Update Juni 2026
Neue Heizung
Nach 20 Jahren treuen Diensten macht mein Renovationsdrang auch vor der Heizung nicht halt. Alles muss raus. Dass dies eine nicht ganz einfache Aufgabe wird, ist klar – eine Heizung mit ihren vielen Leitungen und Rohren ist nun mal etwas verdeckt hinter den Möbeln montiert. Komischerweise geht das Rausreissen viel einfacher und schneller, als alles wieder funktionstüchtig zu machen.
Manchmal kommt schon der Gedanke: Ist dies wirklich nötig? So kalt ist es ja wirklich nicht im Sommer. Im Winter versuchen wir ja so oder so, in wärmere Gegenden zu kommen, und mit der Erderwärmung wäre eine Klimaanlage bald vermutlich wichtiger als eine funktionierende Heizung.
Nun, ganz so einfach ist dies nicht. Nach 20 Jahren sind die 1,5-mm-Alurohre der Heizung schon etwas altersmüde, und schon seit einiger Zeit finde ich manchmal so komische kleine rosa Wasserflecken irgendwo in der Kabine. Die Rohre korrodieren von innen, wobei wir daran nicht ganz unschuldig sind. Meine Recherchen im Handbuch der kleinen Heizungsmonteure haben ergeben, dass die Kühlflüssigkeit alle zwei bis drei Jahre ausgewechselt werden sollte, um Ablagerungen und eben Korrosion zu vermeiden. Ich habe schnell nachgerechnet: Ganz gewechselt habe ich sie nie, aber immer tüchtig nachgeschüttet, was vermutlich nicht ganz gereicht hat. Also habe ich die Vorgaben knapp verpasst.
Nun, wie gesagt: Raus geht schnell. Alu – zumal das meiste ja schon beim Anschauen fast zerfällt – lässt sich ja gut biegen. Leider müssen die Stangen, und einige sind da schon an die zwei Meter lang, so wie sie sind, an dieselbe Stelle zurück. Mein Vorschlag, einfach alles vor die Möbel zu montieren, findet komischerweise keine Mehrheit. Damit wir die nächsten 20 Jahre problemlos fahren können, montiere ich zudem 2,5-mm-Alurohre. Zudem habe ich mir vorgenommen, die Flüssigkeit alle drei Wochen zu ersetzen.
Was ich natürlich nicht tun werde, aber wenn ich daran denke, sicher alle 3 Jahre. So sollte die Heizung bis 2138 keine Leckstellen mehr bekommen. Danach ist es mir egal.
Bleibt das Problem der Radiatoren. Wie messe ich die Anzahl und Grösse der Radiatoren, wenn das Auto auf dem Schiff ist und ich nicht die Ankunft abwarten will, um die Bestellung zu tätigen? Das Problem: Meist ist die benötigte Anzahl der Radiatoren nicht vorhanden und muss vorbestellt werden, was bis zu mehreren Monaten gehen kann.
Also sind meine Gehirnzellen gefragt und die beschliessen: Bau den Scheiss selber.
Also ab zu Hornbach und Alurohre organisieren. Insgesamt verbaue ich 32 Meter Alurohr, 120 Briden, 45 Gummi-U, 7 Meter Gummischlauch, Entlüfter, Winkelstücke, 10 Lüfter und vieles mehr zu einer funktionierenden Heizung.
Ein solches Prachtstück bekommt natürlich keinen Schampus, sondern die von Alde vorgeschriebene Flüssigkeit verpasst.
Fast vergessen hätte ich zu erwähnen, dass natürlich die in Brasilien, nach unserem Tauchgang, gewechselte 12-Volt-Heizung wieder auf 24 Volt neu umgerüstet wird. Die neue von Autoterm entwickelte Fernbedienung erweist sich beim ersten Geh- respektive Heizversuch als echtes Highlight. Was Einstellen oder Bedienen von Fernbedienungen angeht, bin ich ja kein Weltmeister – mehr als ein Knopf bringt mich an den Rand der Verzweiflung.
