Im Schnellzug durch Paraguay

 

Seit einigen Jahren stellen wir uns immer wieder die Frage: "Was kommt nach dem Reisen?

Wie und wo wollen wir wohnen? In der Schweiz, im Ausland?"

 

Wenn wir in einem Land sind fragen wir uns: "Könnten wir hier leben?"

Bis jetzt hatten wir nie das Gefühl "es passt."

 

Hier in Paraguay ändert sich plötzlich alles. Antworten auf unsere Fragen, einfache Lösungen

bieten sich an. Und plötzlich geht alles sehr, sehr schnell. 

 

 

13. Juli 2017

Wir besuchen Franzosen, welche in La Colmena 6 Hektar Land gekauft haben.

 

16. Juli 2017

Erstmals kommt der Gedanke an ein eigenes Grundstück.

Dafür und dagegen werden diskutiert.

 

17. Juli 2017

 Wir schauen uns verschiedene Grundstücke rund um La Colmena an.

 

19. Juli 2017

Wir fahren nach Yataity. Mit einem Makler besuchen wir drei Grundstücke

 plus ein Haus mit 2 Hektar Land. Nichts passt.

 

20. Juli 2017

Wieder in La Colmena, wo wir weitere Grundstücke besichtigen.

Eines gefällt uns recht gut und wir verbringen zwei Nächte darauf. 

"Probeschlafen".

Nachts werden wir von der Disco im Dorf beschallt! 

Kein guter Platz!

 

24. Juli 2017

Rendezvous in Independencia mit Markus Felber.

Zwei Häuser stehen zum Verkauf, plus ein riesengroßes Grundstück,

welches noch nicht definitiv parzelliert ist. 

Das eine Haus ist aber zu groß, das andere zu weit weg.

 

Wir fahren zum Grundstück. 

Schock. Kein einziger Baum weit und breit, nur Weideland. 

Wir gehen weiter, kommen in einen kleinen Wald, wir passieren diesen Richtung Osten,

kommen auf Gelände mit kleinem Baumbestand, sanfte Hanglage,

Zitrusbäume, einige Zypressen, Palmen und einige Laubbäume.

 

Bingo!

 

25. Juli 2017. 

Wir fahren zurück nach Altos. 

 

30. Juli 2017

 

Treffen mit Bettina Müller.

Bettina hat ein Business-Service in Asunción und bietet einen

Einwanderungshilfe - Service an.

 

27. 07. 2017

 

Ich habe einen Termin beim Augenarzt. Augeninnendruck 

muss wieder einmal kontrolliert werden.

Mit Marion fahre ich nach Asunción, wir haben Zeit und

so schauen wir uns Kücheneinrichtungen und Badezimmer an.

 

02. August 2017

 

 Wieder fahren wir nach Independencia und treffen uns mit Markus Felber.

Zusammen mit seinem Baumeister -Victor- werden die Pläne ausgearbeitet.

 

Wir fahren hoch zum Grundstück, wo wir übernachten.

 

03. August 2017

  

Markus, Victor und ein weiterer Mitarbeiten fahren vor.

Auf dem Grundstück werden Haus, Gästehaus und Pool eingepflockt. 

Es nieselt noch immer.

 

Am Nachmittag fahren wir mit Markus zur Cooperativa Carlos Pfannl.

Wir brauchen ein "Bankkonto."

Dieses wird provisorisch eröffnet, denn Interpol muss bestätigen, dass wir eine "WEISSE WESTE" haben.

 

Wir verabschieden uns von Markus, fahren zurück nach Altos.

Alles wird in die Wege geleitet.

Bettina Müller wird uns das Papier von Interpol besorgen. 

 

07. August 2017

 

Fahrt nach Asunción. Wir brauchen ein Auto. 

IZUZU, VW, Mitsubishi, Mahindra, Toyota, Honda, JMC, Chevrolet und Foton steuern wir an.

Preise zwischen 21'000 bis 87'000 $ sind im Angebot. 

Wir brauchen einen "Arbeitswagen" keine Luxuslimousine, so entscheiden wir

uns für den Foton (Schande, ein Chinese).

  

 

08. August 2017

 

Markus und Victor kommen aus Independencia.

Letzte Details werden besprochen, dann unterschreiben wir den Vertrag.

Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

 

- Großer Moment für unsere Zukunft -

 

 

So, alles Weitere geschieht, wenn wir aus Argentinien zurückkommen,

denn unser Visa läuft am 10. August ab, wir müssen das Land verlassen.

 

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Hier eine Ansicht mit Google Maps. 

 

 

23. August 2017

  

Wir bekommen News von Markus.

Nächsten Montag wird der Brunnen gebohrt. 

 

24. August 2017

 

Erste Bilder aus Independencia erreichen uns, der Zaun um unser Grundstück wird errichtet.

 

 

28. August 2017

Die Arbeiten beginnen. Der Brunnen wird gebohrt...

 

 

...und der Grundriss vom Haus wird gesteckt. 

 

29. August

Wir haben Wasser, auf 80 Meter Tiefe, ca. 20'000 l pro Stunde

Yessssss!!!!!

 

 

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In der Zwischenzeit sind Rita, Brunos Schwester und Rolf, ihr Mann,

in der Schweiz fleißig, extrem fleißig.

 

Aus unserem "früheren" Leben gibt es noch einige "Reste",

welche wir nun nach Paraguay verschiffen lassen. 

Eine Kiste wird angefertigt, alles reingepackt und ab geht's - via Deutschland - nach Paraguay.

 

"Rolf, Rita, ganz ganz härzliche Dank, dir sit Goud wärt."

 

12. September 2017

 

Zu Fuss machen wir uns auf nach Altos.

Auf der Gemeindeverwaltung bekommen wir die Zulassung für den Pickup.

Hier muss auch sofort die Jahressteuer bezahlt werden.

 

Wir bekommen neue Bilder vom Hausbau.

  

13. September 2017

Wir fahren nach Asunción unseren "Weißen Hai" abholen.

El Tiburón

 

15. September 2017

 

 Unsere Dokumente aus der Schweiz werden mit DHL bei Bettina Müller angeliefert. 

Sie wird sich um die unzähligen Behördengänge kümmern.

-Herzlichen Dank an Roman und sein Team  in die Schweiz-

 

19. September 2017

 

Wieder erhalten wir einen aktuellen Stand von der Baustelle.

Es wird fleißig gearbeitet, sie kommen gut voran.

 

 

In der Zwischenzeit ist unsere "Kiste" (in der Schweiz) versandbereit!

Es gibt einige Diskussionen beim Zoll, wir müssen den Montag abwarten.

 

20. September 2017

  

Treffen um neun Uhr mit Bettina,

bei 42 Grad, nicht gerade ideale Temperaturen, um Behördengänge zu erledigen. 

Notar, Nationalbank, Migraciones. Es gibt ?? keine Ahnung, 50 Kopien, die unterschrieben,

gestempelt und beglaubigt werden müssen. Bilder werden gemacht. Mit diesen erhalten wir danach die provisorische Aufenthaltsgenehmigung für Paraguay.

Bettina erledigt aber alles mit links. Herzlichen Dank an Bettina für ihre Hilfe.

 

,Für die Cédula (Personalausweis von Paraguay) brauchen sie unsere Fingerabdrücke und ein weiteres Foto 

wird gemacht, danach sind wir mit allem durch.

Interpol wird ohne uns gemacht, das Papier erhalten wir am nächsten Tag.

 

Um dreizehn Uhr sind wir wieder beim Shopping del Sol und wir gönnen uns ein leckeres Essen

mit Aussicht auf die "moderne" Skyline von Asunción.

 

Wir übernachten in der Stadt, denn am nächsten Tag wollen wir diverse Geschäfte ansteuern.

"Wer die Wahl hat, hat die Qual": Fliesen in jeder Form und Farbe.

Bei den Möbeln und den Betten wird es schwierig, aber da müssen wir durch.

 

 

Nach zwei Tagen Asunción...Chaos in der Hütte!

 

 24. September 2017

 

Ankunft auf "Virgen Serana", unserer neue Heimat. 

 

Auf der Baustelle sieht es inzwischen so aus.

 

25. September 2017

 

 In Independencia bekommen wir bei der Polizei das

 

 - Vida y Residencia -

 

Jetzt sind wir also in Independencia gemeldet.

 

 

Bei der Telefongesellschaft "Copaco" kann man, als Ausländer, kein Modem kaufen/mieten,

bei Pfanndl sieht es viel besser aus. Leider gibt es da aber nur 20 GB pro Monat,

 

uhhhhhhhh vieeeeeel zu wenig!

