Im Schnellzug durch Paraguay

 

Seit einigen Jahren stellen wir uns immer wieder die Frage: "Was kommt nach dem Reisen?

Wie und wo wollen wir wohnen? In der Schweiz, im Ausland?"

 

Wenn wir in einem Land sind fragen wir uns: "Könnten wir hier leben?"

Bis jetzt hatten wir nie das Gefühl "es passt."

 

Hier in Paraguay ändert sich plötzlich alles. Antworten auf unsere Fragen, einfache Lösungen

bieten sich an. Und plötzlich geht alles sehr, sehr schnell. 

 

 

13. Juli 2017

Wir besuchen Franzosen, welche in La Colmena 6 Hektar Land gekauft haben.

 

16. Juli 2017

Erstmals kommt der Gedanke an ein eigenes Grundstück.

Dafür und dagegen werden diskutiert.

 

17. Juli 2017

 Wir schauen uns verschiedene Grundstücke rund um La Colmena an.

 

19. Juli 2017

Wir fahren nach Yataity. Mit einem Makler besuchen wir drei Grundstücke

 plus ein Haus mit 2 Hektar Land. Nichts passt.

 

20. Juli 2017

Wieder in La Colmena, wo wir weitere Grundstücke besichtigen.

Eines gefällt uns recht gut und wir verbringen zwei Nächte darauf. 

"Probeschlafen".

Nachts werden wir von der Disco im Dorf beschallt! 

Kein guter Platz!

 

24. Juli 2017

Rendezvous in Independencia mit Markus Felber.

Zwei Häuser stehen zum Verkauf, plus ein riesengroßes Grundstück,

welches noch nicht definitiv parzelliert ist. 

Das eine Haus ist aber zu groß, das andere zu weit weg.

 

Wir fahren zum Grundstück. 

Schock. Kein einziger Baum weit und breit, nur Weideland. 

Wir gehen weiter, kommen in einen kleinen Wald, wir passieren diesen Richtung Osten,

kommen auf Gelände mit kleinem Baumbestand, sanfte Hanglage,

Zitrusbäume, einige Zypressen, Palmen und einige Laubbäume.

 

Bingo!

 

25. Juli 2017. 

Wir fahren zurück nach Altos. 

 

30. Juli 2017

 

Treffen mit Bettina Müller.

Bettina hat ein Business-Service in Asunción und bietet einen

Einwanderungshilfe - Service an.

 

27. 07. 2017

 

Ich habe einen Termin beim Augenarzt. Augeninnendruck 

muss wieder einmal kontrolliert werden.

Mit Marion fahre ich nach Asunción, wir haben Zeit und

so schauen wir uns Kücheneinrichtungen und Badezimmer an.

 

02. August 2017

 

 Wieder fahren wir nach Independencia und treffen uns mit Markus Felber.

Zusammen mit seinem Baumeister -Victor- werden die Pläne ausgearbeitet.

 

Wir fahren hoch zum Grundstück, wo wir übernachten.

 

03. August 2017

  

Markus, Victor und ein weiterer Mitarbeiten fahren vor.

Auf dem Grundstück werden Haus, Gästehaus und Pool eingepflockt. 

Es nieselt noch immer.

 

Am Nachmittag fahren wir mit Markus zur Cooperativa Carlos Pfannl.

Wir brauchen ein "Bankkonto."

Dieses wird provisorisch eröffnet, denn Interpol muss bestätigen, dass wir eine "WEISSE WESTE" haben.

 

Wir verabschieden uns von Markus, fahren zurück nach Altos.

Alles wird in die Wege geleitet.

Bettina Müller wird uns das Papier von Interpol besorgen. 

 

07. August 2017

 

Fahrt nach Asunción. Wir brauchen ein Auto. 

IZUZU, VW, Mitsubishi, Mahindra, Toyota, Honda, JMC, Chevrolet und Foton steuern wir an.

Preise zwischen 21'000 bis 87'000 $ sind im Angebot. 

Wir brauchen einen "Arbeitswagen" keine Luxuslimousine, so entscheiden wir

uns für den Foton (Schande, ein Chinese).

  

 

08. August 2017

 

Markus und Victor kommen aus Independencia.

Letzte Details werden besprochen, dann unterschreiben wir den Vertrag.

Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

 

- Großer Moment für unsere Zukunft -

 

 

So, alles Weitere geschieht, wenn wir aus Argentinien zurückkommen,

denn unser Visa läuft am 10. August ab, wir müssen das Land verlassen.

 

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Hier eine Ansicht mit Google Maps. 

 

 

23. August 2017

  

Wir bekommen News von Markus.