Das Bedienfeld ist klar und so einfach logisch, das könnte doch glatt von mir selber stammen.
Danke Autoterm
Hier 2 Bilder wie das alles aussieht.
Bedienfeld der neuen Autoterm-Heizung❤️👍
Heizungsprobleme im Wohnmobil
Heizungsprobleme im Wohnmobil
Noch vor kurzer Zeit waren Probleme mit der Dieselheizung hier in Südamerika bei vielen Reisenden ein Dauerthema.
Dies hat sich geändert, und obwohl noch immer viele Probleme damit haben, wird es kaum noch thematisiert. Die Hersteller haben auf die Kritik mit entsprechenden Höhenkits reagiert und behaupten, dass das Problem nicht mehr auftreten kann. Die Anwender ihrerseits haben sich vermutlich daran gewöhnt: „Es geht eben nicht anders!“
Klar sollten wir Verständnis dafür aufbringen, dass es Probleme gibt. Die Heizungen werden ja auch nicht für die paar Fahrzeuge gebaut, die unbedingt in den Anden oder der Atacama unterwegs sein wollen. Und das können wir aus eigener Erfahrung bestätigen: Richtig angewendet funktionieren die Heizungen problemlos.
Unsere Webasto 50 funktioniert seit 2006 einwandfrei und ist täglich zweimal in Betrieb, da wir damit heizen und Warmwasser erzeugen. Ich habe die Heizung seither zweimal gereinigt; die Anleitung dazu gibt es am Schluss.
Wir haben auch viele Klagen über mangelnden Service oder fehlende Unterstützung seitens der Hersteller gehört. Uns selbst wurde sogar vom Marketingleiter von Webasto Deutschland mit einer Klage gedroht, sollten wir weiterhin Reisende an Webasto Schweiz verweisen – wegen der zweiten (Höhen-)Pumpe, die es in der Schweiz damals problemlos gab, in Deutschland jedoch nicht. Es scheint sich also eher um ein Personenproblem zu handeln: Je nachdem, an wen man gerät, funktioniert es – oder eben nicht.
Wie ihr es von mir inzwischen gewohnt seid, mache ich euch hier auf einige Punkte aufmerksam, die vermutlich viele der auftretenden Probleme verhindern würden.
Zusammengetragen aus vielen Gesprächen und Besichtigungen von Wohnmobilen, die wir unterwegs mit Heizungsproblemen getroffen haben. Meist sind nicht Webasto oder Eberspächer allein für eine nicht funktionierende Heizung verantwortlich!
Wieso überhaupt eine Dieselheizung verbauen, wenn es doch so viele Probleme geben kann?
Nun, im Langzeitreisemobil geht es in erster Linie darum, alles möglichst einfach und sicher zu bauen. Gas oder Benzin als Alternative widersprechen dem. Gas ist nicht überall erhältlich, und wer sich längere Zeit in der Höhe aufhält, kann schnell ein Problem bekommen, genügend Nachschub zu finden. Im Altiplano ist Gas kaum aufzutreiben. Zudem ist nie sicher, was sich wirklich im Gastank befindet: Butan oder Propan – oder sogar etwas anderes?
Benzin wiederum erfordert einen zusätzlichen Tank, was aus Platz- und Gewichtsgründen oft problematisch ist. Da bietet sich Diesel, der ohnehin vorhanden ist, geradezu an.
Bei der Dieselheizung gibt es zwei Systeme: Luftheizung oder Wasserheizung.
Luftheizungen werden vor allem in kleineren Fahrzeugen verbaut. Sie sind einfach zu installieren und benötigen wenig Platz. Zudem wird es im Fahrzeug schnell warm. Der Nachteil: Bei der Luftheizung muss über die normale Raumtemperatur hinaus geheizt werden. 20–21 °C werden oft als unangenehm empfunden, während etwa 24 °C eher passen. Doch nach kurzer Zeit wirkt diese Temperatur wieder zu warm, und die Heizung wird abgestellt. Sobald jedoch der Luftstrom fehlt, stellt sich erneut das Gefühl ein: „Es ist zu kalt!“
Eine Luftheizung wird also häufig ein- und ausgeschaltet. Ein angenehmes, konstantes Raumklima ist nur schwer zu erreichen. Große, verwinkelte Räume – wie sie in Wohnmobilen typisch sind – lassen sich schlecht beheizen, Stauräume gar nicht.
