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pepamobil Argentinien
Unterwegs in Argentinien

 

01. Februar 2024

Auch der argentinische Zoll ist schnell erledigt. Der Zöllner wollte wohl in die Hütte schauen, aber wohl eher aus Neugierde. Kontrolliert wurde nichts.

 

So düsen wir denn direkt zu "unserem" Lieblingsplatz unterhalb des Vulkans Batea Mahuida.

Unser Ziel für morgen. der Krater Batea Mahuida.

 

02. Februar 2024

Um 23:00 Uhr werden wir unsanft aus dem ersten Tiefschlaf geholt. Ein Irrer poltert an die Türe. Ich steh auf, geh zum Fenster, warte ab, vielleicht geht der Typ ja weg. Nein, wieder wird an die Türe geklopft, noch heftiger als beim ersten Mal. Also öffne ich das Fenster. Polizei! Zwei Männer eine Frau und eine Tussi, welche mir mit ihrer Taschenlampe direkt ins Gesicht blendet und gleich anfängt zu "bellen!" "Was machen Sie hier? Was ist das für ein Auto? Wie viele Leute sind im Inneren?" Nun, alle, die mich kennen, wissen, wie ich darauf reagiere: Ich belle zurück! "Wir schlafen. Das ist ein 'fahrendes Haus' (casa rodante), und wir sind zu zweit! Warum wir hier sind, will sie wissen, seit wann? Sie sagt, dies sei ein Nationalpark, und wir dürften hier nicht übernachten. Sie spricht immer noch extrem aggressiv. Wir werden auf keinen Fall von hier wegfahren, blaffe ich sie an. "Doch sie müssen", ihre Antwort. "Nein, müssen wir nicht, wir haben Alkohol getrunken, wir bleiben hier." Jetzt will sie die Ausweise sehen. Jetzt übernimmt Bruno. Nach zehn Minuten stapft sie beleidigt weg, kam wohl nicht sehr gut an bei ihren "Untertanen". Jetzt kommt ein Kollege an die Tür: Ab jetzt läuft alles im normalen Tonfall ab. Er müsse uns sagen, dass es hier sehr gefährlich sei, da wir sehr nahe zur chilenischen Grenze stehen würden. "Das ist kein Problem, mit dem können wir umgehen" antwortet Bruno. So steigen denn die vier wieder ein und wir liegen noch Stunden wach, so erschrocken haben wir uns.

 

Der Marsch hoch zum Krater nehmen wir gegen zehn unter die Füsse. Der letzte Kilometer hat es wieder in sich! Nur ganz wenige getrauen sich hochzufahren, 98 % gegen zu Fuss.

 

Von hier oben hat mein einen tollen Blick.

 

Wir befinden uns auf einem sog. Ring of Fire. Insgesamt spiegelt der "Ring of Fire" in Chile die dynamische geologische Natur dieser Region wider, die durch Subduktion, Vulkanismus und seismische Aktivität geprägt ist.

 

Von links nach rechts:

Lanin 3.776 m Ar Villarrica 2.861 in Chile. Llaima 3.125 und Lonquimqy 2.865 m Callaqui 3.164 m

einer der höchsten

 

Volcán Llaima                                                                                   Volcán Callaqui

 

Abwärts geht's natürlich schnell.  Vor zwölf sind wir wieder im Pepamobil. Nach dem Abendessen fahren wir runter zur Skistation und verstecken uns hinter einem Haus, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

 

04. Februar 2024

Die heutige Strecke ist ganze 46 km lang. An der Ruta 23 am Rio Litran gibt es einen tollen Platz zum verweilen. Letztes Mal haben sie angefangen die Schotterpiste zu verbreitern, wir sind gespannt wie es aussieht!

 

Tja, wie du sehen kannst, eine Verschandelung der Landschaft vom Schlimmsten. Wie nur kann "Mann" sowas machen. Die

Ruta 23 ist knapp 50 km lang und wird vor allem in den zwei Sommermonaten befahren. In den Wintermonaten ist sie gesperrt.

