den Platz für die WoMo's um das Doppelte vergrössern und 

neu gibt es eine "Freiluft-Entsorgungsstation".

Camping Hasta la Pasta in Altos / Paraguay
Camping Hasta la Pasta in Altos / Paraguay

 

René

Fideos Caseros

 

Hausgemachte Nudeln à la René.

Fast täglich verschwindet René in seinem "kleinen Reich".

Heimlich(feiß) fabriziert er die besten

Bionudeln-, Spiralen-, Tagliatelle, Lasagnette, Spaghetti ganz Paraguays.

Nein, die BESTEN überhaupt. 

Zutaten: Hartweizengrieß, Eier, Wasser, Kurkuma,

je nach Sorte, Gewürze, listo, no mas!

 

 

 

Die liefern die Eier

 

 

Hier wird gelagert

 

Während die einen malochen, lassen es sich die andern gut gehen!

 

Am Samstag geht's mit dem Taxi-Graf nach San Bernardino auf den Markt.

 

Die Tage ziehen nur so vorbei.

Eine Grippe legt zuerst Bruno, dann mich flach.

 

Claudia und Uwe laden uns zu einem Abendessen ein.

Marion gibt wieder ihr BESTES und verwöhnt uns mit einem weiteren köstlichen Essen.

Auch Sonja und Benno, ebenfalls Eidgenossen gesellen sich zu uns.

 

 

Zum Dessert gibt's ne grosse Überraschung. Es werden Urkunden und Diplome ausgeteilt. 

 

Urkunde für mich und ein Diplom für Claudia und Uwe. Die beiden haben 106 Nächte hier

auf Hasta la Pasta verbracht und somit alle alten Rekorde gebrochen.

Bruno und Uwe bekommen je ein Hasta la Pasta T-Shirt. Bruno für den Hasta la Pasta Film,

Uwe für den Aushub des "Internet-zugängigen Aussenklos."

 

Die Tage ziehen vorüber, der Platz leert sich, alle ziehen weiter. 

Seit zwei Tagen stehen wir alleine auf Hasta la Pasta. 

Zusammen mit Marion und René gibt es einen letzten Sundowner,

denn auch wir sollten endlich mal wieder in die Gänge kommen.

  

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13. Juli 2017

 

Nach genau 60 Tagen, verabschieden wir uns von Marion und René.

Marion schenkt uns zum Abschied eine selbst gebackenen "Züpfe". Lecker, lecker.

Leider war diese am Abend schon weggeputzt!

Wir fahren da aber einfach noch mal hin und holen Nachschub.

 

 

 

 

So rollen auch wir nach zwei Monaten vom Stellplatz Hasta la Pasta...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...spätestens am 1. August seht ihr uns wieder!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                               

 Typische paraguayische Landschaft unterwegs Richtung Süden.

Typische paraguayische Landschaft
Typische paraguayische Landschaft

 

Wir fangen gar keine neuen Sachen an, fahren direkt zu den ausgewanderten Franzosen

Aurélie und Charles mit Lou-Ann und Antony

lacatrip@canalblog.com GPS:  25.939618 / 56.842928

 

Sie sind vor zwei Jahren mit ihrem Renault-Truck auf "große Reise gestartet"

und sind hier hängengeblieben.

 

Auch sie errichten auf 5 ha einen Stellplatz für Overlander.

Hier allerdings ist alles noch im Bau, haben sie doch erst vor

fünf Monaten den ersten Spatenstich gemacht. 

 

 Herzlich werden wir von den Zweibeinern- und stürmisch von den zwei Welpen begrüßt. 

 

Die ersten drei Tage verbringen wir mit sommerlichen Temperaturen.

Stolz zeigen sie uns ihr Grundstück und erzählen von ihren Plänen.

 

Herrliche Sonnenaufgänge über El Tranquilo

 

Meine neue Fuji Kamera bringt mich an den Rand der Verzweiflung.