 

27. September 2017

 

Unser Bankkonto wird eröffnet. Jetzt muss nur noch Geld überwiesen werden können.

Eine ganz andere Geschichte hier in Paraguay!

Eine Überweisung von einer Regio-Bank in der Schweiz dauert, der Weg ist lang.

(Von der Hausbank in der Schweiz, geht das Geld zuerst auf eine Großbank (UBS oder CS) von da zur Citybank 

in den USA, dann zur Banco National in Asunción, dann erst auf unser Konto!)

 

Die Arbeiter fangen mit dem Aushub der Garage und des Gästehauses an.

Alles harte Handarbeit, denn es hat seit Wochen nicht geregnet.

 

 

29. September 17

 

Obwohl das Grundstück gepflegt wurde, gibt es viel Arbeit. 

Morsche Bäume müssen gefällt werden, andere zurückgeschnitten. Ein neuer Rinder-fester Zaun

muss errichtet werden, die Viecher kennen ja gar nichts. Haben wir so nicht gewusst. 

 

Auch müssen wir die Zufahrtsstraße befestigen, der nächste Regen kommt bestimmt!

Lola natürlich immer mit von der Partie.

 

 

 

Wir fahren nach Independencia, eine Husqvarna Motorsäge muss her,

genauso diverse Utensilien für den Garten. Schon am nächsten Morgen geht's an die Arbeit.

 

 

Das Equipment ist schon mal nicht schlecht....

das alleine macht aber noch lange keinen Profi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am "Stil" muss definitiv noch gearbeitet werden!!!!

Die zwei Wochen bei Herman Schönbächler haben keine 

großen Spuren hinterlassen.

 

Es gibt viel zu tun - packen wir's an.

 

1. Oktober 2017

 

Paraguay stellt auf Sommerzeit um.

 

Am Abend legt ein heftiger Sturm halb Paraguay lahm.

 

In der Schweiz gibt es mega Stress mit dem Versand unserer Kiste. Wir fangen an zu zweifeln,

ob das Teil wirklich hier ankommt! Wettern doch alle Reisenden über den Zoll, müssen sie Teile aus Europa  hierher

kommen lassen, aus der Schweiz nach Deutschland sieht es überhaupt nicht besser aus.

Papierkram und 20% WMST für Umzugsware, Zollpapiere, Absicherung dass auch alles verzollt und bezahlt wird. 

 

04. Oktober 2017

 

Auf der Baustelle gibt es einen Stopp, da wegen eines erneuten Stromausfalls nicht betoniert werden kann.

"Wieso versuchen wir nicht, den Mischer bei uns anzuschließen?" frage ich Bruno. 

Ich gehe zum Bauleiter und mache ihm den Vorschlag. Natürlich ist er einverstanden!

So schließen wir den Betonmischer bei uns an die Aussensteckdose und mit Solarenergie wird weiter gearbeitet.

 

 

05. Oktober 2017

Die never-ending Story mit unserer Kiste geht weiter! 

Zur Zeit hängt sie am CH-Zoll fest!

 

06. Oktober 2017

Der Zaun ist fertig, die Kühe bleiben ab sofort draußen.

 

Wir arbeiten fleißig im Wald. So langsam sehen wir erste Erfolge.

Nachtrag am 22.11.17

Von der ganzen Arbeit ist heute nichts mehr zu sehen!


 

Beim Haus wird der untere Ringanker gelegt und betoniert.

 

Auch am Gästehaus und der Garage wird fleißig gearbeitet. 

 

09. Oktober 2017

 

Definitiv kein guter Tag. Wassermassen die unser Grundstück überschwemmen

und aus der Schweiz die Nachricht, dass unsere Kiste zurückgeschickt wird. Scheisse!

 

11. Oktober 2017

Super! Unsere Kiste ist zurückspediert worden, keine Spedition kann die Verzollung machen.

Wir suchen nach einer anderen Lösung. Im Internet wird Bruno fündig.

Nach einem ersten Telefonat sind wir zuversichtlich. Wir warten auf die Offerte.

 

 

12. Oktober 2017 

Backsteine für's Haus werden angeliefert und das Gästehaus wird in Angriff genommen.