Nächsten Montag wird der Brunnen gebohrt. 

 

24. August 2017

 

Erste Bilder aus Independencia erreichen uns, der Zaun um unser Grundstück wird errichtet.

 

 

28. August 2017

Die Arbeiten beginnen. Der Brunnen wird gebohrt...

 

 

...und der Grundriss vom Haus wird gesteckt. 

 

29. August

Wir haben Wasser, auf 80 Meter Tiefe, ca. 20'000 l pro Stunde

Yessssss!!!!!

 

 

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In der Zwischenzeit sind Rita, Brunos Schwester und Rolf, ihr Mann,

in der Schweiz fleißig, extrem fleißig.

 

Aus unserem "früheren" Leben gibt es noch einige "Reste",

welche wir nun nach Paraguay verschiffen lassen. 

Eine Kiste wird angefertigt, alles reingepackt und ab geht's - via Deutschland - nach Paraguay.

 

"Rolf, Rita, ganz ganz härzliche Dank, dir sit Goud wärt."

 

12. September 2017

 

Zu Fuss machen wir uns auf nach Altos.

Auf der Gemeindeverwaltung bekommen wir die Zulassung für den Pickup.

Hier muss auch sofort die Jahressteuer bezahlt werden.

 

Wir bekommen neue Bilder vom Hausbau.

  

13. September 2017

Wir fahren nach Asunción unseren "Weißen Hai" abholen.

El Tiburón

 

15. September 2017

 

 Unsere Dokumente aus der Schweiz werden mit DHL bei Bettina Müller angeliefert. 

Sie wird sich um die unzähligen Behördengänge kümmern.

-Herzlichen Dank an Roman und sein Team  in die Schweiz-

 

19. September 2017

 

Wieder erhalten wir einen aktuellen Stand von der Baustelle.

Es wird fleißig gearbeitet, sie kommen gut voran.

 

 

In der Zwischenzeit ist unsere "Kiste" (in der Schweiz) versandbereit!

Es gibt einige Diskussionen beim Zoll, wir müssen den Montag abwarten.

 

20. September 2017

  

Treffen um neun Uhr mit Bettina,

bei 42 Grad, nicht gerade ideale Temperaturen, um Behördengänge zu erledigen. 

Notar, Nationalbank, Migraciones. Es gibt ?? keine Ahnung, 50 Kopien, die unterschrieben,

gestempelt und beglaubigt werden müssen. Bilder werden gemacht. Mit diesen erhalten wir danach die provisorische Aufenthaltsgenehmigung für Paraguay.

Bettina erledigt aber alles mit links. Herzlichen Dank an Bettina für ihre Hilfe.

 

,Für die Cédula (Personalausweis von Paraguay) brauchen sie unsere Fingerabdrücke und ein weiteres Foto 

wird gemacht, danach sind wir mit allem durch.

Interpol wird ohne uns gemacht, das Papier erhalten wir am nächsten Tag.

 

Um dreizehn Uhr sind wir wieder beim Shopping del Sol und wir gönnen uns ein leckeres Essen

mit Aussicht auf die "moderne" Skyline von Asunción.

 

Wir übernachten in der Stadt, denn am nächsten Tag wollen wir diverse Geschäfte ansteuern.

"Wer die Wahl hat, hat die Qual": Fliesen in jeder Form und Farbe.

Bei den Möbeln und den Betten wird es schwierig, aber da müssen wir durch.

 

 

Nach zwei Tagen Asunción...Chaos in der Hütte!

 

 24. September 17

 

Ankunft auf "Virgen Serana", unserer neue Heimat. 

 

Auf der Baustelle sieht es inzwischen so aus.

 

25. September 2017

 

 In Independencia bekommen wir bei der Polizei das

 

 - Vida y Residencia -

 

Jetzt sind wir also in Independencia gemeldet, was dann wohl heisst, dass wir dies

der Schweizer Botschaft melden sollten.

 

 

Bei der Telefongesellschaft "Copaco" kann man, als Ausländer, kein Modem kaufen/mieten,

bei Pfanndl sieht es viel besser aus. Leider gibt es da aber nur 20 GB pro Monat,

 

uhhhhhhhh vieeeeeel zu wenig!

 

27. September 2017

 

Unser Bankkonto wird eröffnet. Jetzt muss nur noch Geld überwiesen werden können.

Eine ganz andere Geschichte hier in Paraguay!!!!

 

Die Arbeiter fangen mit dem Aushub der Garage und des Gästehauses an.

Alles harte Handarbeit, denn es hat seit Wochen nicht geregnet.

 

 

29. September 17

 

Obwohl das Grundstück gepflegt wurde, gibt es viel Arbeit. 