Zwar gibt es die Möglichkeit, die warme Luft über Rohre umzuleiten, doch ist dies meist keine echte Option: Der Platzbedarf ist hoch, und der Wirkungsgrad verschlechtert sich zusätzlich.
Die Diesel-Wasserheizung funktioniert ähnlich wie eine Heizung in einem normalen Haus. Brenner und Radiatoren sorgen für ein angenehmes Raumklima. Bis dieses erreicht ist, dauert es allerdings deutlich länger als bei der Luftheizung. Dafür können auch abgetrennte Bereiche beheizt werden, die mit Luftströmung kaum erreichbar sind. Sogar eine Fußbodenheizung ist möglich.
Ist das gewünschte Raumklima einmal erreicht, bleibt es relativ lange stabil, ohne dass die Heizung sofort wieder anspringen muss. Denn auch Rohre und Radiatoren speichern Wärme und wirken wie ein Energiespeicher.
Der Nachteil liegt in der aufwendigeren Installation: Rohre und Radiatoren müssen verlegt werden, was im Wohnmobil nicht immer einfach ist. Dieser Punkt wird in der Planung oft unterschätzt und führt nicht selten zu den hier beschriebenen Problemen.
Wie funktioniert eine Dieselheizung?
Über eine getaktete Pumpe wird eine genau definierte Menge Diesel in den Brennraum eingespritzt. Dieser Takt verändert sich je nach Luftmenge beziehungsweise Drehzahl des Brennluftgebläses.
Ein Glühstift entzündet den Diesel. Das System ist in der Regel bis etwa 1500 m ü. M. ausgelegt, mit Höhenkit bis ca.
2200 m ü. M.
Wo nun liegt also das Problem, wenn doch alles so einfach ist?
Startet die Dieselheizung, unabhängig davon, ob diese nun Luft oder Wasser erhitzt, wird zuerst der Brennraum mit Russ verschmutzt. Dieser lagert sich im Brennraum, aber auch an dem Einspritzsystem, dem Glühstift und den Überwachungs-sonden an. Die Heizung startet und braucht eine gewisse Zeit, bis die Betriebstemperatur erreicht wird. Ist dieser Punkt erreicht, wird der angelagerte Russ verbrannt und alles im Brennraum ist wieder sauber. Es funktioniert also im Prinzip wie ein Holzbackofen. Beim Anfeuern ist innen an den Wänden alles schwarz und voll mit Russ. Ist der Ofen einmal heiss ist alles schön sauber und ohne jegliche Ablagerung.
Es braucht also keine lange Erklärung, wieso viele Luftheizungen in der Höhe schon relativ schnell aufgeben. Vom System her wird diese Heizung in einem Wohnmobil immer wieder an und abstellen und so wieder und wieder eine kleine Schicht Russ ablagern. Kommt in der Höhe noch der fehlende Sauerstoff dazu wird diese Ablagerung innert Tagen so groß, dass die Heizung nicht mehr anspringt. Nur eine Demontage und Reinigung kann hier noch helfen. Dies wäre leicht zu machen, jedoch sind die meisten Heizungen so verbaut, dass eine Wartung nur mit viel Aufwand verbunden ist.
Bei der Dieselwasserheizung dauert es etwas länger bis diese nicht mehr richtig startet, da ja die Brenndauer erheblich länger ist und einige Anlagen funktionieren auch erstaunlich lange.
Wo liegt hier dann das Problem?
Um es gleich vorab zu sagen, egal ob Webasto oder Ebersbächer oder was auch immer für eine Heizung verbaut ist, an dieser liegt es selten.
