Select Language
Mexico Pepamobil 4x4 abenteuer on the road
14.11.25. - ??

 

 

Mexico zum Dritten 

 

 

14. November 2025

Nach einem doch relativ turbulenten Flug – das Anschnallzeichen war fast den ganzen Flug über eingeschaltet – landen wir pünktlich in Mexico City. Die Ausländer-Schlange ist kurz, und mit dem biometrischen Pass stehen wir bei sechs Kontrollstellen schnell vor dem Scanner. Aber halt, wir brauchen doch einen Stempel. Diesen bekommen wir bei der netten Beamtin, die extra für diese Ausnahmen hinter ihrem Pult sitzt. Ich sage ihr, dass wir Touristen seien und gerne drei Monate in Mexiko bleiben möchten. Sie blättert den Pass durch: „Woher wir kommen würden?“ – „Kolumbien“, lautet meine Antwort. Sie sucht eine freie Stelle im Pass, schreibt 14.05.26 hinein und wünscht mir einen schönen Aufenthalt. Wir bekommen also gleich sechs Monate – wie cool ist das denn?

Wir brauchen als Erstes das 🇲🇽 FMM (Multiple Migration Form). Dieses muss laut Agent online ausgefüllt werden. Also brauchen wir eine Internetverbindung. Starbucks ist dafür immer eine gute Anlaufstelle. Nach mehrmaligem, vergeblichem Eingeben aller Daten wird Bruno hässig. Ich versuche es – gleiches Ergebnis: Error!

 

Gestresst geht Bruno zum nächsten Polizisten; dieser verweist ihn zur Migration. Dort beruhigt man Bruno sofort: Es ist leider ein Fehler im System, man wisse Bescheid. Bruno händigt ihm die erforderlichen Informationen aus, und fünf Minuten später bekommt er das ausgedruckte Formular in die Hand gedrückt und kommt zurück.

 

Mit dem Taxi fahren wir zum City-Express-Hotel. Es ist inzwischen siebzehn Uhr – höchste Zeit für eine erste Runde durchs Barrio Rosa.
Straßenverkäufer überall, fast wie in Kolumbien: viele Menschen, laut, weniger bunt, dafür raucht hier gefühlt jede/er zweite. 

 

Ein Buffet-Restaurant sieht vielversprechend aus. Kaum sitzen wir, legt die Liveband los – so laut, dass die Kellnerin uns anschreien muss. Wir nicken höflich, stehen auf und flüchten.

 

Ein paar Schritte weiter finden wir ein Taco-Lokal ohne Musik, dafür mit super Bedienung. Zum Dessert bestellen wir ein Glacé. Es wird – noch komplett in Plastikfolie eingewickelt – direkt aus der Tiefkühltruhe an den Tisch geliefert. Lachend wird es vom Kellner ausgepackt. Gesättigt und ziemlich müde geht’s zurück ins Hotel.

 

15. November 2025

Das Centro Histórico unser heutiges Ziel.

Die 4,8 Kilometer sind in Google Maps eingegeben, zu  Fuß geht’s los, vorbei an vielen hohen und interessanten Gebäuden.

Uns fallen die vielen Polizist:innen auf, je näher wir dem Zócalo kommen.

Nicht das Bild ist schief, das Gebäude sinkt langsam ab.

In Mexico City stehen viele Gebäude schief, weil die Stadt auf dem weichen Boden eines ehemaligen Sees erbaut wurde. Durch das ständige Abpumpen von Grundwasser senkt sich der Untergrund ungleichmäßig ab – und damit geraten Häuser, Straßen und sogar ganze Viertel langsam in Schieflage.

 

Und dann stehen wir vor dem Palacio de Bellas Artes. Ein ikonisches Gebäude, normalerweise offen, einladend, lebendig. Heute: mit einer massiven Metallabsperrung verbarrikadiert. Nur eine schmale Tür führt in den Innenhof. Das Museum geschlossen, viel Polizei, die Stimmung angespannt.

Bruno fragt nach, und die Antwort ist klar und knapp: Große Demonstration ab 14 Uhr. Es wird heftig. Man rät uns, später nicht hier zu sein.

Ehrlich jetzt? Langsam sieht es so aus, als hätten wir ein Talent dafür, politische Unruhen magisch anzuziehen.

