Wir haben uns entschieden, den Maschendrahtzaun selber zu montieren. Zusammen mit Manuel denken wir, dürften wir dies schaffen.  Wir wollen keine "Festung", keinen Stacheldraht, nur einen Zaun, welcher uns vor dreisten Hühnern, Gänsen, Hunden und Kühen schützt. Manuel gräbt die 80 cm tiefen Löcher, Bruno setzt und betoniert die druckimprägnierten Eukalyptus-Pfähle. 

Lola verpennt die ganze Sache.
Lola verpennt die ganze Sache.

 

 

03. Januar 2018

Um sieben sind alle auf der Baustelle und los geht's. Die eine Hälfte setzt die Dachziegel, die andere fährt weiter mit dem Pool-Boden Betonieren. Diesmal nur noch mit Zement, Sand und einem wasserabweisenden Zusatz.

 

Um achtzehn Uhr wird die zweitletzte Dachplatte hochgehoben. Die Jungs stöhnen und ächzen!

 

Auch Manuel und Bruno kommen gut voran. Die Verständigung mit Manuel klappt leider noch nicht sehr gut. Er schüttelt oft den Kopf, weil Bruno wieder etwas nicht verstanden hat und er selber die Strecke zurücklegen muss, um etwas zu holen oder zu machen. Verständlich bei 33 Grad und fast 75 m Strecke.

 

04. Januar 2018

Mit Wasserwaage und Stift wird die Position der Fliesen in der Piscina angezeichnet...

 

...und schon geht's los, unser Pool bekommt "Farbe".

 

Und am Haus geht's mit den fliegenden "Tejuelones" weiter.

 

 

07. Januar 2018

Sonntags gegen zehn fährt Peter Kunzmann mit seinem kleinen Laster aufs Gelände. Wir erinnern uns? Horror-Story mit unserer Umzugskiste!!! Wir haben in Deutschland zwei Schwedenöfen und neue Bettdecken bestellt. Auch die Reifen, Gummischläuche, Toilettenbox, Rollos -für Maggie-, das Fahrzeug von Olaf und Simone, werden wir bei uns lagern, bis sie im März aus Deutschland zurückkommen. 

 

Am Montag wird in der Piscina fleißig weiter gearbeitet, die Wasserwaage immer zur Hand!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Das Pumpenhaus wird gemauert.

 

Manuel und Bruno bauen am Maschendrahtzaun weiter. Pflock um Pflock wird eingegraben, total 44 Stück.


 

Victór hilft bei der Einhaltung des Niveaus, welches Bruno übersehen hat. Bei einem elektrischen Tor, vielleicht nicht ganz unwichtig!

 

 

09. Januar 2018

Endlich fährt ein Bagger vor. Der Haupteingangsbereich sollte schon seit zwei Monaten freigeschaufelt werden! Der ganze Bambus muss weg.

 

Dies ist doch einmal eine anständige Einfahrt, oder nicht? 

 

Bruno heuert den Baggerfahrer gleich an, denn, wir brauchen einen neuen Weg nach hinten zu den Grundstücken, der „alte“ ist ausgefahren und wenn’s regnet verwandelt sich dieser in einen Fluss...

Es ist hier extrem schwierig, einen Bagger oder einen Traktor zu mieten, nicht dass es keine hätte, nein, wir machen einen Termin ab, aber keiner kommt!

 

...auch muss ums Haus und um den Pool Erde aufgeschüttet werden. Gut haben wir mehr als genug davon. Wir werden den "Natur-Teich" etwas vergrößern. So schlagen wir zwei Fliegen mit einem Schlag. Wir haben Erde ums Haus und Lola bekommt eine größere Pfütze!

 

Ich fahre morgens nach Villarrica, Manuel muss bei der Unfall- und Krankenkasse angemeldet werden, denn wir sind motorisiert und Manuel hat keinen Führerschein, wer weiß, was da alles passieren kann! Vielleicht sollten wir noch über eine Vollkaskoversicherung nachdenken!

 

Als ich gegen Mittag zurück bin, sieht es bei uns so aus. Zwischen Gästehaus, Pool und Haupthaus alles nivelliert. Krass der Unterschied. 

 

So sah es vor drei Monaten aus!

 

Die Wolken werden immer bedrohlicher, gegen siebzehn Uhr setzt der Regen ein. Super, hat uns gerade noch gefehlt!

Wird der Regen heftig, haben wir den gleichen Schlamassel wie bei dem Feld vor zwei Monaten.

