Peru

 

Teil IV

 

11. bis 21. Januar 2016

 

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Endlich, nach drei Tagen Dauerregen,

strahlender Sonnenschein.

 

Nichts wie ab ins...

 

Valle de Sagrado

(Heiliges Tal)

 

Erster Halt:

 

Cristo Blanco

 

 

Der Cristo Blanco beschützt Cusco

 

 

Zweiter Halt:

 

- Pisac -

 

Diese Inkastätte haben wir in guter Erinnerung und

wollen sie unbedingt noch einmal besuchen.

 

Doch zuerst trifft uns fast der Schlag. An die 50 Reisebusse

stehen vor den Toren!

 

 

Wir beschließen abzuwarten und erst am Nachmittag hineinzugehen.

 Was sich als goldrichtig herausstellt.

 Wir kaufen ein Ticket, gültig für zwei Tage und vier Inkastätte.

 Die Besichtigung dauert fast drei Stunden.

Wir haben die ganze Anlage für uns alleine.

 



wie nur konnten sie so genau arbeiten?
wie nur konnten sie so genau arbeiten?

 

Es bleibt noch Zeit bis zu den Salinas de Maras zu fahren.

 

 

Erster Blick auf die Salinas.

 

 

Eine gute Erdpiste führt 4 km hinunter zu den

 

 - Salz-Terassen -

 

 Zusammen mit einem Franzosen, Guy Bazin, treffen wir dort ein.

 Wir dürfen auf dem Parkplatz übernachten.

 Die Besichtigung verschieben wir auf  morgen, die Sonne

 versteckt sich wieder hinter dicken Wolken.

 Ich mache Spaghetti und, zusammen mit Guy, verbringe wir einen

 plauderreichen Abend.

 

 

Um sechs Uhr früh mache ich die erste Runde.

Wieder keine Sonne!

 


 

Nach dem Frühstück, eine weiter Runde.

 Die „Salz-Terrassen“, erstellt von den Inkas, werden heute nur noch

 als Touristenattraktion betrieben. Das Ganze System ist ausgeklügelt und

 absolut faszinierend. Es dauert gerade einmal 30 Tage bis das Salz

„geerntet" werden kann!

 

 

Ein ausgeklügelter Wasserkanal versorgt

die Terassen mit Wasser.

 

Salzkristalle
Salzkristalle

 

Dann geht es zurück durch die Ortschaft Maras.

 Unsere Straße ist gesperrt, wieder einmal eine Baustelle, wir müssen mitten durch

die engen Gassen der Ortschaft.

 Bruno nimmt es gelassen, ich schreie ab und an: „Achtung Spiegel.“

 

Hier unsere Hauptstrasse!
Hier unsere Hauptstrasse!

 

Eng geht es weiter.

Diverse Hindernisse auf der Straße
Diverse Hindernisse auf der Straße


 

 

Auch unsere letzte Inka-Stätte haben wir in sehr guter Erinnerung:

 

 - Chincheros -

 

 Auch diese ist riesengross. Hier haben sie aber grauenhaft gefrevelt.

 Ohne Scham haben sie auf die Grundmauern der Inkas ihre

Häuser und Kirchen gebaut.

 

Getreide-Terassen
Getreide-Terassen

 

Immer wieder faszinierend wie die Steine ineinander gebaut wurden!

 

 

Heute allerdings sehen viele Mauern so aus!

 


 

Unsere Weiterfahrt nach Moray, führt uns vorbei an wunderschön angelegten Feldern,

 Kartoffeln herrschen vor. Überall Menschen in den Feldern am Arbeiten.

 


 

-Moray-

 

wurde als "Test-Labor" gebaut!

 Auf jeder Ebene baute man Getreide, Kartoffeln, Mais etc. an

um heraus zu finden wo, was am besten gedeiht.

 

Landwirtschaftliches-Labor
Landwirtschaftliches-Labor

 

Lola findet einen neuen Kumpel!

 

 

Wir fahren an die nächste Lagune wo wir unser Nachlager errichten.

 Bruno schraubt ein wenig am Truck rum ich gehen mit Lola spazieren

 und werde von einer Familie, welche gerade ihr Kartoffelfeld bearbeitet,

zu einem  „Maissaft“ eingeladen.

 

 Zwei Polizisten auf einem Mottorrad schauen vorbei, wir quatschen, sie

 versichern uns, dass sie nachts auf uns aufpassen! Ich habe sie nie gehört!