 

Wir schlendern weiter durch die Gassen Zócalo's, oder versuchen es zumindest. Jedes bedeutende Gebäude ist abgeriegelt oder schwer bewacht. Die Stadt wirkt vorbereitet, aufgeladen.

  

Also gut, Plan B. Ein Uber soll uns zum Jardín Botánico bringen. Doch ein Kilometer vor dem Ziel: Sperrung, Polizeiketten, Sirenen. Diesmal sind es junge Menschen der Generation Z, die sich gegen Missstände auflehnen. Laut, entschlossen, zahlreich.

 

Wir geben auf, steigen aus und gehen zurück ins Hotel.

Erst gegen 16 Uhr wagen wir uns erneut hinaus. Mein Kopf brummt, trotz der zwei eingenommen Aspirin.

 

Auf Empfehlung machen wir uns auf den Weg zum Sofitel. Mit zwei Aufzügen geht es hoch in den 38. Stock, aufs Rooftop. Aussicht atemberaubend. Wir bekommen einen Tisch zugewiesen, voll an der  prallen Sonne, die Musik ohrenbetäubend. Essen? Nur kleine Appetithäppchen. Gespräche? Unmöglich. Schnell mache Ich ein paar Fotos dann flüchten wir wieder nach unten.

 

In den Straßen herrscht inzwischen völlige Reizüberflutung: fliegende Händler, drängende Menschen, Bars, die ihre Musik so laut spielen, als würden sie gegen die ganze Stadt antreten wollen.

 

Erst in einer unscheinbaren Seitengasse finden wir ein kleines, ruhiges, französisch angehauchtes Restaurant. Ich nehme eine sopa de pescado, Bruno pescado con ratatouille. Endlich, seit Tagen das erste Gemüse, na ja Gemüse ist übertrieben, das Gemüse musste er suchen!.

 

Um sieben sind wir wieder im Hotel – erschöpft, aber froh, den Tag überstanden zu haben.😉😉

 

Sonntag, 16. November 2025

Im Spiegel heute folgende Meldung https://www.spiegel.de/

 

Da heute alles wieder normal zu sein scheint, machen wir uns auf den Weg zum Bosque de Chapultepec.

 

Der riesige Park erstreckt sich auf über 866 Hektar und beherbergt 12 Museen.

 

Unser erster Stopp:

Museo Castillo de Chapultepec – ein beeindruckendes Schloss mit über 50 Räumen auf 10'000 m². Seit 1944 ist es ein Museum mit rund 30 Ausstellungsräumen voller Geschichte und Kunst. Eintritt für Rentner-kostenlos!

Garten des Alcázar („Jardines del Alcázar“) im ersten Stock des Castillo de Chapultepec, direkt angrenzend an die ehemaligen kaiserlichen Wohnräume von Maximilian & Carlota.

La puerta de la paz” – von Jorge González Camarena

Teil einer größeren Serie von Murales im Museum

La Consumación de la Independencia

Die Vollendung der Unabhängigkeit Mexikos

 

 

Saal der Vizekönige und hohen Beamten der Kolonialzeit, ein Teil der Museumssektion über das Vizekönigreich Neuspanien (1521–1821).

Er zeigt: 

Offizielle Porträtgemälde von Verwaltungs- und Militärfiguren der spanischen Kolonialherrschaft.

Typische Kleidung und Uniformen des 17.–18. Jahrhunderts

Objekte der Militär- und Regierungsgeschichte (z. B. die Kanone im Zentrum)

Maritimes Erbe

Ein aufwendig gearbeitetes Modell eines historischen Segelschiffes erinnert an die Bedeutung der Handels- und Marinewege im spanischen und frühen mexikanischen Staat. Es veranschaulicht die Rolle Mexikos als Knotenpunkt globaler Routen vom Pazifik bis zum Atlantik.

  

Weiter geht es zum Museo de Arte Moderno

zeigt eine der wichtigsten Sammlungen moderner mexikanischer Kunst. Zu sehen sind Werke von Frida Kahlo, Leonora Carrington, Remedios Varo, Rufino Tamayo, Roger von Gunten und vielen weiteren. Das Museum verbindet Architektur, Skulpturengarten und starke Ausstellungen zu einem zentralen Ort der modernen Kunst Mexikos.

Frida Kahlo, darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Vor zehn Jahren waren wir bereits im Museo Frida Kahlo, dem früheren Zuhause der Künstlerin.