 

Lenny mit seinem Besitzer Martin fährt vor. Schon über ein Jahr, dass wir uns das letzte Mal getroffen haben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Geräteschuppen wird endlich fertig. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kanäle müssen wieder zugeschaufelt werden. Martin packt mit an.

 

Auch Lola bekommt ihren Pool . . . ,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

. . . welchen sie natürlich sofort einweiht.

 

Wir müssen unbedingt die Flanken verstärken, das Terrain ausnivellieren, der Regen wird sonst alles wegschwemmen.

 

Gegen Mitternacht setzt der Regen ein. Uns schwant Böses. Am Morgen ist Bruno schon um sechs draußen. Es war noch viel schlimmer, als wir gedacht haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Seite hat dem Regen nicht standgehalten.

 

  

 

 

 

 

 

 

Bruno versucht über Stunden zu retten, was zu retten ist. Ein Müllsack muss als Regenschutz herhalten, alle andern sind nass.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lola schaut zu, oder will helfen!

Auch der neue Teich wurde Opfer der Regenmassen!

 

 

Montag, 15. Januar 2018

Der Tischler und sein Gehilfe sind die einzigen, die heute arbeiten. Alle andern feiern Regen-frei! Der Haupteingang für die LKWs wird in Angriff genommen...


 

 

17. Januar 2018

...und bei uns kommt auch noch ein Kuhfänger hin, plus das neue Tor muss ersetzt werden, da es sich problemlos öffnen lässt. Pferde und Kühe können es einfach aufstoßen.

 

Machen wir abends, wenn alle weg sind, eine Runde übers Gelände, gefällt uns, was wir sehen!

 

 

18. Januar 2018

Die Treppe der Piscina wird betoniert.

 

Strom, Steckdosen, Ventilatoren, Klimaanlagen, Wasser und Abwasser müssen eingezeichnet werden..


 

 

19. Januar 2018

Das Wetter ist unbeständig, das Verputzen der Aussenmauern unmöglich. Die ganze Mannschaft, bis auf die zwei, die die Fliesen in der Piscina legen, sind im Haus. Es wird gehämmert und geklopft, Ziegelsteine fliegen durch die Luft. Die Mauern werden aufgespitzt für die Stromleitungen. 

 

Während auf der einen Seite noch aufgespitzt wird, wird auf der anderen Seite der Kabelkanal eingezogen und auf der Südseite schon verputzt. Die Jungs sind unglaublich!

 

 

Am Poolrand gibt es Diskussionen. Es gefällt keinem. Die Platten werden neu gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, jetzt passt's!

 

Freitag, 19. Januar 2018

Kurz vor siebzehn Uhr fahren die Dachdecker vor. Hm... sie montieren die Dachrinne.

 

Montag, 22. Januar 2018

Paraguay ist nicht eingeschneit, so wie viele Ortschaften in den Schweizer Alpen, sondern "eingeregnet". Keiner arbeitet!

Bruno repariert, zum dritten Mal, die Mauer des neuen Teiches. Bei jedem Gewitterregen schwemmt es einen Teil weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Verlegen des Maschendrahtzaunes hat Bruno eine Idee. Er nimmt die ausgestochenen Grasnarben und setzt sie rund um die Piscina ein. 

 

Die Pooltreppe bekommt Fliesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und heute Mittwoch zieht schon wieder ein Gewitter übers Land..., die Baustelle steht still.

 

25. Januar 2018

Die Wetterlage hat sich etwas gebessert. Die ganze Mannschaft ist auf der Baustelle. Ich frage Victór, ob es möglich sei, die Fenster im Schlafzimmer noch etwas zu vergrössern. "Si, si no hay problemas, por suerte lo haces." Er ist froh, dass ich grössere Fenster haben will, die bestehende Öffnung sei viel zu klein. Auch das Fenster im Ankleideraum sollte größer sein.

Okay, dann runter mit den Backsteinen, mehr Licht in die Räume! 

 
Die Fliesen in der Piscina sind alle verlegt. Die Poolpumpe und das Licht werden angeliefert. 

 

Mein lieber Mann war wieder einmal zu schnell, hat nicht aufgepasst. Die ganze Arbeit mit den Grasnarben um den Pool für die Katz. Er hat das Niveau schon wieder vergessen. Das Regenwasser muss zwingend weg vom Pool, darf nicht hineinlaufen. Wieder ist es Victór, der ihn darauf aufmerksam macht. Tja, alle Grasnarben müssen wieder weg, die Erde muss abgetragen werden, bis sie ein leichtes Gefälle aufweist. Manuel wird zum ersten Mal sauer, mit Recht!