 

 

Unsere Keile brauchen eine Rundum-Erneuerung!

 

 

 

Lola muss geimpft werden.

 

 

Also rein in Cuscos-Chaos-Vergnügen. Dank iOverlander finden wir den Lazzyvet Veterinari sofort.

Ich gehe mit Lola hinein, fünfzehn Minuten später ist sie geimpft, für 50 Soles (18.50 CHF) 

und wir unterwegs zur Plazavea, dem Einkaufscenter.  Wir bunkern das nötigste und

ab geht es Richtung Titicacasee.

 

Die PE-3S von Cusco nach Puno führt durch viele, meist schmutzige, hässliche

Ortschaften. Erst nach dem Abra La Raya Pass, wir befinden uns wieder

auf über 4000 m ü.M. macht sich (endlich) das

 

 - Altiplano -

 

breit.

 Nach 221 km biege ich links in einen kleinen Feldweg und lande... unter einer

Prä-Inka-Stätte, so erzählt uns der Besitzer dieses Grundstückes.

 

 Ein heftiger Sturm (ohne Regen) zieht über uns hinweg.

Erst in der Nacht fängt es (wieder) an heftig zu regnen.

 

Prä-Inka-Stätte
Prä-Inka-Stätte

  

Wir ziehen weiter und plötzlich dieses kleine Schmuckstück von Ortschaft.

 

 - Lampa -

 

Das hineinfahren war easy und die Polizei zeigt uns wo wir parkieren können.

 

 Anscheinend finden hier am Sonntag die Beerdigungen statt.

In der großen Kirche, wechseln sich die

Trauergemeinden im Stundentakt.

 

 

Während im Hintergrund der Sarg in die Kirche getragen wird,

verkauft die Frau ihr Eis und am Zaun stehen die "Gaffer:"

 

Gaffer
Gaffer

 

Und schon wartet man auf die nächsten "Gäste"

 

 

Und für die anderen Menschen geht das Leben weiter!

 

 

Wir machen noch einen Spazierang zum Mercado.

 

 

Obwohl dringend notwenig, Bruno wollte sich hier nicht anstellen!

 

 

Noch einige Straßenszenen aus Lampa.

 

 

Nachdem wir fast den ganzen Tag hier verbracht haben, wollen wir weiter.

Tja, dies wird wieder eine gröbere Aktion. Ein parkierter Lkw versperrt

die einzige "für uns gute Straße," aus Lampa.

 

 Die nette Frau des Lkw-Fahrers will diesen unter keinen

Umständen holen! (wecken)

 

 Wieder gibt es eine gröbere Aktion. Bruno wird langsam zum Voll-Profi!

 

         Nichts geht mehr, alles zurück oder der Mauervorsprung muss weg!

 

Wir suchen einen Weg hinaus aus Lampa.

Vielleicht hier?

 

Ja, sollte passen.
Ja, sollte passen.
Aber nur mit manövrieren.
Aber nur mit manövrieren.

 

Uff... geschafft, wir sind durch...

 und weiter geht es zu den

 

 - Chullpas de Sillustani -

 

aber...

 dazu müssen wir durch die Stadt Juliaca.

 

 Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf und bevor wir

Juliaca erreichenschüttet es wie aus Kübeln.

 Wir sind, in unseren fünfzehn Jahren reisen, schon manch üble Straße

gefahren, doch was wir in dieser Stadt erlebten ist unbeschreiblich.

 Es gibt schlicht keine Worte für den Straßenzustand dieser Stadt.

Dabei handelt es sich nicht um eine Kleinstadt, hier leben über

230'000 Personen.

Schau selber und bilde die dein Urteil!

 



 

Und jetzt kommt das Beste! Als ich Bruno durch die Stadt gelotst hatte um auf die Umfahrungsstraße zu gelangen... wo ist diese, wo????

Super...noch nicht gebaut, also alles wieder zurück. Es sind ja nur 4 km!

 

 

Manche Löcher sind so tief, dass wir nur noch mit 4x4 und Untersetzung herauskommen. Problematisch ist, mit dem Wasser sind diese Löcher nicht zu sehen, also müssen wir sehr vorsichtig durchfahren. 

 Froh, diese Chaos hinter uns zu lassen, steuern wir die

 

- Grabtürme von Sillustani -

 

an.

 Der Wächter teilt uns mit, dass wir auf dem Parkplatz

übernachten dürfen.

 Wir parken, steigen aus und Lola wird von einem Kumpel

freudig begrüßt.