Wieso also dieser Aufwand?

 

Als Vergleich 2021

 

Die Zufahrt zu "unserem" Platz ist gerade noch zugänglich und hinter dem kleinen Hügel stehen wir wieder perfekt.

Wieder einmal sammle ich den Müll ein, welche die Leute immer wieder liegen lassen. Zwei volle Säcke kommen zusammen.

 

05. Februar 2024

Eigentlich wollten wir noch einen Tag hier bleiben, doch der Wind hat an Stärke zugelegt, draussen sitzen unmöglich, also fahren wir weiter. Nächstes Ziel die Thermen von Copahué.

 

Doch vorher geht's noch zur Puente de Piedra. Eine Steinbrücke, noch nicht sehr bekannt. Die kurze 1.500 m Wanderung geht entlang vom Lago Caviahue. Am Seeufer sieht man schon die ersten rostroten Verfärbungen, welche von der Schwefelsäure im Wasser stammen. 

 

Die "Steinbrücke" ist gute fünf Meter breit, dennoch bringen keine zehn Pferde Bruno in die Mitte.

 

In der Ferne der Vulkan Copahué. 2997 Meter hoch. Auch er ein aktiver Stratovulkan. 

"Schichtvulkane, auch Stratovulkane genannt, sind aus einzelnen geologischen Schichten von Lava und Lockermassen aufgebaute Vulkane. Man erkennt sie an ihrer relativ steilen, spitzkegeligen Form. Aufgrund der „grauen“, nicht glühenden Förderprodukte werden sie gelegentlich auch als „graue Vulkane“ bezeichnet." ...Wikipedia

 

Beim letzten Ausbruch am 22.12. 2012 stieg die Eruptionssäule 1500 Meter hoch. 3000 Menschen im Umkreis von 25 Kilometer wurden evakuiert. 

 

Von hier ist es nur ein Katzensprung bis zu den Termas de Copahué. Wir fahren als erstes zum Hauptgebäude um den Gesundheitscheck machen zu lassen. Fünfzehn Minuten später sind wir wieder im Lkw, haben fünf Tage reserviert, acht Mal Schlammbad bezahlt, alles zusammen 18.85 CHF, und fahren auf den Campingplatz.  Wir machen grosse Augen, Nelly und Toni sind hier. Seit einem Monat fahren wir immer wieder aneinander vorbei. Jetzt hat es endlich geklappt. Zum letzten Mal haben sie uns in Paraguay besucht, muss Januar 2018 gewesen sein. Zusammen haben wir den Pool eingeweiht!

 

06. Februar 2024

Die beiden fahren nach nur zwei Nächten wieder weiter. Wir werden bestimmt eine Woche hier bleiben, eine weitere Hitzewelle fegt über Südamerika hinweg. In Chile ist in Valparaiso und Viña del Mar ein Großbrand ausgebrochen. Die grösste Katastrophe seit dem grossen Erdbeben 2010

 

Was uns auffällt, es hat relativ wenig Leute. Normalerweise ist es in Copahué gerammelt voll, jetzt überall gähnende Leere. Zum ersten Mal sieht man, dass in Argentinien wirklich eine grosse  Krise herrscht.

 

Die Bäder sind mehrheitlich leer, die Häuser am zerfallen.

 

Auch scheint es letzten Winter viel Schnee gehabt zu haben, immer noch stürzt Schmelzwasser in einem Wasserfall ins Tal.

 

08. Februar 2024

Noch vor dem Frühstück geht's ins "Dampfbad", anschliessend wird gemütlich gefrühstückt. Dann geht's auf kleine  Wanderungen. Vor dem Abendessen noch mal in die Ursuppe, oder eine Fango-Therapie. Ein erholsamer Schlaf ist gewiss.

 

Sonntag, 11. Februar 2024

Die Tage vergehen wie im Fluge. Übers Wochenende hat sich der Campingplatz gefüllt.

 

Wieder wandern wir zu den Lagunas hoch.