Morsche Bäume müssen gefällt werden, andere zurückgeschnitten. Ein neuer Rinder-fester Zaun

muss errichtet werden, die Viecher kennen ja gar nichts. Haben wir so nicht gewusst. 

 

Auch müssen wir die Zufahrtsstraße befestigen, der nächste Regen kommt bestimmt!

Lola natürlich immer mit von der Partie.

 

 

 

Wir fahren nach Independencia, eine Husqvarna Motorsäge muss her,

genauso diverse Utensilien für den Garten. Schon am nächsten Morgen geht's an die Arbeit.

 

 

Das Equipment ist schon mal nicht schlecht....

das alleine macht aber noch lange keinen Profi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am "Stil" muss definitiv noch gearbeitet werden!!!!

Die zwei Wochen bei Herman Schönbächler haben keine 

großen Spuren hinterlassen.

 

Es gibt viel zu tun - packen wir's an.

 

1. Oktober 2017

 

Paraguay stellt auf Sommerzeit um.

 

Am Abend legt ein heftiger Sturm halb Paraguay lahm.

 

In der Schweiz gibt es mega Stress mit dem Versand unserer Kiste. Wir fangen an zu zweifeln,

ob das Teil wirklich hier ankommt! Wettern doch alle Reisenden über den Zoll, müssen sie Teile aus Europa  hierher

kommen lassen, aus der Schweiz nach Deutschland sieht es überhaupt nicht besser aus.

Papierkram und 20% WMST für Umzugsware, Zollpapiere, Absicherung dass auch alles verzollt und bezahlt wird. 

 

04. Oktober 2017

 

Auf der Baustelle gibt es einen Stopp, da wegen eines erneuten Stromausfalls nicht betoniert werden kann.

"Wieso versuchen wir nicht, den Mischer bei uns anzuschließen?" frage ich Bruno. 

Ich gehe zum Bauleiter und mache ihm den Vorschlag. Natürlich ist er einverstanden!

So schließen wir den Betonmischer bei uns an die Aussensteckdose und mit Solarenergie wird weiter gearbeitet.

 

 

05. Oktober 2017

Die never-ending Story mit unserer Kiste geht weiter! 

Zur Zeit hängt sie am CH-Zoll fest!

 

06. Oktober 2017

Der Zaun ist fertig, die Kühe bleiben ab sofort draußen.

 

Wir arbeiten fleißig im Wald. So langsam sehen wir erste Erfolge.


 

Beim Haus wird der untere Ringanker gelegt und betoniert.

 

Auch am Gästehaus und der Garage wird fleißig gearbeitet. 

 

09. Oktober 2017

 

Definitiv kein guter Tag. Wassermassen die unser Grundstück überschwemmen

und aus der Schweiz die Nachricht, dass unsere Kiste zurückgeschickt wird. Scheisse!

 

11. Oktober 2017

Super! Unsere Kiste ist zurückspediert worden, keine Spedition kann die Verzollung machen.

Wir suchen nach einer anderen Lösung. Im Internet wird Bruno fündig.

Nach einem ersten Telefonat sind wir zuversichtlich. Wir warten auf die Offerte.

 

 

12. Oktober 2017 

Backsteine für's Haus werden angeliefert und das Gästehaus wird in Angriff genommen.

Auch das Gerüst für den Wassertank wird aufgestellt.


 

Freitag 13.Oktober 2017

(Hoffentlich kein schlechtes Omen)

Wir erhalten die Offerte für unsere Kiste. Der Preis ist okay,

die Papiere werden ausgedruckt, unterschrieben und zurückgeschickt. 

 

Wir streichen den Wassertank. Zuerst schwarz, gegen die Algen, dann bunt für's Auge.

 

16. Oktober 2017

 

Auf der Baustelle ging letzte Woche nicht viel. Montag, Dienstag hat es geregnet. (Hier arbeitet man nicht wenn's regenet)

Freitag gegen Mittag setzt wieder leichter Regen ein...

sehr schnell werden die Arbeiten niedergelegt und wir sind wieder alleine auf dem Gelände.

Ich glaube, mein T'Shirt war am Mittwoch, bei 35 Grad, nässer als heute vom Regen😉

 

17.Oktober 2017

 

Um sieben fährt wieder ein Lkw vor. Eine weitere Ladung Ziegelsteine werden angeliefert

und dann beginnen die "trabajadores" die Wandmauern hochzuziehen und das bei 33 Grad.

 

 

 

Alle paar Minuten bekommen die Männer frisches, kaltes Wasser gereicht, welches 

 

natürlich Literweise getrunken wird.