Jeder Brenner unabhängig vom Hersteller hat einen eingebauten Thermostat, der verhindert, dass die Heizung überhitzt. Normalerweise liegt dieser Wert so bei 80°C.
Wird diese Temperatur am Brenner erreicht, schaltet sich die Heizung selbständig ab, auch wenn die Raumtemperatur in der Kabine noch weit vom eingestellten Wert entfernt ist. Die Umwälzpumpe für den Wasserkreislauf arbeitet weiter und kühlt den Brenner. Ist dieser wieder bei ca. 70°C schaltet sich die Heizung wieder an und ein neuer Kreislauf beginnt. Was heisst, ist dieser Intervall zu kurz legt sich auch hier bei jedem Start eine kleine Menge Russ ab.
Eine gut funktionierende Heizung sollte nie über den Überhitzungssensor gesteuert werden, was aber bei vielen verbauten Heizsystemen leider so ist. Die Heizung sollte bis der eingestellte Wert beim Raumthermostat erreicht ist nie abstellen.
Bei einem größeren Fahrzeug kann dies schon einmal über eine Stunde oder erheblich länger dauern. Dieses Fahrzeug wird aber kaum je ein Problem haben, dass die Heizung nicht mehr funktioniert.
Wenn ich also im Gespräch höre, "Die Heizung funktioniert super, die läuft jeweils nur ganz kurz" ist bei mir Alarm angesagt!
Wie kann dies also verhindert werden?
Hier liegen verschiedene Probleme an, bei einigen Fahrzeugen kumulieren sich diese und hier ist der Totalausfall der Heizung schon beim Bau von vornherein festgelegt.
1. Die verbaute Heizung ist zu groß dimensioniert.
Wie kann dies also verhindert werden?
Hier liegen verschiedene Probleme vor. Bei einigen Fahrzeugen kumulieren sich diese – und in solchen Fällen ist der Totalausfall der Heizung praktisch schon beim Bau vorprogrammiert.
1. Die verbaute Heizung ist zu groß dimensioniert.
Normalerweise liegen die Heizleistungen bei etwa 5 kW respektive 9 kW. Viele Hersteller glauben nun, unbedingt 9 kW verbauen zu müssen, damit es im Fahrzeug auch sicher warm wird. 5 kW würden jedoch in den meisten Fällen völlig ausreichen und verhindern zudem, dass die Heizung überhitzt.
Heizungen – egal ob von Webasto oder Eberspächer – sind kleine Kraftpakete. Wer kleiner dimensioniert, hat auch weniger Probleme mit der Wärmeabgabe. Eine kleinere Heizung wird zudem in der Höhe weniger Schwierigkeiten haben, da sie – weil eher knapp ausgelegt – länger durchläuft und dadurch Rußablagerungen besser verbrennen kann.
Nicht nur der fehlende Sauerstoff in der Höhe ist also primär für eine verrußte Heizung verantwortlich, sondern auch die vielen Startvorgänge während einer Heizperiode oder bei der Warmwassererwärmung. Jede Heizung hält problemlos mehrere Starts – auch in der Höhe – aus, wenn sie anschließend lange genug durchlaufen kann, um Ablagerungen wieder zu verbrennen.
Abhilfe: Wechsel auf eine 5-kW-Heizung (bei Fahrzeugen, die sich noch im Bau befinden), oder die Heizung so verbauen, dass sie gut belüftet ist. Zusätzlich können Leitungen oder Wärmetauscher außerhalb des Fahrzeugs verlegt werden, damit das Wasser abkühlt, bevor es in die Heizung zurückfließt. Leitungen sollten dabei nicht isoliert werden.
2. Radiatoren sind schlecht verbaut
Viele Hersteller verbauen die Radiatoren hinter einer Wand, unter Stauräumen oder an anderen schlecht belüfteten Stellen.
Hier kann keine ausreichende Luftzirkulation entstehen, die die Radiatoren durchströmt und die Wärme an die Umgebung abgibt. Das Wasser fließt zwar durch Leitungen und Radiatoren, erwärmt diese und kehrt anschließend nahezu mit derselben Temperatur wieder zum Brenner zurück. Auch in diesem Fall wird die Heizung früher oder später versagen.