 

 

Ich bringe es nicht übers Herz die beiden zu trennen.

Ich lasse sie eine Stunde rumtoben, dann kommt Lola rein

und wir machen eine erste Tour zu den

 

- Grabtürmen -

 

welche sich über dem Lago Umayo befinden.

 

Lago Umayo
Lago Umayo

 

Am Anfang, im 1100 Jahrhundert, bestanden die Gräber aus

einfachen Steunhaufen.

 

 

Ab 1450 n Chr. waren es die Hatunwasi und aus den einfachen

Chullpas wurden diese Türme.

 

 

 Dann kamen die Intiwatana-Inkas.

Hier wurde nicht nur der "König" beigesetzt, nein, man gab ihm Grabbeilagen mit. Dieser hier bekam 3732 Gramm Gold mit. Dazu Frauen und Kinder die dafür ihr Leben lassen mussten und dazu 11 verbrannte Lamas.

 

 Nicht selten wurden weitere lebende, dem König nahestehendePersonen

mit in den Grabturm eingemauert. Alles in dem Sinne,dem König im Jenseits zu dienen.

 

 

Manch einer fragt sich doch: "Wie wurden diese Riesenbrocken aufgetürmt?"

 

 

Nun, ganz einfach, mit einer Steinrampe!

Und dennoch Fragen bleiben, bei den Tonnen an Gewicht!

 

 

Wieder ziehen Regnwolken auf, wir gehen zurück zum Truck

und schlagen die Richtung nach Puno ein.

 

 Puno ist DIE Anlaufstelle für Reisende der Region.

Die Attraktion sind die schwimmenden Schilf-Inseln der Uros

auf dem

 

- Titicacasee -

 

 Wir machen zuerst einmal eine Bogen um Puno, da es

wieder in Strömen regnet und fahren das Hostal:

Casa Blanca an.

 

 Freundlich werden wir von einer Peruanerin empfangen.

Sie gibt uns den Schlüssel für's WiFi und kocht

uns ein leckeres Mittagessen.

 

Sie beklagt sich ein wenig, da die Gäste ausbleiben.

Sie seien noch zu wenig bekannt, die Touranbieter würden

ihre Gäste lieber direkt in Puno unterbringen.

 Wir können allen Selbstfahrenden dieses Haus nur empfehlen.

Im Garten steht es sich wunderbar und die Küche ist lecker.

 Wir sitzen bis tief in den Abend vor unseren Rechnern und

aktualisieren unsere Heimatseite und beantworten

unsere Mailbox!

 

Weiter beklagt sich die Peruanerin über zu wenig Regen.

Der Boden sei trocken, die Kartoffeln würden nicht wachsen,

man müsse diese für teures Geld aus Cusco einkaufen.

 

Ich schmunzle für mich und denke: "warts nur ab...

die Regenmacher sind da!"

Und tatsächlich, in der Nacht schüttet es wie aus Kübeln!

Auch tagsüber bleibt der Himmel in dunkle Wolken gehüllt.

Wir bleiben wo wir sind und bringen unsere Heimatseite

auf den neusten Stand und...

 

wir müssen uns entlich entscheiden wohin unsere Reise geht!

 

Brasilien ist zu heiß!

Bolivien könnte zu nass werden!

Paraguay ebenfalls!

 

Wir beschließen: "wir fahren einfach, ändern können wir ja doch nichts!"

 

So fahren wir nach zwei Tagen weiter, entlang dem Titicacasee, dem höchstgelegenen Binnensee der Welt, 3830 m ü.M.,

 Richtung Bolivien.

 

Kurz vor der Grenze eine kleine Playa, da stellen wir uns hin

und genießen wieder einmal einige Sonnenstrahlen.

 

 

Leider ist auch die Beach voll mit Müll und es ist nur nervig, hat man

einen Hund der alles frisst.

Also beschließen wir heute aus Peru auszureisen.

 


 

 

So fahren wir dann am nächsten Morgen nach Kasani,

Grenzort Peru/Bolivien.

 

Zusammen mit zwei Bussen kommen wir an den Zoll.

Schlange stehen ist angesagt.

Nach 15 Minuten sind wir aber aus Peru ausgereist.

 

Nach fünf Wochen verlassen wir Peru mit gemischten Gefühlen.

Zum bereisen ein sehr schönes Land, mit tollen Landschaften und

freundlichen Menschen. Das negative ist der Müll, auch der begleitete uns

durch ganz Peru.

 

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Bolivien