Vom Campingplatz Maranatha fahren wir zur Playa Levana es sind nur 40 km. Einen der schönsten Strände, El
Tecolote, ignorieren wir bewusst – zu viele WoMos und dazu noch völlig zugemüllt. Einsamkeit hat für uns eindeutig mehr Charme.
Die Playa Levana scheint uns ein guter Ort um einige Tage abzuhängen.
Gegen sechzehn Uhr wird es dann plötzlich ungemütlich. Mexikaner mögen es ja gern laut – diese vier hier haben das Prinzip offenbar als Lebensaufgabe verstanden. Der Alkoholpegel stieg
proportional zur Lautstärke. Überraschung: nicht zu unserem Vorteil. 🍺🙄😤.
Bis 20:30 Uhr dauerte es, dann fuhren zwei WoMos neben deren Wagen. Sie mussten leiser drehen, stellten schließlich ganz aus und fuhren weg. 🥵
Die beiden anderen WoMos richteten sich ein, Musik wurde eingeschaltet – viel, viel leiser. Bis etwa 22:00 Uhr. Dann waren wohl die Batterien leer, der Generator kam bis Mitternacht zum Einsatz.
In einem Wort: eine 💩💩-Nacht.
Der Sonnenuntergang: Hammer!
02. Februar 2026
Es war eine Katastrophennacht. Wenn ich drei Stunden geschlafen habe, war das schon viel. Aber nicht nur die Menschen sind daran schuld. Bruno hat gestern die Magnetschraube vom Getriebe
kontrolliert – nicht gut, gar nicht gut!
Plötzlich unbekannter Lärm auf dem Wasser... ein 👉 Jetboard / Motor-Surfbrett.
Moritz noch ein Anfänger, aber mit sichtlichem Spass.
04. Februar 2026
Die Tage vergehen mit Recherchieren, Organisieren und Planen. Dazu herrliches Wetter und wohltuende Ruhe, seit der Feiertag vorbei ist und der Alltag für die meisten wieder begonnen hat. Am Abend
eine entspannte Runde walken, die Aussicht geniessen.
Eine letzte Abendrunde
Und wieder ein toller Sonnenuntergang
05. Februar 2026
Abschied von der Baja.
Drei intensive, schöne und zugleich herausfordernde Wochen liegen hinter uns. Die letzte Kontrolle der Magnetschraube am Getriebe lässt uns keine Ruhe – im
Gegenteil: Bruno ist seitdem im Dauer-Lösungs-Modus, rechnet, telefoniert, wägt ab.
Eine Reparatur in den USA oder in Mexiko? Diese Optionen fallen weg. Offerten werden eingeholt, lange Gespräche geführt – mit Deutschland und mit der Schweiz. Am
Ende bleibt nur eine vernünftige Entscheidung: Wir müssen mit unserem Pepamobil zurück in die Schweiz. Alles
andere wäre ein zu grosses Risiko. Wir haben keine Lust, irgendwo liegen zu bleiben, abgeschleppt zu werden, fernab von Ersatzteilen – das kommt nicht infrage.
Am Montag geht das Organisieren los. Ein Schiff ist rasch gefunden, die Flüge sind bereits am Dienstag gebucht. Heute nehmen wir die Fähre zurück aufs
Festland. Der Abschied fühlt sich abrupt an, aber er ist notwendig.
Viel zu früh stehen wir im Hafen. Erst ab sechzehn Uhr wird die Fähre beladen. Zeit zum Warten, zum Sortieren der Gedanken. Die Baja bleibt hinter uns zurück – mit
all ihren Eindrücken.
Bruno hat uns eine Suite gebucht. Eine kleine, aber feine Überraschung mitten im Chaos der Entscheidungen. Tut gut. Merci, Mustache. 💛 Natürlich habe ich mir ein langes, heisses Bad gegönnt.😉
06. Februar 2026
Die Überfahr verlief ruhig und pünktlich laufen wir im Hafen von Mazatlán ein.
Schon um 09:30 Uhr rollen wir aus dem Hafengelände. Vor uns liegen 1’360 Kilometer – die lange Fahrt nach Veracruz beginnt.