Roger von Gunten – Estrellas distantes (1966)
Acrílico sobre tela
Ein farbintensives, poetisch-abstraktes Werk, des schweizerisch-mexikanischen Künstlers in dem von Gunten mit klaren Formen und leuchtenden Tönen eine träumerische, offene Bildwelt schafft.

 

Museo Nacional de Antropología (auch schon vor 10 Jahren besucht)

Das bedeutendste Museum Mexikos zeigt die Kulturen der vorspanischen Zivilisationen – von den Olmeken bis zu den Azteken. Neben weltbekannten Objekten wie dem Piedra del Sol finden regelmäßig traditionelle Tänze und kulturelle Vorführungen im Außenbereich statt, so auch heute.

  

Letztes Halt: Das Museo Rufino Tamayo – zeitgenössische Kunst in all ihren Facetten.

   

Zum krönenden Abschluss geht es zu Saks, wo wir uns ein feines Essen gönnen – ein perfekter Tagesausklang nach so viel Kultur!

 

Um 12:50, nach einer Viertelstunde Wartezeit, bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Eine Dame kommt vorbei, bietet uns süsse Teichen an? Stirnrunzeln! Wir bekommen die Karte, aber auch diese ist etwas gewöhnungsbedürftig – Süsses, und noch mehr Süsses. Auf meine Frage nach Salat, Fleisch oder Fisch heißt es: ‚Die Karte für das Mittagessen gibt es erst ab ein Uhr, vorher gibt es nur Desayuno/Frühstück! "Andere Länder, andere Sitten." Wir dürfen bleiben – und um 13:45 bekommen wir schließlich den bestellten Tomatensalat und den Fisch.

 

17. November 2025

 Heute fliegen wir nach Veracruz. Da dieser aber erst spät nachmittags ist, lassen wir uns zur Basilica de Guadelupe chaufieren.

 

Basilica de Guadalupe...
... in Mexiko-Stadt ist der wichtigste Wallfahrtsort Lateinamerikas. In der modernen Rundkirche wird die berühmte Tilma mit dem Bildnis der Jungfrau von Guadalupe verehrt. Auf dem Gelände stehen zudem die historische Alte Basilika und mehrere Kapellen am Tepeyac-Hügel, dem Ort der Marienerscheinungen von 1531. Jährlich besuchen Millionen Pilger diesen spirituellen Mittelpunkt Mexikos.

Für uns Atheisten wirkt das Ganze eher wie eine Szene aus einem anderen Film…

Alte Basilika von Guadalupe
Die barocke Alte Basilika aus dem 17. Jahrhundert war früher das Zentrum der Guadalupe-Wallfahrt. Wegen des instabilen Bodens begann sie sich zu neigen, weshalb später die neue Rundbasilika gebaut wurde. Heute ist sie ein beeindruckendes historisches Bauwerk und Teil des weitläufigen Heiligtums am Tepeyac-Hügel.

 

Schnell ist für uns klar: Wir müssen hier weg.
Ein Uber ist rasch bestellt, und die 20 km bis zum neuen Flughafen Felipe Ángeles, der erst am 12. März 2022 eröffnet wurde, vergehen dank eines interessanten Gesprächs mit unserer Fahrerin wie im Flug.

Am Flughafen heißt es dann: warten. Wir tun, was man eben tut — spielen, essen, hin- und herlaufen, warten.

 

Pünktlich auf die Minute hebt die kleine Maschine ab und fliegt direkt in den Sonnenuntergang. Einfach nur beeindruckend.

 

Gedanken über den Wolken, wo die Freiheit wohl grenzenlos ist...

 

Wo die Sonne den Himmel berührt und das Licht wie flüssiges Gold über die Wolken rinnt, fühlt sich die Welt plötzlich weit und möglich an. ✨

Die dunkle Wolkenwand links – mächtig, wild, lebendig – erinnert daran, wie viele Stürme wir schon durchflogen haben, oft ohne es zu merken. ⛈️ Und dann dieser zarte, warme Streifen am Horizont: ein Versprechen, dass hinter jeder Schwere ein neuer Anfang wartet. 🌅

Der Flügel neben mir, still und stark, trägt uns einfach weiter. Ein Symbol dafür, dass man nicht immer alles verstehen muss, um trotzdem vorwärtszugehen. ✈️

Vielleicht liegt genau hier oben die Wahrheit:

Dass Schönheit oft entsteht, wenn Licht und Dunkelheit sich begegnen. Und dass wir manchmal erst hoch hinaus müssen, um zu spüren, wie klein unsere Sorgen im Vergleich zum Himmel wirklich sind. 💛

 

Ein Moment zwischen gestern und morgen – schwebend, frei, und voller Hoffnung. ☁️✨

 

Veracruz

Wie klein doch der Flughafen hier in Veracruz ist – gerade mal drei Gepäckausgaben. Wir reisen nur mit Handgepäck, also rein ins Taxi. Zwanzig Minuten später stehen wir schon vor unserem Airbnb. Der Taxifahrer leiht mir sein Handy, denn ich habe nur ein Datenpaket und kann nicht telefonieren. So bekommen wir den Code und beziehen unsere Bleibe.

Na ja, schön ist irgendwie anders. Das Bett viel zu klein und die Matratze vieeel zu weich. Die Bananestellung tut unseren Rücken überhaupt nicht gut.

 

18. November 2025
Morgengymnastik mit „Roland Liebscher“ ist dieser Tage ein Muss!

Um 15:50 müssen wir zu Karina, der mexikanischen Agentin, die für die Zollformalitäten im Hafen verantwortlich ist. Sie informiert uns, dass der Frachter wegen zu hohen Wellengangs schon in Cartagena lange warten musste und dass hier wohl dasselbe passieren würde, da ab Windstärken 40 km/h der Betrieb, das be-entladen für Containerschiffe eingestellt wird. (Unfallgefahr)

Wenn alles optimal läuft, wird unser Pepamobil am Freitag ausgeladen – Drogenkontrolle. Am Samstag, eventuell am Montag, folgt die Kontrolle der Lebensmittel. Die Papiere gehen an die Behörde. Wir müssen auf die Freigabe warten, die mit Glück am Freitagmorgen erfolgt, mit Pech erst am nächsten Montag.

Da wir stündlich abrufbereit sein müssen, fallen Ausflüge ins Wasser.

Wir gehen essen, und zurück im Airbnb suchen wir uns ein Hotel mit Pool und Fitnessraum, schauen die Tagesschau und den Kassensturz und versuchen zu schlafen.

Hier wird der Grünstreifen mit Farbe passend gefärbt!

Nach langer Diskussion mit der Bedienung bekommen wir unser Essen ohne Käsebelag über dem Fisch.

Fisch mit Käse? Kulinarisch verlangt Mexiko schon viel Toleranz.

Es ist äusserst schwierig, hier ein Gericht zu bestellen, das nicht mit Käse überbacken ist. Ich glaube, die essen sogar Süsses mit Käse!

 

19. November 2025

Umzug ins City Hotel. Zimmerbezug ist hier in Mexico erst um 15 Uhr, Ausnahmen gibt es keine, obwohl das Hotel halb leer ist. 

Wir geben unsere Rucksäcke an der Rezeption ab und machen uns auf Richtung Walmart.

Wie Kinder an Weihnachten, mit großen, strahlenden Augen, schlendern wir durch die Regale. Wie freuen wir uns, endlich wieder unser eigenes Essen zu kochen. 

 

21. November 2025

Die Tage vergehen im gleichen Trott: Morgenroutine mit „Roland Liebscher“ … Frühstück – wenn man es denn so nennen kann.
Früchte, Nüsse und Samen kaufen wir im Mercado Chedraui. Die Milch gibt es nur „auf Eis gekühlt“; wir wärmen sie auf unserem Zimmer in der Mikrowelle. Besteck, Teller, alles aus Plastik.

 

Was die Einheimischen essen, bleibt uns weiterhin ein Rätsel.
Wenn wir ihre vollbeladenen Teller anschauen, wirkt das Essen so, als hätte es bereits ein zweites Leben hinter sich. (Sorry, aber genau so sieht’s aus!)

 

Nachmittags liegen wir am Pool, gehen am Strand spazieren und warten darauf, dass wir in eine der Beizen essen gehen können. Spaß macht es nicht. Die Auswahl ist immer dieselbe, und... in jedem Restaurant hängen zwischen 18 und 20 Fernseher, meistens laufen Musikvideos.

 

Via Vesselfinder verfolgen wir die Brasilia Highway … endlich, der RoRo-Frachter ist in Sicht. Um 11.15 läuft sie in den Hafen ein. Ob unser PeMo noch ausgeladen wird?

22. November 2025

Keine News von Karina!