Sie ist  -ZU NEU-  mein Fotobearbeitungsprogramm, das Lightroom,

erkennt die Kamera noch nicht. Ich versuche es mit vier anderen Programmen.

Gleiches Resultat. Anerkennt ein Programm die Kamera, kann es die RAW-Dateien nicht lesen.

 

Zz. macht Fotografieren gar keinen Spass!!!

 

 

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Am Samstag fahren wir nach La Colmena,

denn auch hier findet ein kleiner Wochenmarkt statt.

Zuerst jedoch geht's in den einzigen Supermercado den es hier gibt.

 

 

Der Wochenmarkt besteht aus vier Ständen.

Drei werden von den im 17. Jh eigewanderten Japanern betrieben. 

Der einzige Gemüsestand von Einheimischen.

Die Preise können sich sehen lassen. Zweidrittel weniger als in Altos!

 

Die Auswahl jedoch eher bescheiden.

 

 

Wir besorgen uns noch eine SIM-Karte für's Internet.

Gekauft ist diese relativ schnell, unser Samsung zum Funktionieren zu bringen

dauerte dann fünf Stunden und gelingt erst, als Aurélie unsere SIM-Karte

in ihr Samsung einlegt und von ihrem Handy aus aktiviert. 

 

Am Abend gibt's ein Asado mit ihren deutschen Nachbarn Claudia und Rainer.

 

Die Wettervorhersagen melden Regen und einen Temperatursturz. Wir bekommen News

... Santiago de Chile versinkt im Schneechaos.

Hier in Paraguay setzt am Sonntag der Regen ein und die Temperaturen 

 fallen von dreißig- auf zehn Grad.

 

Während wir im trockenen sitzen, kämpfen die beiden "Dachdecker"

gegen Wind und Regen an.

 

Der Regen wird immer stärker, der Wind nimmt zu.

Die Palmen werden regelrecht nach "vorne" gekämmt.

Keiner geht mehr freiwillig hinaus.

Temperatur heute Morgen sieben Grad.

Stromleitungen fallen um, viele sind Stunden ohne Elektrizität.


 

Wir machen es uns gemütlich, schauen einen Film und zum Abendessen gibt's?

Jawohl, bei sieben Grad, ein Fondue!

Mit echtem, Schweizer "Stäheli" Kirsch schmeckt es gleich zweimal so gut. 

Beide Flaschen Kirsch haben den Flug, Gott sei Dank, gut überstanden. 

 

 

 Heute Morgen minus 3 Grad auf dem Aussenthermometer.

Bodenfrost, aber eine strahlende Sonne.

 

Zusammen mit den Franzosen verbringen wir gemütliche Tage.

Sie zeigen uns die Gegend und jeden Mittag und Abend ist Apéro angesagt. 

Es ist erstaunlich wie unterschiedlich doch wir Europäer uns in ein neues Land integrieren.

Die beiden Kinder, acht und sechs, sprechen, nach 7 Monaten fliessend Spanisch.

Auch das Spanisch von Charles ist nach nur sieben Monaten sehr gut.

Sie engagieren sich in der Gemeinde, treiben das Recycling voran. 

Land kaufen ist hier noch extrem billig und sehr einfach. 

Baubewilligung braucht es keine. Den Führerschein kann man für 20 Euro kaufen.

Okay, dementsprechend chaotisch geht es auf den Strassen zu und her. 

Selten einer kennt die Regeln. Rechtsvortritt...was ist das?

Hat man keinen Strom auf seinem Grundstück,

"null problemo". Charles ließ für 7000 € eine Stromleitung von der

Hauptleitung hinunter auf sein Grundstück verlegen. 1,4 km inkl. Trafostation.

                             

                                                  20  Betonmasten auf Kosten der Franzosen                                                                     Trafostation


 

Während bei den Franzosen fleißig gearbeitet wird...

 

...erkunden wir die Gegend.