Abhilfe: Radiatoren so verbauen, dass unten und oben genügend Platz für einen guten Luftstrom vorhanden ist (unten mindestens 10 cm, oben mindestens 20–30 cm). Zudem sollten möglichst viele Radiatoren installiert werden. Was im normalen Haus gilt, trifft auch im Wohnmobil zu: Abgedeckte Radiatoren sind praktisch wirkungslos!
Unter den Radiatoren können kleine Ventilatoren (z. B. aus dem PC-Bereich) verbaut werden, um die Luftzirkulation zu verbessern.
Die Rückleitung zur Heizung sollte außerhalb des Fahrzeugs verlegt werden, damit das Wasser ausreichend abkühlen kann.
Im Handel gibt es zahlreiche einfach zu installierende Lösungen.
3. Boilertemperatur ist zu hoch eingestellt, Boiler ist zu groß.
Boiler mit Wärmetauscher reagieren träge. Ist der Boiler zu groß und die Heizung wird nicht dauerhaft genutzt – was eigentlich der Normalfall ist –, springt die Heizung mehrfach an, bevor die eingestellte Temperatur erreicht wird.
Große Boiler machen wenig Sinn: Es dauert deutlich länger, 30 Liter auf Temperatur zu bringen als 15 Liter. Diese 15 Liter ergeben, mit Kaltwasser gemischt, zwischen 30 und 40 Liter Duschwasser – was für zwei Personen mehr als ausreichend ist. Warmwasser auf Vorrat zu erzeugen bringt daher eher Nachteile.
Abhilfe: Einen kleineren Boiler verwenden. Eine Temperatur zwischen 50 und 60 °C ist völlig ausreichend. Die Leitungen von der Heizung zum Boiler sollten verlängert und – wenn möglich – der Rücklauf nach außen verlegt werden, damit das Wasser besser abkühlen kann.
Das Thema Legionellen, das oft im Zusammenhang mit hohen Boilertemperaturen genannt wird, ist im Wohnmobil kaum relevant. Legionellen benötigen über längere Zeit stehendes Wasser, um sich zu vermehren. Wer sein Wohnmobil regelmäßig nutzt, hat damit praktisch kein Problem.
Steht das Fahrzeug jedoch längere Zeit, kann die Temperatur einmalig kurz über 60 °C erhöht und anschließend alle Leitungen gründlich durchgespült werden. Danach sollte die Temperatur wieder auf 50 bis 60 °C eingestellt werden.
4. Dieselpumpe für die Heizung ist nicht höhentauglich.
Eine getaktete Pumpe abzuändern ist kaum möglich. Es braucht einen bestimmten Druck, und dieser verändert sich, sobald an der Zuleitung Anpassungen vorgenommen werden. Die Heizung wird dadurch in der Regel nicht besser funktionieren. Abhilfe schafft ein Höhenkit oder eine zweite Pumpe, die in der Höhe mindestens 25 % weniger Diesel fördert.
Abhilfe: Eine zweite Pumpe. Diese wird nicht nur in Heizungen von Webasto oder Eberspächer verbaut, sondern ist auch im Autozubehörhandel erhältlich. Die Schwierigkeit besteht darin, die passende Fördermenge zu bestimmen, da hierzu oft keine genauen Angaben verfügbar sind. Wer beispielsweise eine 9-kW-Heizung verbaut hat, kann es mit einer Pumpe aus einer 5-kW-Heizung versuchen.
Notfall: Wenn eine Heizung nicht mehr anspringt, ist meist der Glühstift oder der Metallfaserverdampfer stark verrußt und kann den eingespritzten Diesel nicht mehr entzünden. Wird dies früh erkannt und wurde noch nicht mehrfach erfolglos gestartet, kann folgender Versuch helfen:
Die Dieselzufuhr unterbrechen und die Heizung mehrmals starten (bei Störung einfach neu starten). Die Heizung versucht zu zünden; da jedoch kein Diesel eingespritzt wird, der Glühstift aber glüht, kann sich der Ruß lösen. Nach etwa drei Startversuchen ohne Diesel sollte die Heizung wieder normal starten.