Auch das Gerüst für den Wassertank wird aufgestellt.


 

Freitag 13.Oktober 2017

(Hoffentlich kein schlechtes Omen)

Wir erhalten die Offerte für unsere Kiste. Der Preis ist okay,

die Papiere werden ausgedruckt, unterschrieben und zurückgeschickt. 

 

Wir streichen den Wassertank. Zuerst schwarz, gegen die Algen, dann bunt für's Auge.

 

16. Oktober 2017

 

Auf der Baustelle ging letzte Woche nicht viel. Montag, Dienstag hat es geregnet. (Hier arbeitet man nicht wenn's regenet)

Freitag gegen Mittag setzt wieder leichter Regen ein...

sehr schnell werden die Arbeiten niedergelegt und wir sind wieder alleine auf dem Gelände.

Ich glaube, mein T'Shirt war am Mittwoch, bei 35 Grad, nässer als heute vom Regen😉

 

17.Oktober 2017

Um sieben fährt wieder ein Lkw vor. Eine weitere Ladung Ziegelsteine werden angeliefert

und dann beginnen die "trabajadores" die Wandmauern hochzuziehen und das bei 33 Grad.

 

 

 

Alle paar Minuten bekommen die Männer frisches, kaltes Wasser gereicht, welches 

 natürlich literweise getrunken wird.


 

18. Oktober 2017

 

Fürs Weeken sind wieder heftige Regenfälle angesagt. Erneut bitten wir Victor uns doch endlich Steine für den 

Weg durch den Wald herführen zu lassen. Diese kommen -per Kleinlaster-.

Philippe packt mit an und so sind wir noch vor dem Eindunkeln fertig.

 

 

So, mal sehen wie sich dies bewährt...denn der nächste Regen kommt bestimmt.

 

Auch gemauert wird fleißig. Victor und Bruno bestimmen die Grösse der Fenster.

21. Oktober 2017 

 

Die Steine haben sich sehr gut bewährt, eine Drainage muss aber trotzdem hin, der Weg hat sich wieder in einen

reißenden Bach verwandelt. Im Bett liegend können wir genau beobachten was sich draußen abspielt.

Die Kamera bleibt schön im Trockenen, viel zu viel "Nass" von oben.

 

 22. Oktober 2017

 

Vom Nachbar Manuel, gibt's Pflanzen.  

 

23. Oktober 2017 

Wir stecken einen ersten Stellplatz für Reisende aus.

Jetzt fehlt noch der Kies und der Vorplatz.

 

 

24. Oktober 2017

 

Beim Haus ist die Höhe des oberen Ringankers erreicht.

 

 

25. Oktober 2017

 

Um sechs in der Früh öffnet der Himmel wieder seine Tore, Wasser wohin wir schauen.

Gegen elf Uhr, der Regen hat leicht nachgelassen, packe ich die Schaufel und stapfe los.

Hier muss endlich was geschehen. 


 

Den ganzen Nachmittag wird hier hart gearbeitet, die Zunge hängt ganz schön weit nach draussen.

Nass bis auf die Unterwäsche kommt Bruno gegen siebzehn Uhr rein.

Heftigste Regenfälle legen die Baustelle für drei Tage lahm.

Die Drainage oberhalb des Hauses funktioniert TOP.

Jetzt müssen noch die Wassermassen auf der Nordseite gebändigt werden.

Vom Señor mit dem Bagger nach wie vor keine Spur, wir müssen also wieder selber ran.

 

Bruno gräbt eine weitere Drainagen aus, ich verteile die Erde im Wald.

Am Abend können wir unsere Arme fast nicht mehr bewegen!


 

28. Oktober 2017

 

Heute Samstag scheint wieder einmal die Sonne.

Gegen zehn Uhr fährt ein Pickup vor, super,  unser Transformator wird montiert.

Die Spannung wird von 3200V auf 220V heruntergesetzt, Leistung 25 kW/100A.

Ab hier wird die Stromleitung -zu unserem Haus- unterirdische geführt.

 

29. Oktober 2017

Erste Erfolge im provisorisch angelegten Gemüsegarten.

 

Sonntagsrundgang im Haus.

 

29. Oktober 2017

 

Nach vier Tagen "Regenpause" kommen am Dienstag die Trabajadores wieder zur Arbeit.

