Januar 2018

 

Wir sind "Zuhause" und malochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 11. Januar fährt Lenny aufs Gelände, am Steuer der strahlende Chauffeur Martin. Ein Jahr ist es her, seit wir Martin und Claudia, welche zurzeit noch in der Schweiz ist und die Schneemassen genießt, im Süden Chiles getroffen haben.

 

 

Logisch, krallt er sich eine Schaufel und hilft mit, bis es Blasen gibt.

 

12. Januar 2018

 

...da war doch was? Ach ja, richtig, ich habe ja Geburtstag. Bevor wir wieder malochen, zeige ich Martin aber unser Grundstück. Im Wald sprießen die Pilze und wir haben unsere "Quelle" vergrössern lassen. Hundepool!

 

Zur Feier des Tages geht's ins Restaurant.

 

Bei meiner letzten Fahrt durch Villarrica habe ich einen Mercado entdeckt. Am Samstag fahren wir hin und staunen. Erinnerungen an Marokko werden wach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wären da nicht die vielen Bilder von Jesus und Co, man würde meinen, wir seien in einem Suk.

 

Hierher verlaufen sich wenig Touristen. Alle sprechen uns an, wollen wissen woher? wohin? Alle posieren für die Kamera.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Fleischabteilung hat uns speziell interessiert! Voller Stolz präsentiert mir die Señora ihre Spezialität!

 

 

Kopf, Leber, Herz, Nieren, Gedärme, hier wird noch alles verwertet.

 

Definitiv wohler fühlen wir uns alle in der Gemüse- und Früchteabteilung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Selbstgedrehte Zigarren!

 

 

Klamotten für Sie und Ihn!

 

Und an jeder Ecke Spielautomaten, welche rege benützt werden.

 

 

 

 

 

 

 


 

Wieder Zuhause wird weiter gearbeitet, heftige Regenfälle sind angesagt. Schlimme Erinnerungen kommen hoch!

 

Die super leckere Geburtstagstorte verputzen wir zusammen mit Sylvia, unserer Nachbarin, und Martin.

Beim Abendessen wird heftig über das Layout unserer Webseiten diskutiert. Martin kommt vom "Fach" und erklärt mir die Regeln, welche eigentlich eingehalten werden sollten. Noch am Tisch fange ich an, meine Seiten umzustellen. Dies also der Grund wieso unsere Seite ab sofort etwas anders daherkommt. Feedback ist erwünscht.

 

Paraguay, und unser Gelände, werden wieder einmal von Wassermassen überflutet. Martin muss aber nach Altos. Erst gegen fünfzehn Uhr, der Regen hat seit zwei Stunden aufgehört, kann er es wagen und fährt sehr sehr vorsichtig bis zur Teerstraße. Die zwei Kilometer bis zur Hauptpiste, eine Rutschpartie. Wir bedanken uns für seinen Einsatz und seine Hilfe. "Merci viu mou".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Erst am Montag beruhigt sich die Lage. Auch der Steinkauz getraut sich wieder an die frische Luft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Unkraut wächst leider genauso schnell wie Gemüse, Früchte und Bäume.

 

 

Letzte Nacht fängt Lola plötzlich an zu knurren. Komische Geräusche dringen in unsere Hütte. Ich stehe auf, packe eine Taschenlampe und geh raus. Scheisse...drei Kühe und ein Pferd fressen meine frisch gepflanzten Bäume. Unser Gelände ist ja eingezäunt, aber das Pferd ist so clever und kann unser Haupttor öffnen. Es ist schon das zweite Mal.  Beim ersten Mal war der "Schaden" klein. Nur eine Bananenstaude war abgefressen. Diesmal haben die Viecher voll zugeschlagen. Von sechsundvierzig haben sie sechs (zwei Blüten und drei Papaya) bis auf den Stamm weggeputzt, drei Lapacho zur Hälfte, fünf andere nur angeknabbert und zwei Bananenstauden vernichtet! Jetzt ist es leider so, dass, je nach Baum, dieser das Wachstum für mindestens ein Jahr einstellt. Will heißen, ausgraben und ab in den Wald, dort wieder einpflanzen und hoffen, dass sie sich erholen. Dann zur Gärtnerei fahren und neue besorgen, um alle zu ersetzen. 

 

Das Pferd kann das Tor öffnen, weil die Arbeit sehr mangelhaft gemacht wurde. Durch die Hitze und die Feuchtigkeit hat sich das Holz verzogen und schließt nur noch ganz schlecht. Wir haben reklamiert. Antwort: Die Hitze sei schuld und das Holz! Okay, dann lassen wir es eben neu machen, mit einem weiteren Kuhfänger, damit wir nicht immer aussteigen müssen, wenn wir das Gelände verlassen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falsch verarbeitet, das Holz verzieht sich bis zu 20 cm. Jetzt mit Kette und Schloss gesichert.

 

 

Auch bei den Viechern scheint das Motto "Beim Nachbarn ist es immer besser!" sehr bekannt zu sein. Pferd, Kühe, Gänse, Hühner, alle bedienen sich in der "Tienda Furer". Aber dem wird ein Riegel gesetzt, jetzt kommt definitiv überall ein Maschendrahtzaun hin, denn heute war wieder ein junges Kalb, das einfach durch den "normalen" Zaun hindurch -geschlüpft ist, auf dem Gelände und wollte sich gerade an den Bananen genüsslich tun! Listo damit, Zaun muss her.

 

Die Bananen haben wir zu nah gepflanzt, Pferde und Kühe naschen über den Zaun!


 

So, unser Kuhfänger ist fertig, ab sofort bleiben, vorest nur die Kühe und Pferde, draußen. Der Zaun für das Federvieh kommt nächste Woche an die Reihe. Hi, hi...schön doof!!!

Lola findet ihren Hundepool super, alle paar Stunden rennt sie hinein.

 

In meinem kleinen Garten ernte ich meine ersten Kartoffeln.

 

 

Von unterwegs haben wir zwei Vögel mitgebracht. Jetzt stellt sich die Frage: Wohin damit?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich auf die Bäume!

 

 

 

 

 

 

Im Pool steigt das Wasser immer höher.

Klar möchte Lola auch rein, ist aber definitiv "Hundeverbot"!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den ersten "Chöpfler" am nächsten Morgen um sechs!


 

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In Paraguay herrscht der Ausnahmezustand. Die Lkw-Chauffeure streiken. Sämtliche Lieferungen sind seit letzten Freitag eingestellt. Grund: Die Regierung erlaubt den -brasilianischen 60 Tonnen Sattelschlepper- Fahrten nach Paraguay. Jetzt befürchten natürlich die Einheimischen den Verlust ihrer Transporte, und...die Straßenbeläge würden sehr viel schneller abgenutzt. Momentan ist der Osten ohne Treibstoff, Milchprodukte und, ganz schlimm, Bier. Wir haben letzte Woche unsere Harasse ausgewechselt, uff, wir sind für mindestens zwölf Tage gerettet. Der Feierabend ohne ein Bier geht ja gar nicht!

 

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Ob sich die Lage im Februar zuspitzt erfährst du hier

 

Und hier gehts zurück zum Dezember 2017

 

Und alle "Best-off" Fotos auf einen Blick im Album