Um 11 Uhr checken wir im City Express aus. Die Straßen sind nass – wir haben gar nicht mitbekommen, dass es geregnet hat. Dann lassen wir uns zum Mar y Tierra fahren, wo wir wieder nur unsere Rucksäcke abgeben dürfen (Check-in wieder erst um 15 Uhr)…

 

...und machen dann eine erste Runde im Centro Histórico

 

 

Im Mercado Hidalgo soll man gute Mariscos essen können, nichts wie hin. No comment!

 

Im Hotel habe ich eine Anzeige einer Pizzeria entdeckt – nur drei cuadras vom Hotel entfernt. Von außen sah es schon mal gut aus. Wir gehen rein… brrrr, kalt. Die Besitzerin schnappt sich sofort die Fernbedienung und stellt die Klimaanlage um!
Sanfte Musik im Hintergrund, Tischdecken wie in einer richtigen Pizzeria – passt.

Wir kommen gleich mit ihr ins Gespräch. Natürlich will sie wissen, woher wir sind, wie lange wir schon in Mexico seien, wo es den hingehen soll, etcetera etcetera, und so haben wir einen richtig tollen Abend. Die Karte sieht vielversprechend aus. Heute nehmen wir Pizza. Vorab gibt es einen italienischen Salat, ganz ohne Fertigsauce,  Mayo oder Ketchup, dafür mit Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer – köstlich.
Die Margherita und meine Champignon-Peperoni-Pizza waren richtig, richtig gut.

 

Morgen gibt’s dann Pasta. 

Um acht kommen wir in den Genuss eines richtig grosses Feuerwerk… es wird schon die ganze Woche gefeiert.

Am 23. November ist der „Día de la Armada“ (Tag der Marine), weil 1825 die Festung San Juan de Ulúa kapitulierte – das letzte spanische Bollwerk auf mexikanischem Boden. 

 

23. November 2025

Wir sehen die Brasilia Highway...

Plötzlich Kanonensalven!

Das Versorgungsschiff 

ARM Papaloapan (A-411) begrüßt die

 🇲🇽 ARM Cuauhtémoc mit eindrucksvollen Kanonensalven.

Majestätisch, begleitet von viel Gedöns, Hupen und Hornstößen wird die ARM Cuauhtémoc an den Kai manövriert.

🇲🇽 Ehrenbezeugung & Zeremonie

Wenn das Schiff in einen Hafen einläuft, stellen sich die Kadetten in die Masten, um die Stadt  feierlich zu begrüßen.
Es ist ein starkes, beeindruckendes Zeichen von Respekt und Seemannstradition.

 

Dieses Mal erhält die Zeremonie besondere Bedeutung: Präsidentin Sheinbaum gedenkt am Pier der beiden Matrosen, die vor sechs Monaten bei der Havarie des Dreimasters an der Brooklyn Bridge ums Leben kamen.

 

 

 Der Spiegel.de brachte einen Artikel darüber.

 

 

Das Aquarium steht heute auf dem Programm. Und jedes Mal frage ich mich, warum ich mir so etwas überhaupt noch antue. Kein einziger Fisch zeigt ein natürliches Verhalten. Sie drehen ihre Kreise, auf und ab, hin und her, immer wieder das Gleiche. 

 

Bei den Manatis und den Delfinen kann ich nicht mehr hinschauen – ihre enge, triste Behausung bricht mir das Herz.

 

Raus hier, zurück ins Hotel. Hier bekomme ich ein Bild von Adrian, unsere Fahrzeuge stehen im Hafen.👍

24. November 2025

Bruno wird um 13 Uhr von Karina abgeholt 🚗💨. Ab ging’s zu BANJÉRCITO, wo das Permiso de Importación Temporal de Vehículos ausgestellt wird.

 

Bruno hatte etwas Bammel wegen unserer „nicht ganz perfekten“ Abmeldung vor 10 Jahren 😬… aber völlig unbegründet.

 

Karina händigte der Señora am Schalter  einen ganzen Papierstapel aus📑,  Bruno gab Pass & Fahrzeugschein dazu – und nach 10 Minuten kam schon das heiß begehrte 10-Jahres-Banjercito per WhatsApp und E-Mail 🎉📲. Listo!

Zur Feier des Tages gab’s Filet Mignon mit Pommes 🥩🍟.

(Kein Foto – wir waren zu beschäftigt damit, ein Fleischmesser zu organisieren 😉😉🙃🙃)

 

Jetzt heißt es wieder warten, bis sich die Aduana bemüht, unsere Hütte zu inspizieren.

