Update Juli 2026
460’500 km zeigt der Tacho, und jedes einzelne davon erzählt seine eigene Geschichte.
Doch das Ereignis in Porto Alegre im Mai 2024 und die damit verbundenen Schäden zwingen uns, uns von unserem geliebten Chassis zu trennen. Ein Entscheid, der alles andere als leicht fällt.
In Sion im Wallis finden wir den passenden Ansprechpartner für unsere Zukunftspläne. Die Maße der Kabine sind gesetzt ,und damit auch die Anforderungen an den Radstand. Schnell wird klar: Nur der MAN TGM 18/320 kommt dafür infrage.
Aus der Baja heraus nehmen wir Kontakt mit Célien auf. Ohne zu zögern macht er sich auf den Weg zur Garage Charly Troillet.
Mitte Februar stehen wir dann selbst in Sion, und unterschreiben den Kaufvertrag. Ein neues Kapitel beginnt. 🚛✨
MAN TGM 18/320
Natürlich ist in den letzten 70’000 km auch noch einiges passiert. Verschiedene Reparaturen, Verbesserungen und kleine Anpassungen haben unser Pepamobil weiter begleitet.
Ich habe schlicht vergessen, dass es auf unserer Homepage noch eine eigene Seite für diese Arbeiten gibt. Zeit also, diese wieder einmal auf den aktuellen Stand zu bringen.
320'000 km habe ich die Dichtungen vom Motor ersetzt, zwei Tage Arbeit, da alles vorne abgebaut werden muss um an die Dichtungen hinter der Wasserpumpe zu kommen. Aber jetzt ist alles wieder Dicht.
299'000 km der Viscolüfter ist defekt, wir haben ein Problem sobald es steigt, der Motor erhitzt sich. Ich habe das vorerst so gelöst, dass ich den Lüfter blockiert habe, er dreht jetzt immer mit der Motordrehzahl. Nun ist die Temperatur wieder wie sie sein soll. Ob ich das Teil hier erhalte?
280'000 km wir haben einen Ölverlust am Motor, vermutlich ist die Dichtung vom Steuergehäuse oder Kurbelgehäusejoch undicht.
Da der Motor aber kaum Öl verbraucht ist dies vorerst nicht weiter schlimm. Wir haben jetzt auf 4'000 km etwa einen Liter Öl verloren. Ich muss alle zwei Tage unten reinigen, da das Öl durch den Ventilator verspritzt wird. Sonst ist es weiter kein Problem.
Vermutlich werden wir dies in Chile bei MAN richten lassen. Dichtungen vom Motor haben wir dabei
270'000 km die Flammstartanlage ist wieder nicht funktionsfähig, ab 3500 Meter haben wir ein Problem den Wagen zu starten. Ab 4'000 und höher wird es kriminell vermutlich ist das Steuergerät durchgebrannt. Wir werden die Kerze, Magnetventil und das Steuergerät ersetzen. Gut haben wir zurzeit hier in Ecuador noch normale Temperaturen. Inzwischen haben wir das Magnetventil, Steuergerät, und Kerze ausgewechselt, jedoch geht die Flammstartanlage immer noch nicht. Nach Rücksprache mit MAN haben wir nun einen Widerstand und kein Temperaturfühler mehr eingebaut. Jetzt geht zwar die Flammstartanlage, jedoch bleibt das Relais hängen und blinkt die ganze Zeit!!!! Also habe ich einen Schalter eingebaut, zuerst wird der Wagen gestartet, sobald er warm ist, nochmals abstellen, Schalter vom Widerstand auf Position 0 und erneut Starten. Jetzt fällt das Relais ab.
Fazit: es war weder das Magnetventil, noch das Steuergerät oder die Kerze, vermutlich liegt es am Temperaturfühler oder am Relais....das wir beides nicht hier haben!
255'000 km auf dem Tacho und der Ventilator hat sich verabschiedet. Respektive es war nur die Diode auf dem Potentiometer durchgebrannt. Ich habe diese durch eine 10A Sicherung ersetzt. Diese Sicherung ist jetzt von aussen zu ersetzen und es muss nicht mehr das ganze Armaturenbrett auseinandergenommen werden.
Sicherheitshalber haben wir ein Teilstück der Kardanwelle ersetzt, für meinen Geschmack hatte diese etwas zuviel Spiel. Die Kerze zur Dieselvorwärmung musste einmal ersetzt werden und der Druckfühler vom Öldruckmesser.
Nach 180'000 km hat der Anlasser den Geist aufgegeben. Bosch meinte: „Sie fahren sicher nur Stadtverkehr!“ Als gut erzogene Schweizer hatten wir jeweils sofort unser Auto abgestellt, sobald wir irgendwo anhalten mussten, dies hat beim Anlasser zu einem vorzeitigen Verschleiss geführt.
390'000 km Der Schalter von der 4x4 Anzeige die am Getriebe angeflanscht ist ist zum zweitem Mal abgebrochen. Dieser Schalter ist unglücklich, relativ nahe am Auspuff platziert und kann durch harte Pistenfahrt von diesem Abgeschlagen werden.
