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Februar 2018

Die "Erdhaufen" rund um die Häuser müßen wieder an ihren Platz zurück, gut haben wir jetzt eine Maschine, die dies für uns macht. 

 

Die Jungs im Element! 😉😉

 

Es sind Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad angesagt, wir ergreifen Notmaßnahmen, ein Schattendach muß her.

 

Unser Nachbar lässt auch bauen! Bei ihm dauert das Ganze ?? zwei Stunden. Das Schwierigste daran: die Einfahrt für den LKW aufs Gelände! Das Stromkabel hängt zu tief, die Reifen sind Sliks, sie drehen durch, ein Baum steht im Weg, er demontiert sich seinen Windabweiser, und...er hat seinen Truck nicht unbedingt im Griff. Auf der einen Seite touchiert er das Tor, auf der anderen hat er einen Meter Platz!

Ihm hat man auch in Villarrica die Fahrertüre eingeschlagen, weil er sich nicht am Streik beteiligt hat. 

 

Gegen diese Landschaftsverschmutzung leiten wir natürlich sofort Gegenmaßnahmen ein...

 

05. Februar 2018

So, und was nun fast sechs Monate gedauert hat, ist heute eingetroffen...unsere Kiste aus der Schweiz. Das ist alles, was aus dreißig Jahren "Leben" übrig geblieben ist: Kelim-Teppiche, Kissen und Dekoartikel aus dem Iran, ein paar Klamotten, einige Fotos. Die Ersatzplatine für den Studer Wechselrichter, eine italienische Espresso-Kaffeemaschine, eine Kaffeemühle kommen neu dazu, listo. Wieder hilft unsere Nachbarin Sylvia. Bis unser Haus fertig ist, dürfen wir die Sachen bei ihr lagern. Was nur würden wir ohne sie machen?

 

09. Februar 2018

Endlich kommt einer und mäht unsere Wiese. Fünf verschiedene Männer habe ich angefragt, keiner kam, bis auf Berti. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass ich wieder einmal Aerobic machen würde, hätte ich ja nie gedacht. Der Deutsche Sportverein macht's möglich. Ab sofort geht's zu "Beine, Bauch, Po" und Step-Aerobic. Suuuper cool!

 

 

16. Februar 2018

Wir lernen unsere neusten Nachbarn kennen. Zum ersten Mal gibt's Kuchen und Café im fast fertigen Haus. Okay, die Küche fehlt noch, auch die Fliesen müssen noch gelegt werden, aber wen juckt's?

 

Bruno lässt die Drohne steigen, um den beiden ihr Grundstück von oben zu zeigen. Sehr gut sehen wir, woher das viele Wasser kommt, wenn es regnet!

 

 

Bild 1

Unten in der Mitte das Anwesen von Sylvia, der ursprünglichen Landbesitzerin, oben rechts unser Haus mit dem Pool.

 

Bild 2

Das Grundstück von der Familie P. wird regelrecht vom Wasserlauf durchtrennt.

 

Am Montag regnet es fast den ganzen Tag. Als es kurz mal etwas weniger schüttet, laufe ich über die Grundstücke. Wohin ich schaue "Wasser"! Lola freut's!!!!!

 

Im nächsten Leben will Bruno Landschaftsgärtner werden. Stundenlang sitzt er auf seinem "Bagger" und versucht, dem Teich eine neue Form zu geben. 

 

Dies vorerst die aktuelle "Teichform". Mal sehen, was beim nächsten heftigen Regenfall passiert.

 

Zurzeit gibt es privat natürlich nicht viel zu erzählen, dafür umso mehr vom Hausbau. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, poste ich hier nur noch wenig. Dies wird sich aber bestimmt ändern, sobald wir wieder unterwegs sind.

 

Beim Abendspaziergang beschliessen wir, endlich den Scheiterhaufen zu verbrennen. Ein Gewitter naht, also perfektes Timing!

 

Was hier echt nervig ist, sind die vielen Milliarden Ameisen. Hat man einen Ameisenhaufen "vergiftet", spriesst fünf Meter weiter ein neuer aus dem Boden. Täglich müssen wir, leider mit der Giftspritze, unsere "Länderei" nach neuen Nestern absuchen. Liegt ein Ast oder Baumstamm länger als ein Monat am Boden, zack, schon wird fleissig gebaut. 

 

Die vielen Arbeitsstunden im "kleinen Wald" tragen endlich "Früchte". Gestern Nacht gab es wieder heftige Regenfälle und nichts wurde weggeschwemmt, alles noch da wo es war. Uff...

Carlos, ein Arbeiter, schleppt mir aus seinem Garten Pflanzen an, welche natürlich sofort einen Platz im Wald bekommen. 

 

So, auch hier mal ein Rückblick.

 

So sah es letzten Oktober aus.

 

Und hier das Feld, welches wir umgepflügt haben.

 

 

 

Jetzt, 28. Februar, auch bei heftigem Regen, so!

 

Jetzt so!