 

 

Nach nur einer Woche ist unser Kuhfänger fertig und das Tor erstrahlt in neuem Glanz...und die Kühe bleiben draußen!

 

 

Freitag 26. Januar 2018

Wir müssen nach Asunción. Die Fliesen fürs Haus und die Badezimmereinrichtung müssen bestellt werden. Am Samstag haben wir mit Victór Rendezvous. Wir nutzen die Gelegenheit und fahren schon heute, denn wir haben noch immer keine Möbel, Stühle und kein Kochfeld. Auch können wir ENDLICH die "Cédula Verde " und den Titulo, die Fahrzeugpapiere

für unseren Tiburon abholen. Jetzt erst sind wir Eigentümer unseres Pickup's.

 

Und, Bruno will sich eine "Maschine" anschauen. Er hat die Schnauze voll vom Schaufeln.

 

 

Wir laufen uns die Füsse wund, von Laden zu Laden, wir finden nichts, aber auch gar nichts, was uns gefällt. Frustriert fahren wir ins Hotel, bestellen ein Pizza und legen uns aufs Ohr.

 

Um acht haben wir mit Victór abgemacht. Wir sind alle pünktlich und die Qual der Wahl geht los. Nach zwei Stunden ist alles ausgesucht, bestellt und unterschrieben. Uff...

 

Wir nehmen wieder die Fahrt Richtung Independencia unter die Räder. Sommerferien, Weekend, der reinste Horror auf den Straßen von Asunción. Wir kommen einfach nicht aus der Stadt raus. Asunción ist keine schöne Stadt, steckt man im Verkehrschaos, mit Menschen, die NULL Ahnung von Verkehrsregeln haben, der reinste Wahnsinn. Nach mehr als einer Stunde sind wir endlich auf der "Ruta 2" und können Gas geben. Am Abend erfahren wir, dass die LKW-Fahrer streiken, deshalb das Chaos auf den Strassen.

 

Zuhause ist es  noch hell genug, dass wir die neu gestaltete Haupteinfahrt begutachten und unsere Piscina bewundern können.

 

Und, am nächsten Morgen natürlich das erste "Fußbad"! Sogar Bruno wagt sich rein!

 

Wir machen einen Rundgang durchs Haus. Wieder ist fleißig gearbeitet worden.

Uns gefällt der Dachstuhl.
Uns gefällt der Dachstuhl.

 

Am nächsten Morgen ist die Piscina fast voll. Schon um sechs in der Früh planschen wir zum ersten Mal. Natürlich muss auch gleich alles begutachtet und ausprobiert werden.

 

Laut Victór wird es mindestens zwei Monate dauern, bis seine Männer um den Pool Platten legen können. Für Bruno ein

No-Go, viel zuviel Staub, Sand und Schmutz würde ins Wasser geweht. Rasen muss her. Dass er dies nie alleine schaffen kann, ist ihm seit letzten Donnerstag klar, als er und Manuel bis zur totalen Erschöpfung Grasmotten ausgestochen und versetzt haben. Wieder lässt Victór seine Connections spielen. 

 

Dienstag, 30. Januar 2018

Ein Lkw fährt vor, beladen mit neun Leuten und Grasmotten. Alle packen mit an, eine Frau und ein 11 jähriger Junge sind  mit von der Partie. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgen kommt der Rest!

 

Am Mittwoch kommt grünes Licht aus Asunción, die Straßen sind heute frei, keine Streiks seitens der Lkw-Fahrer. Kurz nach acht fährt Bruno los und kommt gegen siebzehn Uhr mit diesem Gerät zurück. Ab sofort ist Schluss mit schaufeln .

 

Die Aussenwände werden verputzt.

 

02. Februar 2018

Richtfest und die Fertigstellung der Piscina werden mit einem Asado, 13 kg Fleisch...

...und einer Torte gefeiert!

 

Montag, 05. Februar 2018

Aus Asunción werden die Fliesen fürs Haus angeliefert, welche wir vor einer Woche ausgesucht haben.

In der Zwischenzeit "baggert" Bruno Schaufel um Schaufel zum Haus.

 

An den Fenstern und dem  Haus werden die Ecken betoniert. Es muss bis auf einen halben Zentimeter stimmen. Die Decke im Vorratsraum  und im Ankleideraum werden mit Tejuelones ausgekleidet, Wasser-, Strom- und Gasleitungen werden eingezogen und Marco liefert die Türrahmen. Es geht zu und her, wie in einem Bienennest.