 

Wir fragen einen Bauer ob wir bei ihm übernachten dürften, "si claro!"

Die Grundstücke hier sind meistens 5 ha groß, (oder größer) also jede menge Platz.

 

Die Paraguayer sind extrem freundliche Menschen.

Obwohl es zu den ärmsten Ländern Südamerikas zählt, sagt man, sie seien die glücklichsten Menschen hier.

 

 

Wir fahren zurück zu Aurélie und Charles.

Das Dach des Quincho ist nach nur einer Woche gedeckt. 

In Zukunft Begegnungsort der Overlanders. 

 

Diego ihr drei Monate alter "Bengel".

 

Paulo, ein Freund aus Frankreich auf Besuch, zeigt mir wie Franzosen Croissants machen.

Am Outlook und am Geschmack müssen wir noch arbeiten.

 

Claudia und Rainer laden ein zum Pizzaessen, lecker!

 

Als wir eintrudeln wir im Pizzaofen schon tüchtig eingeheizt. 

 

Während Lou-Ann und Rainer die Pizzas zubereiten,

 

...wird bei den Gästen über das Leben als Einwanderer in Paraguay diskutiert.

 

Pizza aus dem Holzbackofen , einfach lecker.

 

Für uns, wird es nach einer gemütlichen Woche, Zeit Abschied zu nehmen.

Wir wollen noch einwenig die Gegend auskundschaften, bevor es zurück nach Altos geht.

 

Ich habe einen Termin bei Augenarzt. Kontrolle des Augeninnendruckes!

  

Wir fahren nach

 

 -Independencia-

 

Independencia ein Distrikt im Departamento Guairá ist eine deutschsprachige

Kolonie in Paraguay mit fast 6000 Einwohnern.

Das Gebiet liegt rund 180 km östlich von Asunción.

 

Independencia wurde 1919 durch Winzer aus Baden gegründet, und war lange ein großes Weinanbaugebiet.

Heute prägen Soja- und Zuckerrohrfelder die Gegend. 

In der Ferne der Cerro 3 Kandú, mit 842 m der höchste Berg Paraguays.

 

Hier spricht man Deutsch - 

Im "Super 50" findet man:

Pils, Willy's Bratwürste, Greyerzer aus Yguazú und,

Fideos Caseros von René aus Altos!

 

Eine neue Brücke wird gebaut.

Leider haben sie die Last falsch berechnet, der Kran ist einfach umgekippt.

 

Wir fahren zurück ins

-Hasta la Pasta-

Marion und René begrüssen uns freudenstrahlend.

 

Momentan sind wir alleine auf dem Platz, was sich aber nach zwei Tagen ändert.

Zuerst kommen Alice & Köbi, Schweizer, dann Hermine, eine alleinreisende Österreicherin.

Es folgen weitere Österreicher.

 

 

Weiter fahren Beat & Betty auf den Platz und ein Argentinier, auch alleine unterwegs.

 

 

 Eine rumänische Familie, unterwegs seit sieben Jahren.

Seit zwei Jahren in Südamerika in einem VW-Bus T1. Zwei Erwachsene, drei Kinder

ein Golden Retriever und eine Kampfkatze. Unglaublich.

 

Alle in einem VW-Bus!

 

Schon wieder geht ein Monat zu Ende.

 

Am 1. August feiern die Eidgenossen ihren Nationalfeiertag,

wir hier im Ausland geben unser Bestes und feiern mit.

 

Wir haben es lustig, es wird gesungen und gelacht, wobei unsere Österreicher kein

Wort von den Mundartliedern verstehen!!!

Bruno ist nicht betrunken, er schaut nur doof in die Kamera😉

 


 

Marion hat sich wieder selber übertroffen,

das Essen, inkl. Dessert, war wieder köstlich. "Merci viu mou".

 

 

Wie es zu einer 360 Grad Wende in unserem Leben kommt

erfährst hier.

 

Will be coming soon.