Der obere Ringanker wird in Angriff genommen.

 

31. Oktober 2017 

 

Wir brauchen einen Rasenmäher. Markus hat einen in der Garage stehen welchen er zu wenig 

im Einsatzg hat, also her damit...wir haben genug Ländereien!

 

01. November 2017

  

Wir lassen einige m2 Weidewiese umpflügen. Rubén leistet super Arbeit.

 

Bruno findet aber, zu wenig flach. Mit dem neuen Rasenmäher düst er querfeldein und hat merklich Spass dabei.

 

02. November 2017

 

Wir pflanzen diverse Fruchtbäume. 

 

Zwei Mango, sechs Mandarinen, zwei Orangen, 1 x Limette, 1 x Pflaumen, 1 x Pfirsiche,

1x Birnen, 3 x Avocados  1 x Kirsche, jetzt fehlen noch Laubbäume und Büsche.

 

 

Rundgang mit unseren zukünftigen Nachbarn aus Deutschland.

 

03. November 2017

 

Das einbetonieren vom oberen Ringanker fällt ins "Wasser". Es giesst wieder wie aus Kübeln.

Mir wird angst und bange für das umgepflügte Feld.

 

Es kam wie es kommen musste, überall Wasser welches sich seinen Weg durch das Erdreich sucht. 

 

 

04. November 2017

 

Von Bettina Müller aus Asunción bekommen wir die Nachricht, dass unsere Daueraufenthaltsgenehmigungen

schon ausgestellt wurden. (Das ging ja richtig flott) 

und, aus der Schweiz bekommen wir die Info, dass unsere Kiste ENDLICH den Weg nach Deutschland gefunden hat.

 

Hier auf dem Hügel "Virgen Serana" gibt es wieder viel zu schaufeln.  Provisorische Übergänge

und die Drainagen die verbreitert werden müssen. Es fließt immer noch viel zu viel Wasser über unser Gelände. 

 

Die Devise heißt: Schaufeln bis zum-geht-nicht mehr!

 

Unsere Sandbleche werden "zweckentfremdet"

09. November 2017

 

Der obere Ringanker ist betoniert und die Höhe des Daches wird festgelegt.

Mit Victor gibt es einige Diskussionen. Er, mit einem Meter achzig Körpergrösse, möchte zwanzig Centimeter mehr Höhe.

 Jeder warnt uns aber vor der Hitze im Sommer. Schatten, möglichst VIEL Schatten ist die Devise.

Wir nehmen uns die jahrelangen Erfahrungen der Einheimischen zu Herze und machen eben eher etwas weniger

als zu viel Lichteinstrahlung.

Jetzt sehr zum "Leidwesen" von Victor. Wir würden uns die Aussicht verbauen, meint er.

"Wenn du dein Bier stehend trinken willst, okay, ich werde auf der Terrasse sitzen und so das Bier

geniessen und dazu reicht die Höhe allemal, sogar wenn ich stehen muss", meint Bruno 

Dieses Argument überzeugt sogar Victor.

Jetzt wir am Gästehaus weitergearbeitet. Hier sind sie am unteren Ringanker.

Die Mittagspause verbringt jeder Arbeiter nach seinem Gusto.

Die einen hören Musik, die andern sind im Internet unterwegs, die meisten pennen.

 

08. November 2017

Die Arbeiten an den Betonsäulen beginnen.

 

11. November 2017

 

Der erste Stellplatz wird fertig.

Selbstverständlich testen wir gleich selber!

 

 

Unsere Nachbarin, Sylvia, hat sich einen Pool bauen lassen. Kommen 44 Kubik Erde auf einen Haufen, gibt das ganz schön viel Erde. Und genau diese brachen wir, da wir ja um unser Haus aufschütten müssen (wollen).

 

 

Laster um Laster werden angekarrt. Bei einer Ladung mussten wir kurz die Bergegurte holen.

 

12. Oktober 2017

Bild mit der Drohne aufgenommen.

 

13. November 2017

 

Wir haben einen Mitarbeiter. Manuel, ein direkter Nachbar, arbeitet ab heute bei uns. 

 

Um sieben stehen Marco und seine Leute auf der Matte.

Wir brauchen "Brücken" um unsere "Kanäle" zu überqueren. In zwei Tagen wird gegraben, gemauert, betoniert...

diese Jungs wissen was arbeiten heisst. Fürs Erste stellen wir zwei Stück hin.