Laguna Las Mellizas Superior
Laguna Las Mellizas Superior
Laguna Las Mellizas Inferior
Laguna Las Mellizas Inferior

 

Die Pfirsiche sind gerade so schön reif und saftig. Bruno hat Lust auf einen Kuchen und macht ihn gleich selber.  Lecker ist er!!!

 

12. Februar 2024

Vor einem Jahr waren wir in Tinogasta und mussten Lola einschläfern lassen. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Wie viel wir seither  schon gesehen haben. Weil sie nicht mehr ist, konnten wir nach Namibia  und in die Antarktis. Es hat Vorteile ohne Hund zu Reisen, aber mit ihr war es spannender, aufregender und oft lustiger. Wir vermissen sie und sie fehlt uns. Sie wird immer einen Platz in unseren Herzen haben, genauso wie Isis und Pepa. 

 

Zum letzten Mal gehen wir heute Morgen ins "Dampfbad", dann waschen wir alle Klamotten um sie vom "Schwefelgestank" zu befreien. Gegen vierzehn Uhr ist alles trocken, wir bezahlen und fahren die 21 Kilometer zum Salto de Agrio. Wir haben schon viele Wasserfälle gesehen, aber dieser ist jedesmal ein Highlight. Zuerst aber verschlägt es uns die Sprache. Die ganze Zufahrtsstrasse ist zugeparkt. Sowas gab es hier noch nie!!! Wir waren IMMER alleine hier. 

 

Nun denn, wir bekommen trotz allem einen guten Platz wo wir uns für die Nacht hinstellen können. Sofort gehen wir runter zum Rio, wohlwissend, dass es zu spät ist, die Sonne steht zu weit im Westen, also Gegenlicht. Macht aber nichts, wir sind immer wieder begeistert vom Farbenspiel.

 

13. Februar 2024

Gleich nach dem Frühstück geht's zum Wasserfall. Die Farben in der Morgensonne sind einfach grandios. 

 

Wir verquatschen uns mit Claudia und José Luis aus Rosario, Reisende (Rentner) in einem Sprinter unterwegs. Sie bestätigen uns, was wir schon immer sagen: Argentinien wird nie aus der Krise rauskommen, denn dazu müssten sie arbeiten und das tun nur etwa 10 %. Viele leben von der Sozialhilfe oder stellen viele Kinder in die Welt und bekommen so Geld vom Staat. 

 

Nachtrag: Eigentlich sollte das nicht ins Internet, aber was soll's: Ich haben ja das Drohnen fliegen gelernt, also war ich noch vor dem Frühstück am fliegen. Die Sonne steht aber noch zu tief, also zuerst Frühstücken. Nach dem Essen, bitte ich Bruno mitzukommen. Ich möchte fotografieren, er soll die Drohen fliegen. Er macht super schöne Filme. Fliegt von hinten im Tal auf den Wasserfall zu, steigt dann dem Wasserfall entlang hoch. Einmal, zweimal. Er wird immer wie übermütiger, geht immer näher ran. Es kommt wie es kommen musste, die Drohne ist zu nah am Wasser und verschwindet. Drohne weg!

 

Erst gegen Mittag starten wir den Motor und ab geht's Richtung Chos Malal, wo wir gegen dreizehn Uhr eintreffen. Natürlich ist Siesta. Die Geschäfte öffnen erst ab siebzehn Uhr. Vor der Fruteria stellen wir uns unter einen Baum, trinken ein Espresso und spielen Triominos. Zehn nach fünf öffnet der Laden. Ich bekomme alles was wir benötigen, Ab geht's auf Schlafplatz-Suche. Einige Kilometer ausserhalb fahren wir eine Erdpiste hoch und finden einen grossen Platz, wo wir eine ruhige Nacht verbringen und einen tollen Sonnenuntergang beobachten.

 

14. Februar 2024

Happy Valentin's Day. Blumen gibt es keine, die Landschaft ist ausgetrocknet, dürr. Wenn etwas wächst hat es Dornen. Entlang der heutigen Strecke immer wieder interessante Felsformationen.