 

Bosque pequeño: November 2017

 

Kleiner Wald: 01. März 2018

 

Große Wiese im November 2017                                                                       Und am 01. März 2018                   

 

Und so bunt blüht es inzwischen auf Y Yvytu / Wasser und Wind

 

02. März 2018

Schon wieder sind drei Monate rum, unser Pepamobil braucht wieder eine Aufenthalts-Verlängerung. Diesmal fahren wir nach Asunción. Vorher müssen wir aber Lola bei Marion und René in Altos abgeben, denn für sie wäre es eine Tortur.  In Asunción fahren wir zur "Aduana National". Bruno geht rein, nach fünf Minuten ist er wieder zurück. Absolut problemlos. Papier abgeben, die Antworten auf die Fragen: "wo ist der Lkw? in Independencia,  wieso? weil wir ein Haus bauen" scheinen zufriedenstellend zu sein, denn ohne weiteres bekommen wir drei weitere Monate abgestempelt. Der Beamte macht Bruno noch darauf aufmerksam, dass er den Lkw importieren könnte, listo!

 

Dann geht es ab ins Shopping del Sol, da ins "Nueva Americana". Es wird langsam an der Zeit, sich um Geschirr, Besteck, Gläser, Badetücher und Bettwäsche zu kümmern. Nach zwei Stunden ist unser Pickup voll und unser Geldbeutel um 7,300,000 Guarani leichter. Im "Electropar" finden wir eine tolle Auswahl an Lampen, auch dort lassen wir sechs Millionen liegen. Bei "Olier" kommen das Kochgeschirr, Staubsauger und Teigrührmaschine dazu. Gegen siebzehn Uhr sind wir wieder im "Hasta la Pasta". Uff...Asunción ist wirklich anstrengend. Wir sind jedesmal froh, wenn wir aus der Stadt raus sind. 

 

Am Samstag müssen wir noch einmal kurz rein. Kurz nach Mittag sind wir durch und fahren zurück. Die Wolken werden immer bedrohlicher. Das erste Gewitter zieht mit sintflutartigen Regenfällen über uns hinweg. Wir nehmen die Wolken mit. Von Sylvia werden wir über die Wetterverhältnisse auf dem Laufenden gehalten. Je näher wir nach Inde. kommen, desto heftiger die Regenfälle. Weltuntergang im Planta Urbana. Ob wir die 200 Meter Steigung zu uns hoch schaffen? Ich übergebe Bruno das Steuer, soll er schauen, dass wir da rauf kommen. Alles geht gut, kein Abrutschen, nichts, ohne Probleme kommen wir an. Obwohl alles unter Wasser steht, alles hält den Wassermassen stand. Auf unserem Gelände keine Schäden mehr.

 

Das Geniale an diesem Grundstück ist, eine Stunde später ist alles wieder normal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser erstes Essen im Haus, noch etwas provisorisch aber lecker, natürlich mit Nachbarin Sylvia.

 

Und endlich hatte Bruno Zeit, die neue Platine von Studer in den Wechselrichter einzubauen. Und...der Wechselrichter funktioniert wieder. Mensch, sind wir froh. Der Unterschied zum Victron ist doch sehr groß, zudem ist der Victron überhaupt nicht "Frauen-freundlich". Ab sofort geht wieder alles 100% automatisch, was für eine Freude. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bruno ändert unser "Schattendach". Jedesmal, wenn der Draht an den Truck kommt, gibt's einen Kurzschluss und unsere Sicherung springt raus. Einige Tage später  springt die Sicherung, ohne Grund, wieder raus. Komisch!

Bruno sucht nach dem Grund und findet ihn im Stecker.

Durchgeschmort.

 

Genial, wir haben Maronen-Pilze im Wald.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Nachbars Hund Rocky fühl sich bei uns pudelwohl.

 

17. März 2018

Claudia, Uwe und Mia, ihre Hündin, treffen gegen Abend ein. Sie wollen uns tatkräftig unter die Arme greifen. Auch sie sind seit vielen Jahren im WoMo unterwegs. Was sie so alles erleben, hier ihre Webseite http://www.cu-on-tour.de

 

Die ersten Tage wird viel gequatscht, gegessen und die Piscina genossen.

 

Die beiden geben alles. Sie reinigen den "großen" Kanal von angeschwemmtem Holz, mähen einen "Pfad" nach hinten in den Wald, denn sie möchten die Schlangen sehen können, welche sich hier übers Gelände schlängeln und beginnen mit dem "CU-Trimm dich Pfad".

 

Wenn Uwe vom Spaziergang im Wald zurückkommt, sehen seine Beine -und Mia- so aus!

 

In der Zwischenzeit geht der Hausbau seinem Ende entgegen. In der Osterwoche wird der erste Teil der Küche gebracht und die Fenster werden montiert. Die Aussenfliesen werden gelegt, die Mauern bekommen Farbe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir versuchen Claudia und Uwe zu bremsen, ihnen klar zu machen, dass wir diesen Weg so nie werden in Stand halten können, aber sie wollen nichts wissen, der "Sendero" wird immer länger, sie dringen immer weiter in den Wald vor, er wird immer besser, er wird super toll.