Mal schauen ob es reicht. Der nächste heftige Regen ist für Donnerstag angesagt.

 

Übergang Nummer zwei, unterhalb des kleinen Waldes.

 

Die anfallende Erde wird gleich unter die Bäume verteilt. Die jahrelangen Regenfälle haben

alle Wurzeln freigelegt. Dabei hilft uns unser neuer Mitarbeiter Manuel.

 

Die Jungs sind wirklich spitze! Drei Tage später fast fertig, der Beton muss trocknen,

dann können die letzten Holzbalken verschraubt werden. 

 

Wenn die Männer schon auf dem Gelände sind, fragen wir nach, ob sie den "Haupteingang" auch gleich 

in Angriff nehmen können. Tun sie!

 

Zwei junge Burschen mit Schaufeln kommen aufs Gelände. Endlich geht was bei der Stromleitung!

Sie müssen den Graben für das Erdkabel ausheben.

Vom Eingang bis zum Haus, 250 Meter und dies 80 cm tief und der Boden ist steinhart.


 

15. November 2017

Die Zangengeburt der Autonummer ist fast geglückt. Die Nummer ist endlich da, 

alleine, es fehlen der Fahrzeugausweis und der Kaufvertrag!!! 

 

16. November 2017

 

Am Mittwoch fragen wir bei Markus nach, wann sie denn endlich den Wassertank hochstellen würden.

Er ist ganz erstaunt, als wir ihm sagen, dass wir keinen Druck haben um unseren Wassertank zu füllen.

Keine zwölf Stunden später emsiges Treiben rund um den Tank. 

Als Bruno eine abgebrochene Stahlstange bemerkt muss er ganz schön insistieren damit diese geschweisst wird.

Notabene mit unserem Schweissgerät, da sie natürlich kein eigenes besitzen!

 

Mit akrobatischer Höchstleisung wird der Tank nach oben gehievt. 

 

Trotz einsetzendem Regen und Gewitter bleiben die Arbeiter auf der Baustelle um den Tank anzuschliessen.

 

 

Um fünfzehn Uhr haben wir Druck auf der Leitung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bemalung ist leider nicht sichtbar.


 

16. November 2017

 

Wieder schüttet es wie aus Kübeln... der große Unterschied... unsere Drainagen, Kanäle funktionieren. Gott sei Dank!

(Stromausfall für fast 48 Stunden, Blitzeinschlag in eine Trafostation. (Uns tangiert es nicht wir haben Strom)

 

Nur die Kühe stehen noch im Wasser, dies ist uns aber egal,

die kennen ja nichts anderes und ihre Klauen sind dicht.

 

Weil am Freitag, wegen den heftigen Regenfällen,  nicht gearbeitet werden konnte, kommen die "Brückenbauer" am Samstag aufs Grundstück und malochen bis zum Sonnenuntergang. 

Übergang über den - Arroyo Bruno -

 

Unter den fachkundigen Augen von Lola macht Bruno letzte Anpassungen.

 

Auch am Arroyo Renata wird fleißig gearbeitet. Am Ende fehlt etwas Farbe,

doch ab Monatag können die Lkws wieder aufs Gelände.

 

Die Säulen am Haus sind fertig betoniert, der Dachstuhl kann gesetzt werden.

 

19. November 2017

Wir stecken den Standort unserer "Piscina" aus. Auch wir benutzen die paraguayische Wasserwaage.

 

21. November 2017

 

Um sechs das erste Gewitter, um zehn das nächste und gegen dreizehn Uhr der "fast" Weltuntergang.

 

Die beiden Jungs, welche den achtzig Zentimeter tiefen Graben für die Stromleitung ausbuddeln, haben am Freitag mitten im Wald aufgehört. Dieser Kanal füllte sich mit Regenwasser, ist überlaufen und hat unsere frisch hingekarrte Erde

wieder weggespühlt. Super! Bei mir kommt zum ersten Mal etwas Panik auf. Bruno lacht und beruhigt.

 

" Mir hei aus im Griff, ke Panik Schätzu." (der hat gut reden)

 

 

 Ob wir die Wassermassen wirklich in den Griff bekommen,

 

das erfährst du im Teil II vom Hausbau in Paraguay