 

Als wir bei dieser Lagune vorbeifahren machen wir grosse Augen, sie ist erschreckend klein geworden in den letzten drei Jahren. Wann es hier wohl zum letzten Mal geregnet hat?

 

Am Rio Grande stellen wir uns hin, wollen draussen sitzen, werden aber von Bremsen überfallen, also rein in die Hütte und Schotten dicht machen.

 

15. Februar 2024

Erst gegen halb elf starten wir den Motor. Irgendwie kommen wir morgens nicht mehr in die Gänge. Könnte Starlink schuld sein?!

Oder die Runde "Triominos" spielen? Was auch immer! Bis Malargüe sind es 120 Kilometer, (die Schotterpiste in üblem Zustand) Doch für. ein Foto muss die Zeit schon reichen.

 

Um eins schliessen die Läden, es heisst also Gas geben. Zwanzig vor eins stehen ich im Granola-Laden. (Körner/Nüsse) Im Eiltempo wird eingekauft, dann ab zum Supermercado Vea.  Zwei vor eins. Ich schnappe die Einkaufstaschen und sprinte los. Eine Kundin winkt mir zu, komm nur rein, uff... Wieso das Ganze? Nun, von eins bis fünf, manchmal halb sechs, ist ja bekanntlich Siesta in ganz Argentinien. Das wären dann drei Stunden warten, was äusserst unangenehm ist bei der Hitze.  In Windeseile düse ich durch den Laden. Ich komme auch gleich an die Reihe bei der Kasse, was hier in Argentinien sehr, sehr selten ist. Schlange stehen ist normal. So bin ich denn um viertel nach eins wieder im Pepamobil. Wir stellen uns unter einen Baum, die Temperaturen sind weit über 30 Grad, knabbern ein Knäckebrot mit Käse, einen Espresso mit ein-drei Mailänderli und fahren anschliessend Richtung Las Leñas.

Ein paar Kilometer vor der Skistation, stellen wir uns an den Rio, Bruno werkelt wieder am Motor rum, ich lasse meine Füsse vom herrlich kühlen Nass umspülen. 

 

16. Februar 2024

Nachts hat es abgekühlt, stehen wir doch auf 2034 m.ü.M. Gegen zehn geht's los ins Valle Hermoso. In welchem Zustand wohl die Piste ist? Ist sie gut, schaffen wir die 12 Kilometer in einer Stunde, ist sie schlecht, können es schon mal zwei werden. Heute brauen wir eineinhalb. Für die sieben Kilometer Serpentinen  runter ins Tal brauchen wir länger als eine halbe Stunde.  Aber was soll's, es ist wie immer wunderschön.

Valle Hermoso
Valle Hermoso
Valle Hermoso
Valle Hermoso

 

17. Februar 2024

Beim Morgenlauf entdecken wir einen viel schöneren Platz. Nach dem Frühstück befreien wir noch den Truck vom vielen Staub, Wasser hat es ja hier mehr als genug, und fahren dann die zwei Kilometer hoch zu diesem absoluten Traumplatz.

 

Unsere Nachbarn sind Pferde,  in paar Möwen und Enten. Der Vorgarten ein Traum, mit einer kleinen Lagune. Wir stehen quasi wie auf einer "Halbinsel".

 

Sonntag, 18. Februar 2024

Hier keine Fotos zu machen fällt mir unendlich schwer. Ob Sonnenaufgang...

 

...oder Sonnenuntergang, ich knips jeden Tag auf's neue.

20. Februar 2024

Nach vier tollen Tagen starten wir den Motor und machen uns auf das Tal hoch bis zum Mirador, wo wir die Nacht verbringen.

Bye bye du schönes Tal, du verdienst deinen Namen zu 100%.

Diese haben natürlich immer Vortritt!

 

Unser nächstes Ziel: Laguna del Diamante. Dies ist eine der wenigen Sehenswürdigkeiten die wir noch nicht kennen. Mit Hund kommt man da nicht rein, und die Saison ist auf zwei, zweieinhalb Monate beschränkt, wegen Schnee, so sagen sie.