416 km kommen auf den Tacho, 80 CHF verschwinden aus dem Geldbeutel für die Autobahngebühren. Der Preis für ein zügiges Vorankommen. Einen Übernachtungsplatz finden wir bei einer
Magueyferder-Plantagen. Kurz vor acht sitzen wir bereits vor der Tagesschau.
In Magueyfeldern wächst die Agave heran – langsam, über viele Jahre. Aus ihrem Herzen wird Mezcal gewonnen: gekocht, vergoren, destilliert. Ein
Getränk mit Rauch, Sonne und Geduld.
Abgrenzung zu Tequila:
Tequila ist eine Sonderform von Mezcal, darf nur aus blauer Agave und aus bestimmten Regionen stammen.
08. Februar 2026
814 Kilometer in zwei Tagen – wow, das ist viel für uns. Auch die Mautgebühren können sich sehen lassen: CHF 128.50. Tja, wenn man zügig vorankommen will, führt kein Weg an der Autobahn vorbei.
Landschaftlich bleibt es jedoch eintönig: staubig, trocken, endlos.
Unser gestriger ÜP lag nahe bei einem Friedhof, unweit einer Tankstelle und der Autobahn. Gegen 21 Uhr werden wir plötzlich mit Taschenlampen angeleuchtet. Drei Polizisten wollen wissen, warum
wir hier stehen und nicht bei der Tankstelle. Zu laut, unsere Antwort.
Sie verlangen, dass wir aussteigen – geht nicht, wir sind bereits im Bett, unsere Antwort. Trotzdem wollen sie unsere Ausweise, die Fahrzeugpapiere, Führerschein sehen. Bruno holt alle Kopien und
reicht sie ihnen durchs Fenster. Langes Studieren (obwohl alles auf Spanisch). Schließlich bekommen wir die Unterlagen zurück: „Ruft 911 an, wenn etwas ist,
ja?“ Okay.
Um sieben Uhr morgens stehen dieselben Polizisten wieder auf der Matte. Ob alles in Ordnung sei? Natürlich, unsere Antwort. Dann fragen sie, ob wir vielleicht Geld aus Paraguay hätten – nur eine
Münze, sie würden Münzen sammeln. Wir suchen und finden chilenische und kolumbianische Münzen und geben ihnen am Schluss all unsere gesammelten Münzen, die sich über die Jahre angesammelt haben.
(Etwas weniger Gewicht, das wir nun herumfahren.) 😊
Unser Bargeld geht langsam zur Neige, und Bruno ist schon wieder leicht gestresst. „Was ist, wenn…?“ Also Planänderung: runter von der Autobahn, rein in ein Einkaufszentrum, Geld
holen – durchatmen.
Und dann, irgendwann zeigt sich der Popocatépetl, diesmal von seiner Rückseite. Kurz darauf taucht in weiter Ferne ein weiterer Gigant auf – der Pico de
Orizaba, majestätisch und beeindruckend mit seinen 5’636 Metern. Nur schade liegt er hinter einer "Dunstglocke".
Auf Google Maps findet Bruno eine Lagune – sie passt perfekt in unser Zeitfenster. Und so landen wir ganz unerwartet bei einem kleinen Juwel. 💙
Die Laguna de Alchichica ist ein außergewöhnlicher Kratersee vulkanischen Ursprungs an der Grenze zwischen Puebla und Veracruz. Auf rund
2’300 Metern Höhe gelegen, besticht sie durch ihr salzhaltiges, alkalisches Wasser und eine karge, fast mondartige Landschaft. Berühmt ist die Lagune für ihre seltenen Stromatolithen – uralte, lebende Kalkstrukturen, die heute nur noch an wenigen Orten weltweit vorkommen.
Name & Bedeutung
„Alchichica“ kommt aus dem Náhuatl und bedeutet ungefähr:
👉 „Ort des salzigen Wassers“
09. Februar 2026
Von klirrenden –2 °C auf 2380 m ü. M. geht es hinunter Richtung Veracruz. Schon kurz nach dem Start übersieht Bruno ein Lomo. Die 30 km/h reichen aus – wir knallen an die Decke. 😳 Hinten in der Wohnkabine fliegt so ziemlich alles durch
die Luft, was nicht festgemacht ist. Ein kurzer Blick zurück, einmal tief durchatmen, fluchen, dann Weiterfahren. 🚐💨 Kilometer für Kilometer fällt die Höhe – und steigt die Temperatur. Unten
angekommen zeigt das Thermometer 27 Grad, warm und feucht. 🌡️🌴
Bruno sitzt wieder am Steuer, sieht ein Rotlicht zu spät und fährt durch. Der Wagen hinter uns? Natürlich: die Polizei. Wir werden verfolgt, überholt und abrupt zum Anhalten gezwungen. Ich muss
dazu anmerken, dass Ampeln in Mexiko eher selten da stehen wo wir sie normalerweise vermuten. Hier stand diese auf einer mehrspurigen Strasse ganz links in Bäumen versteckt, kaum zu sehen.