 

25. November 2025

Unser Hotel-Hopping geht in die dritte Runde. Diesmal geht’s ins Emporio. Wir können sogar schon um 11 Uhr einchecken, cool.

 

Am Nachmittag schlendern wir durch die Gassen des Centro Histórico und entdecken sogar ein paar hübsche Ecken.

Auch ein tolles Café, mit köstlichen Leckereien, liegt auf dem Weg. 

Oops! Beim Pizzaiolo haben wir es übertrieben, die Pizza 🍕war definitiv zu groß, aber lecker.😋

 

26. November 2025

Es ist soweit...

 

Zollkontrolle vom Pepamobil im Hafen von Veracruz

Den LKW in Veracruz aus dem Hafen zu holen ist nicht ganz schnell und vor allem nicht ganz einfach. 🚛⏳
Der Wagen wird am Freitag, vermutlich am Morgen ausgeladen und steht auf dem Hafengelände bereit. Der Zollagent wartet nun auf das Dokument, Bill of Loading, das bestätigt, dass die Fracht bezahlt wurde und von der Reederei freigegeben wurde. 📄✔️

 

Mit diesem Dokument - Bill of Loading-, müssen wir am Montag zur Banjercito (Banco Nacional del Ejército, Fuerza Aérea y Armada, S.N.C.) 🇲🇽💂‍♂️, dies ist die Bank vom Militär hier in Mexiko. Diese stellt uns den  🇲🇽 TIP = Temporary Import Permit für für’s PeMo aus. Dafür müssen alle Dokumente vorgelegt werden, was alles vom Agenten vorbereitet wurde. Ich muss hier nur noch den Pass, die Fahrzeugpapiere und natürlich die Kreditkarte vorlegen. 💳🛂

 

Das wird alles sorgfältig geprüft, verglichen, unterschrieben und, und, und. Danach erhalte ich ein Dokument, mit dem der Lastwagen 10 Jahre hier in Mexiko bleiben darf. 🎉

 

Erste Hürde ist überwunden. Alle Dokumente inkl. dieses Banjercito Dokument werden nun dem Zoll zugestellt, der alles prüft und uns danach einen Termin zur Kontrolle mitteilt. Dies kann schon einmal 3 Tage dauern, bei uns, wir hatten Glück 🍀, kam der Termin schon am nächsten Tag.

 

Mit den nötigen Dokument, meinem Pass und den Fahrzeugpapieren, wird ein QR Code ausgestellt📱. Dieser erlaubt mir, als Privatperson das Hafengelände zu betreten.

 

Am Dienstag um 10 Uhr 30 werde ich vor dem Hotel abgeholt und auf geht es in den Hafen. Am Eingang müssen wir aussteigen, das Auto wird kontrolliert, es muss leer sein, wir werden kontrolliert, der QR Code gescannt, mit dem Pass verglichen, ich muss Hut und Brille absetzen 🤠🕶️➡️🙂 und alles wird nochmals durchkontrolliert ob ich auch wirklich so aussehe wie auf dem Bild, danach dürfen wir in den Hafen fahren.

Auf dem Parkplatz angekommen, wo das Pepamobil auf die Kontrolle wartet, muss ich mich nochmals ausweisen, alles wird nochmals in ein Buch notiert 📚 und wir dürfen zum LKW laufen. Auto und Rucksack oder Taschen dürfen nicht mit rein. 🎒🚫

Am Auto muss ich warten, bis eine Zöllnerin, sie kontrolliert gerade ein anderes Auto, fertig ist. Vorher darf ich meinen Wagen nicht anfassen oder irgendwelche Türen öffnen. 🚫🚚

Als die Beamtin bei mir anfängt mit der Kontrolle, muss ich zuerst mit ihr den Wagen ablaufen und alle Siegel, die in Cartagena angebracht wurden, kontrollieren, ob alles noch okay ist. Alles wird per Handy aufgenommen. 📹 Danach erst muss ich alles öffnen und alles muss raus aus den Staukästen. Im Wagen selber darf ich bei der Kontrolle nicht dabei sein. Die Beamtin öffnet alle, aber auch alle Schränke und Schubladen und alles wird herausgenommen und untersucht. 🔍

Inzwischen räume ich draußen alles raus und muss alle Kisten öffnen. Gute 30 Minuten wird im Wagen alles untersucht, danach kommt sie raus und untersucht jede einzelne Kiste. Alles wird auch hier herausgenommen und natürlich nicht mehr fachlich korrekt wieder verstaut. 😅

Als ich dies machen will, werde ich angeschnauzt: „lass das so sein“, der Hund kommt gleich noch vorbei. 🐕‍🦺
Das ist jetzt einmal eine gute Nachricht, normalerweise dauert es mindestens einen Tag zwischen Zoll und Drogenkontrolle. Dafür nehme ich dieses Puff gerne in Kauf.