 

Und draußen beginnen die Männer mit dem Verputzen der Säulen.


 

 

Dienstag 06. Februar 2018

Aus Asunción werden die ganzen Fliesen und die Badezimmer-Garnituren angeliefert. Victór weiß genau, was wir bestellt haben, kontrolliert jede Kiste, jede Fliese, erst dann unterschreibt er.

 

Gegen Abend teilt er uns mit, dass es keinen Zement mehr zu kaufen gäbe, und wenn, dann um 20'000 Gs teurer als normal, er also nicht mit dem Betonieren des Bodens anfangen könne. Der LKW-Streik zeigt langsam seine Folgen.

Milchprodukte, Bier, Mineralwasser werden in kleinen Pick-ups verteilt, Treibstoff ist nicht mehr erhältlich!

 

Bruno und Manuel betätigen sich weiter als Landschaftsgärtner und die Mannschaft von Victór beginnt mit dem Verputzen der Garage. Dieser strahlt, der LKW-Streik ist seit heute Nacht beendet. - Die Regierung hat einer einjährigen Probefrist für die "Roadtrains" auf einer Strecke im Norden zugestimmt. Es dürfen drei Sattelanhänger mit maximal  sechzig  Tonnen gezogen werden. - Ein Stein fällt Victór vom Herzen, keine Verzögerung im Terminplan!

 

 

Mal ein schneller Rückblick!

September 2017                                                 November 2017                                                Dezember 2017


 

    27. Januar 2018

 

 07. Februar 2018


 

 

13. Februar 2018

Es geht Schlag auf Schlag. Strom- und Wasserleitungen werden im Haus eingezogen, bez. eingegraben...

 

 

Abwasserrohre werden positioniert und verlegt.

 

 

Eine weitere Equipe ist immer noch am Verputzen der Aussenmauer und der Säulen. 

 

Und Bruno versucht den Teich neu zu formen, Lola immer mit dabei, entweder im Wasser oder am Verbellen der Schaufel.  

 Natürlich hat es dann am folgenden Tag wieder wie aus Kübeln geschüttet, die Zerstörung war aber minimal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das viele Nass nutzt aber Victór aus, und seine Leute deplazieren den ersten Kuhfänger. Dieser ist nicht im "nivel" und passt Victór seit Beginn nicht,

 

und am Freitag wird die Führungsschiene vom elektrischen Eingangstor einbetoniert.

 

15. Februar 2018

Langsam verliere ich den Überblick. Zur Zeit passiert so viel auf der Baustelle, dass ich nicht mehr weiß, wann, was, wo gearbeitet wurde.

 

Weitere Grasmotten werden angeliefert und verlegt. 

 

 

Den Beginn vom betonieren des Boden habe ich völlig verpasst! 

Während Herrchen Daniel  den Schlafzimmerboden betoniert, pennt Rocky in der Kühle des Badezimmers.

 

An den Aussenmauern werden im unteren Bereich Bruchsteine als "Schmutzfänger" angebracht. Jetzt ist es so, dass man dies eigentlich "fadegrad" macht. Mir gefällt dies aber nicht und ich frage den Chico, ob er nicht etwas Fantasie reinbringen könne. Mal ein wenig höher, dann wieder tiefer, eben unregelmässig, so wie der "Hausberg". Ganz vorsichtig beginnt er, fällt immer wieder zurück ins Schema, will von Victór die Bestätigung, das dies okay sei. Erst am zweiten Tag getraut er sich, locker an die "Mauer" ranzugehen. 

 

Yvyturuzú / Berg der Winde 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Sicherungskasten der erste Anschluss, natürlich vom Pool !


Die Hauptwasserleitung vom Wassertank zum Haus wird verlegt. Gut, hat es geregnet, die Erde ist somit nicht pickelhart!

 

Traumhafte Sonnenuntergänge hinter dem Yvyturuzú.

 

Langsam macht sich Bruno daran den Wasserkanal bei unserem Haupteingang -und vor dem Haus unserer Nachbarn- zu kanalisieren, zu verbreitern. Hier kommen die ganzen Wassermassen von den anderen zwei Grundstücken zusammen.

 

Was dann mit Regen so aussieht.

 

 

 

Wie es weiter geht kannst du in "Teil IV wir bauen ein Haus nachlesen.

 

 

Oder zurück zu Teil III dann hier klicken.