Wir wollen auch ein paar Tage oben bleiben, also heisst es Kühlschrank voll machen. In Malargüe finden wir alles, füllen noch Diesel- und Wassertank und los geht's.

Kurz vor der Abzweigung zum Nationalpark finden wir einen perfekten Platz und verbringen, wie üblich, einen schönen Abend.

 

21. Februar 2024

Kurz nach halb neun, fahren wir die 20 km, sehr schlechte Schotterpiste, zur Guardaparque hoch. Ein junger, noch sehr verschlafener Typ, kommt heraus und verlangt eine  Reservierung! "Was für eine Reservierung?" frage ich. Er klärt uns auf: "Sie müssen via Internet eine Reservierung beantragen, die Sie mit Mercadopago bezahlen." "Okay, Internet haben wir, aber kein Mercadopago, "können wir mir KK bezahlen?" "Nein, dann müssen sie in die nächste Ortschaft fahren, in die Touristeninformation gehen und dort die Reservierung machen." Wie jetzt? 100 km zurückfahren, dass darf doch nicht wahr sein. "Wir geben Ihnen das Geld, was kostet es? frage ich. "Nein, das geht nicht," lautet seine Antwort.  Okay, andere Möglichkeit. "Sie bezahlen für uns und wir geben Ihnen das Geld bar." "Nein; geht auch nicht." "Was können wir sonst tun?" frage ich verärgert. "Gibt es eine andere Lösung?" "Nein, seit Covid ist das so." Na toll! Langsam werden wir "hässig". Ich öffne also meinen Laptop und logge mich bei der ANP ein. Ich wurschtle mich durch bis zum Datum: Heute ist nichts mehr frei, morgen, übermorgen auch nicht. Bis Sonntag müssten wir warten. Ich gehe wieder zum Guardaparque, will wissen wieviele Autos den pro Tag hineinfahren dürfen. "fünfzig", seine Antwort. "Moment, es ist halb elf, Sie wollen mir nicht sagen, dass noch fünfzig Autos oben sind und heute noch fünfzig hochfahren!" Er hebt nur gelangweilt die Schultern, "no sé"! Okay, uns reicht es, wir packen zusammen und machen uns auf zurück zu unserem letzten Schlafplatz. 

Dies war der definitiv letzte Versuch zur Laguna del Diamante hochzufahren. 

 

Also ab nach Mendoza wo wir uns mit Martina, Steve und Amelie treffen. Ich kennen sie nur vom Instagram, ihre Fotos sind gigantisch: Instagram: photografnix oder naturwunderer_ und ich bin gespannt auf die kleine Familie, die für zwei Jahre eine Auszeit genommen haben. Um halb zwei treffen wir auf dem Parkplatz ein, welcher mitten in Mendoza steht. Man muss einige Autos umrangieren, bevor unsere Hütte wir Platz hat.  Dann geht das austauschen los. Steve hat auch eine Fuji-Kamera und kann mir helfen, da ich seit geraumer Probleme mit meiner x-t2 habe. Schnell findet er heraus, dass der Auslöseknopf defekt ist.

 

 

23. Februar 2024

Für heute haben wir einen Tisch in der Bodega Ojo de Agua reserviert. Also heisst es schon wieder Abschied nehmen. 

 

Das Ojo de Agua gehört der Familie Dieter Meier, genau, der von den Yellow. Gegen zwei treffen wir dort ein, drei weiter Fahrzeuge mit CH Nummern stehen auf dem Parkplatz. Super! Auf der Gartenterrasse sind fast alle Tische besetzt. Überall spricht es Schweizerdeutsch😁😁😁

Das Essen war gut, aber nicht den Preis wert, den wir bezahlt haben. Das Fleisch von Bruno nicht zart, der Wein zu säuerlich, nicht auf unserer Linie. 