Ein junger Polizist kommt ans Fenster: „Caballero, Sie haben eine rote Ampel überfahren!“ "Ja, tut mir leid, ich habe sie zu spät gesehen.“ Er schaut irritiert, fast erstaunt darüber, dass Bruno
den Fehler sofort zugibt. „Okay, wohin wollen Sie?“ „In den Hafen.“
Er nickt. „Gut, Sie können weiterfahren. Aber hier in unserem Land hält man sich an die Verkehrsregeln. In Ihrem vielleicht nicht – aber hier bleibt man bei Rot stehen!“ Wir dürfen ohne Busse
weiterfahren.🥴 Gracias, señor!
Im Büro von Easylander wird der Abgabetermin bestätigt: morgen, 10:00 Uhr. Es wird ernst. Danach fahren wir zu unserem Airbnb. Die Einfahrt ist – natürlich – nur für normale Autos gedacht. Doch wir haben Glück. Direkt davor liegt ein großer, noch unbebauter Platz. Genau richtig
für uns. 🚐
Kaum stehen wir, beginnt das große Fertig-machen für die Verschiffung. Koffer packen für die Schweiz, wo es aktuell saukalt ist. Also brauchen wir
Kleidung für Tropentage und für die Eiszeit. ❄️☀️
Unser Wasser reicht gerade noch für eine Trommel Wäsche. Zum Trocknen können wir nicht wählerisch sein, wir nehmen was es hat. Passt. 😉🧺
Ab fünfzehn Uhr können wir unsere „Wohnung“ beziehen. Sieht doch ganz akzeptabel aus.
Taschen und Koffer werden nach oben getragen. All unsere Lebensmittel, die wir in den letzten sechs Wochen wieder
angefangen haben aufzustocken, müssen nun innerhalb einer Woche gegessen oder verschenkt werden.
10. Februar 2026
Es ist halb zehn – Zeit, unser Pepamobil in den Hafen zu bringen. 👋👋👋😣😣😣 Ein komisches Gefühl …
Wir warten auf die WhatsApp von Karina – sie gibt uns das Go für die Zollkontrolle. Solange heißt es: Geduld haben. Und das ist ja bekanntlich nicht unsere größte Stärke. 😉
Also ziehen wir die Turnschuhe an und drehen erst mal eine Runde, um den Kopf frei zu bekommen und die aufkommende Nervosität abzuschütteln.
Zurück in der Wohnung landen wir wieder am Handy und an den Laptops. Mails beantworten, Organisatorisches für die Schweiz klären – es hört einfach nicht auf...
12. Februar 2023
Noch immer kein Aufgebot vom Zoll, langsam steigt die Nervosität. Am Montag geht unser Flieger… hoffentlich mit uns! 🥹✈️
Schon drei Jahre ist es her, dass wir unsere Lola gehen lassen mussten. Und trotzdem fühlt es sich manchmal an wie gestern. Wie schnell die Zeit vergeht – und wie sehr sie trotzdem fehlt. 🐾
Man gewöhnt sich an vieles, auch daran, ohne Hund zu reisen. Es ist einfacher, unkomplizierter, spontaner. Und doch bleibt da dieses kleine Loch. Dieses Gefühl, dass jemand fehlt, der einfach
immer da war.
Man trägt sie weiter mit – nicht mehr an der Leine, sondern im Herzen. 🤍
Uff … und genau in diesem Moment ploppt die WhatsApp auf: Vier Uhr heute Nachmittag im Hafen! 😳⚓️
Wie immer darf nur der Fahrzeughalter in den Hafenbereich – also bleibe ich „zuhause“, lege mich hin und gönne mir eine Runde Schlaf. Keine 90 Minuten später steht Bruno schon wieder im Zimmer.