Achtung: Dabei entsteht deutlich Rauch, da zuvor eingespritzter Diesel verdampft. Dieser Vorgang sollte nicht in der Nähe von Personen oder Fahrzeugen durchgeführt werden. Am Auspuff treten zudem schwarze Partikel aus.
Sobald die Heizung wieder läuft, alle Fenster öffnen, gut durchlüften und die Heizung möglichst lange durchlaufen lassen, damit sich angesammelter Ruß in der Brennkammer vollständig verbrennen kann.
Fazit: Eine nicht mehr funktionierende Heizung leidet häufig weniger unter der Höhe als vielmehr unter einem ungünstigen Einbau – insbesondere durch zu klein dimensionierte oder schlecht belüftete Radiatoren, die die erzeugte Wärme nicht ausreichend an die Umgebung abgeben können.
Da die Heizung oft erst in größeren Höhen intensiv genutzt wird, wird die Ursache fälschlicherweise beim fehlenden Höhenkit oder einer ungeeigneten Pumpe gesucht. Wer jedoch über eine durchdachte Installation verfügt, kann sich problemlos auch mehrere Tage in großer Höhe aufhalten, ohne dass die Heizung ausfällt.
Wer sich regelmäßig und über längere Zeit in großen Höhen bewegt, sollte – zusätzlich zum Höhenkit – den Einsatz einer zweiten, leistungsschwächeren Pumpe in Betracht ziehen.
Heizung / Brenner reinigen, dazu braucht es kein spezielles Wissen.
Heizung mit demontierter Lüfterklappe (schwarzer Teil oben links): In diesem Bereich wird die Luft verdichtet, und es sammelt sich mit der Zeit viel Staub an, was die Heizung deutlich lauter macht. Die Reinigung ist nur durch den kleinen Spalt möglich.
Vorsichtig mit einem Lappen und Druckluft reinigen. Falls vorhanden, können auch spezielle Sprühmittel verwendet werden, die den Schmutz lösen.
Wasser unbedingt vermeiden, da sonst die Achse rosten kann. Nach der Reinigung die Achse leicht mit WD-40 oder einem ähnlichen Produkt einsprühen.
Brennraum geöffnet.
Die Leitung in der Mitte ist die Dieselzufuhr.
Der Brenner ist mit vier Schrauben befestigt und kann einfach herausgehoben werden.
Die Dichtung wird dabei in der Regel beschädigt und muss ersetzt werden. Falls keine passende Dichtung verfügbar ist, kann alternativ eine Dichtpaste verwendet werden, wie sie beispielsweise bei Motorölwannen zum Einsatz kommt. Es gibt Produkte, die Temperaturen von bis zu 350 °C oder mehr standhalten.
Die Heizung ist innerhalb von 5 Minuten auseinandergenommen. Von links nach rechts:
Lüfter, Brenner und Brennkammer mit Wärmetauscher.
Russ in der Brennkammer mit einer Zahnbürste und einem kleinen Schraubenzieher abschaben und reinigen.
Hier den Ruß vorsichtig und ohne Gewalt abkratzen, ohne dabei den Filter zu beschädigen.
Gut zu erkennen: Am Glühstift befindet sich kein Ruß, während der Metallfaserverdampfer lediglich einen leichten Rußbelag aufweist.
Gereinigter Brenner und Brennkammer mit neuer Dichtung.
So viel Russ hatte unsere Heizung nach 6 Jahren Dauerbetrieb, praktisch nichts.
Es empfiehlt sich beim Vor und Rücklauf kurz vor der Heizung ein Ventil einzubauen. Das erleichtert die Wartung der Heizung enorm, danach muss nicht immer alles Frostschutzgemisch abgelassen werden.
Diese Heizung ist jetzt ohne Störung seit 2006 jeden Tag mehrmals in Betrieb.
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