 

Drei Tische weiter sitzen zwei Schweizer Ehepaare. Nach dem Essen gehen wir an ihren Tisch und sagen "hallo".  Schnell sind wir im Gespräch, Stühle werden hergeholt und eine angeregte Diskussion beginnt. Auch sie kennen sich erst seit zwei Stunden, Ihnen gehören die beiden Camper die noch auf dem Parkplatz stehen. 

Sie haben sich für eine kleine Touir auf der Bodega angemeldet, wir gehen gleich mit. Die Traubenernte hat noch nicht begonnen, also steht alles still.

Marina, Peter, Ruth, Walter, Renate, Bruno
Marina, Peter, Ruth, Walter, Renate, Bruno

 

Das Weingut hat hier in Mendoza 100 Hektare Rebenund einen grossen Teich für eine kleinen Familie Gänse.

 

Wir dürfen alle auf dem Weingut übernachten. Die Temperaturen sind angenehm, wir quatschen bis gegen elf Uhr, dann gehts ins Bett. 

 

14. Februar 2024

Auch den ganzen Vormittag werden  Erfahrungen und Erlebtes ausgetauscht. Natürlich kommt einmal das Thema "Drohne" aufs Tapet. Kurzer Drohnen-Kurs auf die Schnelle.

 

Gegen Mittag verabschieden wir uns, wer weiss, vielleicht sehen wir uns noch einmal.

 

Unser Ziel, die Passhöhe vom Los Libertadores. Wir kommen gut voran, um eins sind wir in Uspallata, Tank füllen und ein Espresso, mit einigen Mailänderli😁😉

 

Die Wandmalereien gegenüber ziehen mich magisch an...

Bei unserer Durchfahrt war der Aconcuaga 6.962 m im Nebel versteckt.Marina und Peter hatten mehr Glück, sie waren so lieb und haben mit ein Foto geschickt. Merci 😘😘😘

 

Las Cuevas erreichen wir gegen fünfzehn Uhr. Da wir ja für die Laguna Diamantes vier Tage eingeplant hatten, haben wir jetzt viel zu viel Gemüse und Früchte. Also muss alles gekocht werden. Von den Früchten machen wir Saft und einen Fruchtsalat. mal schauen was die chilenischen Zöllner meinen.

 

25. Februar 2024

Die Nacht war doch relativ kalt. Aber wir sind ja auch auf 3150 m.ü.M. 

 

Bis zum Zoll sind es nur sieben Kilometer. Hier ist der argentinisch und der chilenische Zoll im gleichen Gebäude. Migration ist schnell gemacht. Während Bruno die Wagenpapiere erledigt, gehe ich mit den SAG Männern, plus Hund, ins Pepamobil. Sie wissen, dass ich gekochtes Gemüse und Eier habe. Der Hund muss alle Schublade beschnüffeln, wird auf unsere Betten geschickt, doch er findet, oh wie komisch, keine Drogen😁😁😁 Zufrieden ziehen sich die Señores zurück, ich setzte mich ins Führerhaus und warte,  und warte! Plötzlich kommen zwei Männer vom Zoll, wollen rein. "Ist schon kontrolliert worden," teile ich ihnen mit, trotzdem wollen sie rein. Sie wollen wissen, welche Strecken wir in Feuerland gefahen sind, welche Grenzen wir passiert haben. Ich fange an aufzuzählen. beim Paso Roballos reagieren sie. Sofort wird mir klar, wir wurden wieder einmal nicht ausgetragen. Passiert immer wieder. Das Problem ist dann, eigentlich ist unser Truck noch in Chile, zu lange in Chile. Sie sehen dann ein, dass das wohl nicht so war. Gehen zurück. zehn Minuten später kommt Bruno zurück. An zwei Zöllen haben sie uns nicht ausgetragen, deshalb hat es gedauert. Na ja, jetzt sollte alles wieder in Ordnung sein, wir aber machen ab sofort bei jedem Zoll ein Foto von der Ausreise!

 

Dann geht's zur Passstraße, der Los Libertadores ist schon etwas spezielles, die vielen Serpentinen, eine um die andere schlängelt sich die Strasse Richtung Santiago, wie sind wieder in Chile.