„Alles erledigt, alles kein Problem. Dank der Hilfe des Mitarbeiters von Karina ging sogar das Herausnehmen und Wieder-Verstauen der vielen Zarges-Boxen ruckzuck.“ Puh…
😅
Jetzt heißt es warten. Am Montag geht unser Flug nach Genf. ✈️
Papst Johannes Paul II
Ein Spaziergang am Malecón von Boca del Río – feuchte, salzige
Meeresluft, das Licht der Strassenlampe direkt auf das Haupt der Statue von Papst Johannes Paul
II..
Mexiko war für Johannes Paul II. ein besonderes Land. Seine Besuche haben Spuren hinterlassen.
Aussicht von unserem Airbnb..
13. Februar 2026
Aus der Schweiz erhalten wir unerwartete, aber sehr geschätzte Unterstützung. Ein langjähriger Leser unserer Homepage aus dem Tessin – seit über 40 Jahren Lkw-Mechaniker/Garagist – hat sich
per E-Mail zu unserem Getriebeschaden gemeldet.
Bereits im Mai 2024, als er die Bilder unseres PeMo gesehen hatte, sagte er damals zu seiner Frau: „Das gibt einen Totalschaden.“ Seine fachliche Einschätzung bestätigt nun leider unsere aktuelle
Situation.
Gleichzeitig hat er uns sehr konkrete und hilfreiche Hinweise gegeben, wie wir fahren und schalten sollten, um es möglichst schonend und sicher auf eigener Achse bis in die Schweiz zu schaffen.
Seine Ratschläge sind praxisnah, nachvollziehbar und für uns von großem Wert.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Solche fundierten, konstruktiven Rückmeldungen helfen uns wirklich weiter – und sind weit wertvoller als Kommentare von Menschen, die
einfach alles immer besser wissen.
14. Februar 2026
Valentinstag? Spielt heute keine Rolle. Der Karneval drängt sich unüberhörbar in den Vordergrund.
Schon am Vormittag weht hinter unserem Block ein Hauch von Ausnahmezustand durch die Straßen. Motoren brummen, Generatoren rattern, aus allen Richtungen dringen Musikfetzen – mal Salsa, mal
Samba, mal irgendetwas dazwischen.
Neugierig ziehen wir los, um nachzusehen, was da abgeht. Und tatsächlich: Die Wagen stehen bereit, mehr oder weniger startklar für den großen Umzug. Hier wird noch geschraubt, dort glitzert schon
das letzte Pailletten-Kleid im Sonnenlicht. Kabel werden verlegt, Lautsprecher getestet, Tänzerinnen wärmen sich lachend auf.
Vertreten sind Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Frankreich, die Niederlande, Kuba, Mexiko – eine bunte, internationale Mischung. Dazu kommen
zahlreiche lokale Betriebe, Vereine und Gruppen, die mit genauso viel Herzblut dabei sind. Jeder Wagen erzählt seine eigene kleine Geschichte, jeder will auffallen, lauter sein, schillernder.
Wir nur mit Ohropax...
Um halb sechs marschieren 🚶♀️🚶 wir los. Wir sichern uns einen Platz ganz vorne. Wir warten....nun ja, hier tickt die Zeit nicht nach Schweizer Uhrwerk. 😁
Sechs Uhr vergeht. Halb sieben. Viertel vor sieben.
Erst gegen neunzehn 🕖 setzt sich die Spitze des Umzuges in Bewegung. 15 Minuten später kommen dann die ersten tanzenden Gruppen an uns vorbei. Federkopfschmuck, Glitzer, Trommeln, lachende
Gesichter – und ohrenbetäubender Musik.
Der erste Wagen. Natürlich mit der
Reina del Carnaval 👑🎉 Strahlend, – der Abend gehört ihr!
Fotos sind im Dunkeln schwierig, zumal sich ja alle bewegen...Die Mischung ist interessant, ganz anders als bei uns im Westen.
15. Februar 2026
Frühstück natürlich auch hier mit einer "Bernerzüpfe".