Der Hund wird herumgeführt, muss überall schnüffeln, findet aber nichts, da sind wir aber froh. 😮‍💨

Als ich einräumen will, werde ich wieder daran gehindert, der Hund muss noch belohnt werden. Also versteckt der Fahnder Drogen im Staukasten, was der Hund erschnüffeln soll. 💼🧪
Ich frage noch nach, wie viele kg es braucht, bis er anschlägt. „Wenn sie Hasch geraucht haben vor einigen Wochen, wird der Hund dies anzeigen“, lautet die Antwort. 😳

Da weder der Hund noch ich selber darüber informiert wurden, wo genau die Drogen platziert wurden, sind wir einmal gespannt. 👀

Der Hund wird wieder aus dem Fahnderfahrzeug geholt und um das Fahrzeug geführt.
Nichts, hab ich doch schon vorher, muss sich der gedacht haben und will wieder weg. 🐶🙄

Der Beamte macht nochmals einen Versuch, wieder nichts. Danach führt er ihn an die Kiste, wo die Drogen platziert wurden, der Hund reagiert nicht. Die Kiste wird geöffnet, der Hund reagiert nicht. Der Beamte nimmt einen Ball, jetzt reagiert der Hund und springt auf den Ball. 🎾😂
Ich erkundige mich ganz höflich, ob ich die Drogen behalten dürfe, was aber nicht gestattet wurde, und die Kontrolle ist vorbei und wir dürfen gehen.

Alles wird wieder verschlossen, nochmals gefilmt 📹🔒 und wir dürfen das Hafengelände wieder verlassen.
Natürlich wird am Ausgang wieder kontrolliert. Dokument, Pass, Hut und Brille ab – alles wie gehabt.

Etwas Action kam noch auf, als die anwesende Zollbeamtin wissen wollte, was ich im Hafengelände verloren hätte, ich dürfte da nicht rein. ⚡
Zollagent und die zwei anwesenden Hafenbeamten haben dann mehrere Minuten gebraucht, um sie zu überzeugen, dass ohne mich das Auto gar nicht hätte kontrolliert werden können. Nicht ganz überzeugt hat sie mich dann aber trotzdem aus dem Hafen gelassen.

 

Jetzt heißt es wieder warten, bis der Zoll das Fahrzeug freigibt, was wiederum ein bis zwei Tage dauern kann, danach nochmals mit dem Agenten in den Hafen und das Fahrzeug auslösen. ⏳

Wir hoffen jetzt natürlich auf Donnerstag, aber spätestens am Freitag dürften wir definitiv mit der Freigabe rechnen. Vom Abladen bis zur Freigabe wären dies dann 6 Tage. 🙏🚛

 

Zwei Stunden später, ich liege noch gemütlich am Pool, steht Bruno strahlend vor mir: " Listo, alles erledigt." 

Das Mittagessen war wieder eine halbe Zumutung, dafür das Dessert umso besser! 😅🍽️🍰

 

27. November 2025

10:30, wir warten noch immer auf die Freigabe…Um 13 Uhr verlängern wir um einen Tag, dürfen nicht das selbe Zimmer behalten, müssen schon wieder umziehen. Was soll's?

Das Museo de Naval ist gleich um die Ecke, also los. Die ARM Cuauhtémoc  auch hier ein viel gezeigtes Projekt.

 

Museo Naval de Veracruz
Das Museo Naval de Veracruz präsentiert die maritime Geschichte Mexikos von der präkolonialen Zeit bis zur Moderne. Wir sehen historische Exponate, Schiffsmodelle, interaktive Installationen und eindrucksvolle Darstellungen wichtiger Seeschlachten. Es bietet einen spannenden Einblick in die Traditionen und Entwicklungen der mexikanischen Marine.

Das Museum ist riesig, fast zwei Stunden dauert der Besuch. 