 

 

Am 31. März bekommen wir Besuch von Heike und Friedrich. Nur dank Friedrichs Fahrkönnen haben sie die kleine rutschige Steigung geschafft, denn, es hat wieder einmal geregnet und der Anstieg ist dann definitiv nicht geeignet für Fahrzeuge ohne 4x4!

Wie bei unserem letzten Treffen auf Valdéz bringen sie uns viele Leckereien mit. Bruno bekommt wieder einmal gutes Silikon und aus Chile bringen sie uns Pisco und GoldenNuss mit. Herzliche Dank an euch zwei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und, an Bananen wird es uns in der nächsten Zeit nicht fehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der neuen Küche wird gebacken und gegessen.

Das Lammkarree und der Kartoffelgratin schmecken super lecker. Von Ostern bekommen wir ansonsten nichts mit. 

 

 

1. April 2018

Heike und Friedrich müssen schon wieder weiter. Für sie geht es ab nach Montevideo, von wo aus ihr Fahrzeug die Heimreise antritt.

 

Unsere zukünftigen Nachbarn, aus München, sind auf Urlaub in Paraguay. Auch sie bringen Bestellungen mit. Und...wir trauen unseren Augen nicht...RAGUSA! Definitiv KEIN Aprilscherz! Vielen vielen Dank euch beiden.

 

Unsere Piscina zieht Spinnen an. Auf einem der Ionizadoren hat sich ein Weibchen mit seinen Jungen niedergelassen.

Die Jungmannschaft, das etwas hellere Knäuel auf dem Rücken der Mutter! Die nächste Mahlzeit, auch schon in den Fängen des Weibchens.

 

Seit Claudia und Uwe hier sind, verändert sich unser Wald. Täglich packen sie Schaufel, Motorsense und Rechen und verschwinden für Stunden im Bosque. Schauen wir zwei Stunden später nach, hat sich der Waldweg um 100 oder 200 Meter verlängert und die beiden haben 100 bis 200 ml Schweiss geschwitzt. Jedes "Fensterblatt", jede kleine Sehenswürdigkeit wird freigelegt und schön präsentiert. Einfach irre!

 

Am 4. April kommt Micha zu Besuch. Auch er packt mit an. Am Abend das wohlverdiente Bad! Die Abendstimmung einmal mehr grandios.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch er hat nicht viel Zeit, denn auch sein Flieger wartet nicht, kommt er zu spät nach Montevideo.

 

 

05. April 2018

Unsere Sofas und Stühle werden angeliefert. Alle packen mit an.

 

Jetzt hält Bruno nichts mehr, die Teppiche kommen an die Wände, Uwe muss helfen, die Dinger sind viel zu schwer...

 

Für den Nachmittag haben sich Marion und René angemeldet, Bruno will Punkte sammeln und gibt alles. 

 

Am Sonntag fahren wir zum Salto Suizo. Nach sechs Kilometern geht es zu Fuss weiter, die Erdpiste wird zur Schlammpiste.

Der Wasserfall sieht von oben aber eher bescheiden aus, nächstes Mal versuchen wir es von unten!

 

Es bleibt wenig Zeit, um die Homepage zu aktualisieren. Eigentlich wollten Uwe und Claudia am Montag abreisen, doch Uwe packt noch einmal die Motorsense und vollendet den "Sendero". Jetzt kann man eine 8 gehen, einfach genial. Die Strecke ist 1,3 km lang und geht die Hälfte durch den Wald, die andere über die Wiese. Mill Gracias amigos.

 

Am Dienstag kommt Regula mit ihrem VW-Bus auf Besuch. Die Wiedersehensfreude ist groß und es gibt viel zu quatschen.

Ein Grund mehr für Claudia und Uwe einen Tag anzuhängen.

 

Am Mittwoch verabschieden sich die beiden.  Sie wollen nach Uruguay in eine Therme und...fasten. 

Wir wünschen viel Spass, war schön mit euch. Sie fahren ab, Alice und Köbi, ein CH-Paar, seit einem Jahr auf Achse, fahren vor. Auch sie wollen helfen. Köbi bekommt die Bohrmaschine in die Hand gedrückt und so montiert er die Armaturen im "Camper-WC".

 

So langsam werden die Mandarinen reif. Regula und Alice klettern in den einzigen Baum den wir haben und kommen mit Kilos von Mandarinen zurück. Den halben Tag wird gepresst und geschnitzelt.

 

Montag, 16. April 2018

Nach fast fünf Wochen sind wir wieder alleine. Der Alltag kehrt ein.

 

Aber nur für einen Tag... Nelly und Toni fahren vor, ein weiteres Schweizer-Paar, seit neun Jahren auf Achse, seit fast vier in Südamerika.

 

Toni gibt alles und macht ein leckeres Asado. Natürlich gut bewacht von Lola!😏

 

Leckereien von "Erika" dürfen natürlich auch nicht fehlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Langsam kommt der Herbst, aber mit sommerlichen Temperaturen, und  die letzten Blätter vom Lapacho vom Wind verweht...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...und unsere Piscina ENDLICH wieder Blätter-frei.

Mensch was haben wir von dem Grünzeug rausgeholt. Tonnen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die beiden müssen weiter, auch für sie geht es wieder Richtung Heimat.