Gegen Mittag kommt die Aufforderung zum Einchecken. Kaum geöffnet, ploppt sie auf – die Frage aller Fragen: Upgrade auf Business? 500 Dollar. Ein kurzer Blick zu
Bruno, aber gerne doch! 😎 Ein Klick – gebucht! ✈️✨
Der für zwölf Uhr geplante Karnevalsumzug musste heute kurzfristig verschoben werden. Ein kräftiger Wind fegte über die Küste, die Wellen türmten
sich hoch auf und schlugen mit solcher Wucht gegen die Schutzmauer, dass die Gischt meterweit darüber hinweg spritzte.
Unter diesen Bedingungen war an ein sicheren Umzug entlang der Promenade nicht zu denken.
16. Februar 2026
Flug Veracruz-Genf
Natürlich sind wir wieder viel zu früh dran. Wie immer.
Schon um elf Uhr sind wir am Flughafen – bereit zum Abflug. Was soll’s? Ob wir nun hier auf den unbequemen Stühlen warten oder noch eine Stunde in der Wohnung herumtigern – das Warten bleibt
dasselbe. Hier gibt es immerhin Menschen zu beobachten, das rege Treiben das an einem Flughafen herrscht.
Zwei Stopps, und total 32 Stunden liegen vor uns:
Von Veracruz (VEA) nach Mexiko-Stadt im Airbus A320, weiter von dort nach Madrid mit dem A350-900 – und zum Schluss von Madrid nach Genf im Bombardier CRJ1000.
Der Abflug? Natürlich mit Verspätung. Kaum sind wir in der Luft, zeigt Google Maps seltsame Kurven. Was macht der Flieger denn da? Drehen wir etwa um? Ein kurzer Moment Nervenkitzel. Uff – nein.
Nur eine zusätzliche Schlaufe.
Landung in Mexiko-Stadt. Raus, zügig durch den Flughafen, rüber zu Gate 19. Das Boarding läuft bereits. Wir drängen nach vorne zur Kontrolle, schaffen es, und werden per Bus zum Flieger
gefahren. Auch hier: wieder verspäteter Start.
Businessklasse hin oder her – an Schlaf ist nicht zu denken. Der Vogel wird ordentlich durchgeschüttelt. Kein sanftes Dahingleiten über den Atlantik, sondern ein ständiges Rütteln und Schütteln.
Ich spreche mit dem Maître de Cabine, und bestätigt, dass Turbulenzen tatsächlich zunehmen. Wärmere Luftmassen, stärkere Jetstreams, mehr Dynamik in großen Höhen – je weiter die
Klimaerwärmung voranschreitet, desto unruhiger wird es da oben. Irgendwie unheimlich.
Da sitzt man im breiten Komfortsitz, bestens umsorgt, eingehüllt in Decke und gedimmtes Licht – und spürt trotzdem sehr deutlich, wie klein und verletzlich man in zehntausend Metern Höhe
eigentlich ist. ✈️
Keine Sicht für mich aus dem Fenster – schade.
Kein Blick auf das nächtliche Lichtermeer von Mexiko-Stadt, kein Sonnenaufgang über dem Atlantik, kein erster Schimmer Europas am Horizont vor
Madrid. Stattdessen nur Kabinenwand und gedämpftes Licht. ✈️
17. Februar 2026
Madrid–Genf, diesmal wieder am Fenster.
Kaum sind wir über den Wolken, reißen die Schleier auf – und schon kurze Zeit später liegen sie unter uns: die Pyrenäen.
Spanien noch fast Wolkenlos.
Die Pyrenäen – schon seit vielen Jahren steht diese Gegend auf unserer Wunschliste. Kleine Bergdörfer, endlose Wanderwege, kurvige Passstraßen,
vielleicht irgendwo ein einsamer Stellplatz mit Blick auf die Gipfel.
Wer weiß – unser PeMo ist ja unterwegs nach Zeebrügge. Jetzt sind Ziele wie Island, Irland, Schottland oder GB zum Greifen nah.
Kaum sind wir über Frankreich, bedeckt eine dicke Wolkendecke die Landschaft unter uns.
Nur in der Ferne lugen einige Viertausender aus dem dichten Grau hervor. Ihre Spitzen glänzen im Licht, während der Rest der Berge sich unter der weißen Decke verbirgt. Ein faszinierender
Kontrast: unten endlose Weite aus Wolken.