Brunos Augen👀 natürlich immer wieder auf dem Handy, seine Gedanken🧠 🤔 immer beim PeMo.

 

Weiter zum Italiener. 🍝🇮🇹 Wir sitzen kaum, da ping! – die WhatsApp von Karina: Sie hat einen Termin! Bei Bruno bricht Panik aus. Ich versuche, ihn zu beruhigen, und bestellen trotzdem… Salat und frische Ravioli – mamma mia, so lecker! 🥗😋 Da schmeckt man den europäischen Background. 

 

 

Wir können noch essen, dann verabschieden wir uns von den Inhabern, und gehen, nein rennen wir zurück ins Hotel. 🏃🏼‍♀️💨🏃🏻‍♂️ Packen wieder unsere Sachen in die Rücksäcke und warten. Dann.... die WhatsApp: Es geht los! 🚚✨

 

Bruno wird abgeholt. Ich bleibe zurück, warte…und werde im Minutentakt informiert. 📲⏳

Warten auf den Schlüssel...

Warten auf den Scanner...

Warten auf die Papiere...

 

Letzte Station…hier werden die Schotten dicht gemacht – wieder Panik bei Bruno.
Er ruft Karen an. Diese beruhigt ihn: "Alles normal.  Bei  der letzten Kontrolle wird  noch einmal  alles überprüft,   erfasst und die

E-Mail gecheckt.“ Nach 20 Minuten werden ihm die Papiere durchgereicht, er hat freie Fahrt.

Um 18:15, ist es endlich soweit: Unser Pepamobil rollt zum zweiten Mal auf mexikanischem Boden. 🇲🇽🚐  Vier Kontrollen, inkl. Scanner, dann kann Bruno das Hafengelände verlassen… was für ein Aufwand!

Er kommt direkt vors Hotel… ich hüpfe rein, ein Kuss, ein "give me five" ✋ – und schon machen wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht.

  

Wir finden ihn in einer kleinen Nebenstraße, nicht weit von Karinas Büro. Ich staune… die Zöllner waren gnädig. 🙏 Schmutz und Chaos halten sich erstaunlich in Grenzen. Unsere zwei Geheimfächer blieben unentdeckt – und so haben auch Kirschwasser & Co die Reise nach Mexiko heil überstanden. 🍒😉

 

Sofort geht’s ans Ausräumen, Einräumen, erster Mini-Einkauf… der Kühlschrank läuft heiß, weil er leer ist. Also kommt alles hinein, was wir haben. 🧊🛒

 

Eine kurze Katzenwäsche 🐾, dann ab ins frisch bezogene Bett.

 

Wir sind wieder zuhause. ❤️

 

Das Ganze hat hier in Veracruz – seit dem Ausstellen des Banjercito am Montag – gerade einmal vier Tage gedauert. Für Veracruz ist das schon fast rekordverdächtig. 👍💪

 

Seit der Abgabe in Cartagena am 10. November macht das insgesamt 17 Tage. Lange 17 Tage… vor allem, wenn man bedenkt, dass der Frachter nur 6 Tage auf See war! 🚢

 

Gekostet hat die Überfahrt,  mit Easylander Mexico, CHF 3'730. 💸🚢

 

Flüge und Hotel muss Bruno noch ausrechnen – vermutlich kommt da noch einmal etwa gleich viel dazu. ✈️🏨➕😅

 

28. November 2025

Die Nacht war wunderbar ruhig, und im eigenen Bett zu schlafen – trotz der 27 Grad – einfach herrlich. Das Frühstück, ganz à la Furer, war super! Dann setzen heftige Regenfälle ein. Egal, heute heißt es: den Kühlschrank füttern und die Schubladen wieder auffüllen – also ab zu Sam’s Club. CHF 187.00 müssen ins Budget-Büechli 💰 📊, eingetragen werden. 

 

Draußen schüttet🌧️🌧️ es wieder wie aus Eimern – und drinnen werden überall dort 🪣 hingestellt, wo das Dach leckt!😂

Gschwöutig 🥔🥔, Chäs 🧀 und Salat 🥗 – jawohl! Genau das hat uns gefehlt: einfach, aber lecker, und gesund 💪!

 

Ab morgen sind wir wieder on the road – auf einem anderen Kontinent, mit einer anderen Kultur, anderen Menschen und anderen Landschaften … 

 

 

Mexico zum dritten im Dezember 2025