Ich habe ihn provisorisch zusammengeflickt, ist weiter kein Problem, da er nur für das Licht am Schalter verantwortlich ist. 4x4 funktioniert auch ohne diesen Schalter.
Dieser Nationalpark war auch daran schuld, dass unsere Klimaanlage ausgefallen ist.
In Brasilien wollte diese niemand reparieren, also musste wieder einmal ich selber zum Werkzeug greifen. Da das kaputte Stück von MAN in Deutschland etwa 14 Tage gebraucht hätte um nach Französisch Guyana zu kommen, wo ich die Reparatur ausgeführt habe, sind wir nach Koru gefahren und haben das Teil bei Arianespace fertigen lassen. So sind wir also heute der einzige MAN der mit Raketentechnologie herumfährt.
Dies macht ihn aber auch nicht schneller.
Dieses Teil wurde in Koru beim Arian Space Center speziell für uns gefertigt !
November 2015
Wir haben bisher 270'000 km mit unserem MAN zurückgelegt. (Stand Nov. 2015)
Dabei sind wir üble Pisten gefahren, durch Sanddünen, viele Kilometer Teerstrassen, die diesen Namen wirklich nicht verdient haben. Problemlos hat der MAN Höhen von über 5'000 Meter überwunden und auch bei Temperaturen unter -25°C nicht gestreikt. Wir dürfen also ruhig sagen, wir sind sehr zufrieden mit unserem MAN. 220 PS sind für unser Gewicht zwar etwas wenig, dafür verbrauchen wir aber im Durchschnitt deutlich unter 20 l Diesel, auf normalen Strassen 17,5-18l.
130’000 km, davon ein grosser Teil auf teilweise sehr anspruchsvollen Pisten, haben wir die Stossdämpfer ersetzt.
Nach langem Überlegen und dem Einholen mehrerer Offerten entschieden wir uns, diese speziell für unseren MAN-Maßanfertigen zu lassen.
Gleichzeitig wurden auch die Stossdämpfer des Fahrerhauses ausgetauscht, die ebenfalls von derselben Firma hergestellt wurden.
Der Unterschied ist deutlich spürbar: Das Fahrverhalten ist wesentlich ruhiger und komfortabler geworden.
Ein Schwachpunkt am MAN 10/220 in unserer Ausführung sind sicher die Federblätter. Die Gummidämpfer in den Federlagern waren schon nach 50'000 km total ausgeschlagen und mussten ausgewechselt werden. Dies haben wir bisher drei Mal gemacht, was immer eine grössere Aktion bedeutet.
Um nicht jedes Mal die Federblätter total ausbauen zu müssen, habe ich mir beim zweiten Wechsel ein Werkzeug gebaut mit dem ich die Lager bei entlasteter Feder aus und einbauen konnte. Jedoch bleibt es harte Knochenarbeit.
Zudem sind die originalen Federblätter zu schwach ausgelegt. Auch bei einem Fahrzeug, das nicht überladen ist, hängen diese stark durch. Das führte bei uns dazu, dass das Fahrzeug einige Male heftig durchschlug und in Kurven sehr stark schwankte.
Federbrüche vorne und hinten waren die Folge.
In Namibia habe ich deshalb alle Federpakete mit einer zusätzlichen Feder aus einem alten Mercedes (vom Abbruch) verstärkt. Optisch war diese Lösung nicht gerade eine Augenweide und sicher auch nicht die professionellste Variante – der Effekt jedoch war enorm.
Kein Durchschlagen der Kabine mehr, kein starkes Schwanken in den Kurven, und jede Pistenfahrt wurde wieder zum Vergnügen.
Zurück in der Schweiz haben wir deshalb alle Federblätter von einem Spezialisten nachbauen lassen. Zum originalen Federpaket wurde vorne ein zusätzliches Blatt eingebaut, hinten kamen sogar zwei zusätzliche Federn dazu.
Zusätzlich wurden die Halterungen verstärkt: Die original aus einem Stück bestehenden Halterungen wurden pro Seite um zwei weitere ergänzt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Halterungen und Schrauben schlagen nicht mehr aus und müssen nicht mehr regelmässig ersetzt werden – ein Problem, das uns vorher immer wieder begleitet hat.
Natürlich geht zwischendurch auch einmal etwas kaputt. Selbst ein Haus im Grünen, das einfach nur dasteht, kommt nicht ohne Unterhalt und Reparaturen aus.
Bei uns war das bisher so: In Brasilien haben wir bei 80 km/h den Auspufftopf verloren. Nach dem Einsammeln musste dieser kurzerhand vor Ort wieder angeschweisst
werden.
Schuld waren die enormen Vibrationen auf einer schlechten Piste im Jalapão-Nationalpark.
Nach einer solchen Aktion sind wir jeweils froh über eine gut funktionierende Dusche